Alle Meldungen
Folgen
Keine Meldung von IFAW Deutschland mehr verpassen.

IFAW Deutschland

Australien bekommt neuen Spürhund zur Rettung von Koalas

Australien bekommt neuen Spürhund zur Rettung von Koalas
  • Bild-Infos
  • Download

Australien bekommt neuen Spürhund zur Rettung von Koalas

Hamburg, 30. September 2026 – Ein neuer vierbeiniger Lebensretter ist gefunden: Die zweijährige Australian Koolie Hündin namens Oaka wird derzeit zum Koala-Spürhund ausgebildet und soll künftig die Aufgabe des berühmt gewordenen Spürhundes Bear übernehmen. Nachdem der 11-jährige Rüde Anfang des Jahres in den Ruhestand gegangen ist, suchten der IFAW (International Fund for Animal Welfare) und die australische Organisation Innovation for Conservation (I4C) nach einem geeigneten Nachfolger. Hündin Oaka erfüllt die Anforderungen für die anspruchsvolle Aufgabe und wird nun lernen, lebende Koalas anhand ihres Geruchs aufzuspüren.

Die Suche nach einem Nachfolger für Bear stieß weltweit auf großes Interesse. Dutzende Hunde aus Australien und den USA wurden vorgeschlagen. Oaka überzeugte das Trainerteam schließlich mit ihrer außergewöhnlichen Suchfähigkeit und ihrem Spieltrieb. Nach ersten Videotests reiste sie für weitere Prüfungen an die Sunshine Coast im australischen Queensland und wurde ausgewählt, ihre Ausbildung zum Koala-Spürhund zu beginnen.

Das Training übernimmt der IFAW gemeinsam mit I4C. Begleitet wird Oaka dabei von Frédéric Chappée, der als Leiter der Hundestaffeln beim IFAW über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Ausbildung von Spürhunden verfügt: „Bei Oaka haben wir sehr schnell das Potenzial gesehen, das wir für diese besondere Aufgabe suchen“, erklärt Chappée. „Sie ist extrem motiviert, arbeitet konzentriert und hat eine ausgeprägte Bereitschaft, mit ihrem Menschen zusammenzuarbeiten. Diese Eigenschaften sind entscheidend, wenn ein Hund lernen soll, einen bestimmten Geruch unter natürlichen Bedingungen aufzuspüren.“

Die Ausbildung folgt nach einem mehrstufigen Trainingskonzept. Zunächst wird Oakas natürliche Motivation für Suchspiele gefördert. Anschließend wird sie darauf trainiert, den Geruch von Koalafell mit ihrer Suchaufgabe zu verknüpfen. Die Anforderungen werden dabei nach und nach gesteigert. Ziel ist, dass Oaka den Geruch eines lebenden Koalas wahrnimmt und am Fuß des entsprechenden Baumes anzeigt, dass sich ein Tier auf diesem befindet. Chappée traut der Hündin die anspruchsvolle Ausbildung zu: „Normalerweise muss ich mir bis zu 100 Hunde ansehen, bevor ich den richtigen Kandidaten finde. Auf Oaka wurden wir innerhalb einer Woche aufmerksam. Es war fast zu schön, um wahr zu sein. Als ich sie persönlich erlebt habe, war klar: Sie ist die Richtige.“

Oakas Geschichte ähnelt der von Bear: Ihre frühere Familie war mit ihrem Temperament überfordert. Ein lokaler Tierschutzverein erkannte ihr Potenzial und brachte sie mit der Hundetrainerin Avery Keller zusammen, die Oaka für das Koala-Spürhund-Programm vorschlug. Damit erhält die Hündin, genau wie einst Bear, eine zweite Chance und die Möglichkeit, sich bei einer ihrem Charakter entsprechenden, schwierigen Aufgabe auszuzeichnen.

Die Suche nach lebenden Koalas stellt besondere Anforderungen an einen Spürhund. Anders als beim Aufspüren von Koala-Kot befindet sich der Geruch nicht an einem klar definierten Punkt am Boden. Der Hund muss den Geruch eines lebenden Koalas hoch in den Bäumen wahrnehmen und anzeigen, wo sich das Tier befindet. Bear war einer der ersten Hunde in Australien, die diese besondere Fähigkeit beherrschten. Während der Buschbrände des sogenannten „Black Summer“ half er dabei, mehr als 100 Koalas aufzuspüren, von denen viele tierärztliche Versorgung benötigten. Mit seinem Ruhestand ist eine Lücke entstanden, die Oaka nun schließen soll. Ihre Ausbildung wird beschleunigt, damit die Hündin möglichst schnell als hochqualifizierte Koala-Spürnase einsatzbereit ist. Denn mit El Niño und einem weiteren heißen, trockenen Sommer vor der Tür werden Australiens Koalas jede mögliche Hilfe benötigen.

Fotos und Videos finden Sie hier: https://spaces.hightail.com/space/lrFOwkmKzQ

Für weitere Informationen oder Interviews kontaktieren Sie bitte:

Raphael Heinetsberger

Pressesprecher

t: +49 (0) 40 866 500 38

e: rheinetsberger@ifaw.org

Der IFAW (International Fund for Animal Welfare) ist eine weltweit tätige gemeinnützige Organisation für die bessere Koexistenz von Tieren und Menschen. Wir sind in mehr als 40 Ländern der Welt und auf den Meeren im Einsatz. Wir retten und pflegen Tiere, wildern sie wieder aus und bewahren und schützen ihre natürlichen Lebensräume. Die Probleme, denen wir uns stellen, sind drängend und komplex. Um sie zu lösen, brauchen wir mutiges Handeln und kluges Denken. Wir arbeiten mit Gemeinden, Regierungen, anderen NGOs und Unternehmen zusammen. Gemeinsam finden wir neue und innovative Wege, damit sich alle Arten in ihrem Lebensraum entwickeln können. So geht’s: ifaw.org