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Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung e.V. (DPtV)

Welttag Suizidprävention

DPtV nimmt Stellung zu geplantem Präventionsgesetz

Berlin, 9. September 2026 – „Suizid ist bei zehn- bis unter 25-Jährigen die häufigste Todesursache. Im Durchschnitt sterben in Deutschland täglich 28 Menschen durch Suizid. Jeder zehnte bis zwölfte Mensch in Deutschland hat im Laufe seines Lebens Suizidgedanken. Wir brauchen eine wirksame Suizidprävention einerseits und zugleich einen Ausbau psychotherapeutischer Versorgungsstrukturen“, fordern die DPtV-Bundesvorsitzenden Dr. Christina Jochim und Dr. Enno Maaß anlässlich des Welttags der Suizidprävention am 10. September 2026.

Schnittstelle zur ambulanten Psychotherapie fehlt

In einer Stellungnahme zum geplanten Gesetz zur Stärkung der nationalen Suizidprävention fordert die DPtV die Definition einer Schnittstelle zur ambulanten psychotherapeutischen Versorgung. Wir halten es für erforderlich, dass Menschen nach einem Suizidversuch (aber auch deren Angehörige/nahestehende Personen) zur Krisenbewältigung einen zeitnahen und direkten Zugang zur ambulanten Psychotherapie erhalten können.

Zentrale Rufnummer für Menschen in Krise

„Wir halten eine zentrale Rufnummer für Menschen in Krisensituationen und ihnen nahestehenden Personen für sinnvoll. Da suizidalen Krisen in vielen Fällen eine Entwicklung psychischer Erkrankung vorweg gehen, ist es präventiv sinnvoll, den Zugang zu diesem Angebot niedrigschwellig zu gestalten und nicht nur eingeengt auf akute suizidale Krisen zu beschränken“, sagen die Bundesvorsitzenden.

Digitale Hilfs- und Informationsangebote

„Ergänzend ist auch ein digitales Verzeichnis von Informations-, Hilfs- und Beratungsangeboten für Menschen in suizidalen Krisen und ihnen nahestehenden Personen sinnvoll“, betonen die Bundesvorsitzenden. „Ergänzend sollten niedrigschwellige digitale Unterstützungs- Kommunikationsangebote für die Betreffenden weiterentwickelt werden“, fordern Jochim und Maaß.

Die DPtV begrüßt, dass einige dieser Forderungen von der Bundesregierung bereits in den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der nationalen Suizidprävention aufgenommen wurden. Entscheidend ist nun, dass Suizidprävention und psychotherapeutische Versorgung konsequent zusammengedacht werden. Die Stellungnahme der DPtV finden Sie hier: https://t1p.de/lgp39

Mit mehr als 40.000 Psychotherapeut*innen ist die DPtV die größte Interessenvertretung für Psychologische Psychotherapeut*innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen und Psychotherapeut*innen in Ausbildung in Deutschland. Die DPtV engagiert sich für die Anliegen ihrer Mitglieder und vertritt erfolgreich deren Interessen gegenüber Politik, Institutionen, Behörden, Krankenkassen und in allen Gremien der Selbstverwaltung der psychotherapeutischen Heilberufe.

Pressekontakt/Interview-Anfragen:
Hans Strömsdörfer
Pressesprecher / Leiter Kommunikation
DPtV Deutsche PsychotherapeutenVereinigung
Am Karlsbad 15
10785 Berlin
Tel. 030 235009-27
Fax 030 235009-44
Mobil 0157 73744828
 presse@dptv.de
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