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20.02.2020 – 14:05

Bergwaldprojekt e.V.

PRESSEMITTEILUNG: Fast 90 Freiwillige mit dem Bergwaldprojekt im Einsatz für die Artenvielfalt auf Hiddensee

PRESSEMITTEILUNG: Fast 90 Freiwillige mit dem Bergwaldprojekt im Einsatz für die Artenvielfalt auf Hiddensee
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Vom 23. Februar bis 14. März 2020 ist das Bergwaldprojekt e.V. zum zweiten Mal mit insgesamt ca. 90 ehrenamtlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland in Kooperation mit dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft auf der Ostseeinsel Hiddensee im Einsatz. Die Freiwilligen werden in den drei Einsatzwochen Arbeiten zum Erhalt spezialisierter Arten in der Dünenheide durchführen und das Ökosystem näher kennenlernen. Ziele des Einsatzes sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Teilnehmenden auch über die Projektwochen hinaus für eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren.

Sie sind herzlich eingeladen, unser Team bei dem Einsatz zu besuchen.

Fast 90 Freiwillige mit dem Bergwaldprojekt im Einsatz für die Artenvielfalt auf Hiddensee

Würzburg / Kloster, 20.02.2020

Vom 23. Februar bis 14. März 2020 ist das Bergwaldprojekt e.V. zum zweiten Mal mit insgesamt ca. 90 ehrenamtlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland in Kooperation mit dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft auf der Ostseeinsel Hiddensee im Einsatz. Die Freiwilligen werden in den drei Einsatzwochen Arbeiten zum Erhalt spezialisierter Arten in der Dünenheide durchführen und das Ökosystem näher kennenlernen. Ziele des Einsatzes sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Teilnehmenden auch über die Projektwochen hinaus für eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren.

Die Dünenheide auf Hiddensee ist die größte zusammenhängende Küstenheide im deutschen Ostseeraum. Sie ist geprägt durch das gemäßigte Ostseeklima, welches durch Salzeintrag und Windanrisse immer wieder neue und seltene Lebensräume hervorbringt. Die Hiddenseer Dünenheide ist gekennzeichnet von einem Wechsel aus trockenen Dünenzügen und feuchten Dünentälern. Sie ist durchsetzt mit Roh- und Offenbodenstellen, welche besonders wertvolle Refugien für spezialisierte Tiere und Pflanzen darstellen.

Veränderte Klima-, Natur- und Nutzungsbedingungen gefährden diese einmalige Heidelandschaft in ihrem Bestand. Infolge der Reduktion der natürlichen Dynamik und der landwirtschaftlichen Nutzung sowie durch die Erhöhung des Stickstoffeintrags aus der Luft verändern sich diese Flächen grundlegend. Eine Pflege dieses Lebensraumes ist somit unerlässlich. Dies geschieht aufgrund des empfindlichen Reliefs überwiegend in Handarbeit. Unter der Anleitung der Förster Hendrik von Riewel und Henning Rothe vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie von Stefanie Puffpaff vom Nationalparkamt Vorpommern drängen die Ehrenamtlichen in den drei Einsatzwochen standortfremde Gehölze und Verjüngung zurück. Vergrasungs- und Verbuschungsbereiche sowie überalterte Flächen werden bearbeitet. Nur durch Nachahmung der ehemaligen mosaikartigen Weide- und Ackernutzung kann diese Landschaft auf Dauer erhalten bleiben.

Neben der praktischen Tätigkeit ist pro Woche jeweils auch ein Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die vielfältigen Zusammenhänge in der Natur, die Belastungen der Ökosysteme und die Abhängigkeit des Menschen von den natürlichen Lebensgrundlagen deutlich zu machen.

Untergebracht ist die Gruppe in kleinen Bungalows der Biologischen Station Greifswald. Während der Projektwochen kümmern sich zwei Köche um die vegetarische, biologische, möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Teilnehmenden.

Ein wichtiges Anliegen der Einsatzwochen ist es, den Gedanken der Nachhaltigkeit auf verschiedenen Ebenen zu vermitteln. Stefanie Puffpaff vom Nationalparkamt Vorpommern dazu: "Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben in der Einsatzwoche die faszinierende Landschaft der Insel Hiddensee mitsamt ihren unterschiedlichen Ökosystem-Funktionen hautnah und leisten einen persönlichen Beitrag zu ihrem Erhalt." Hendrik von Riewel (Bergwaldprojekt e.V.) fügt hinzu: "Indem sich die Freiwilligen aktiv für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals neue Beziehungen zur Natur. Die freudvollen Erfahrungen aus der Projektwoche bestärken die Teilnehmenden darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Damit beteiligen sie sich persönlich am gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung. Vielleicht macht diese Bereitschaft zum Wandel auch der Wirtschaft und der Regierung Mut, die notwendigen Maßnahmen für einen wirksamen Klimaschutz umzusetzen."

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert dieses Jahr in seiner 30. Projektsaison Freiwilligen-Einsätze in ganz Deutschland, in denen sich bisher mehr als 40.000 Menschen engagiert haben. 2020 finden 122 Projektwochen an 53 verschiedenen Orten statt. Ziele der Einsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Mehr Infos: www.bergwaldprojekt.de.

Katrin Bärwald
Kommunikation und Umweltbildung, Nationalparkamt Vorpommern
Tel.: 038234-502-50
E-Mail: K.Baerwald@npa-vp.mvnet.de 
Lena Gärtner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bergwaldprojekt e.V.
Tel.: 0931 991 220 11
E-Mail: lg@bergwaldprojekt.de (Belegexemplare bitte an diese Adresse, vielen 
Dank.) 
Hendrik von Riewel (Projektleiter Bergwaldprojekt e.V., 1. Woche), mobil: 0171 
3063054
Henning Rothe (Projektleiter Bergwaldprojekt e.V., 2. und 3. Woche), mobil: 0160
6779891