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Hamburg: Vorsorgeuntersuchung bei Kindern wird wenig genutzt

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Vorsorgeuntersuchung U10 bei Kindern wird in Hamburg wenig genutzt

AOK-Gesundheitsreport: Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern in Hamburg rückläufig. Nur jede vierte Familie nimmt die freiwillige Untersuchung für 7- bis 8-Jährige in Anspruc h

Hamburg, 27. August 2025

In Hamburg nutzen nur 26 Prozent der Familien die freiwillige Kindervorsorgeuntersuchung U10, die für Kinder im Alter von 7 bis 8 Jahren kostenlos angeboten wird. Dies zeigt der aktuelle Gesundheitsreport der AOK Rheinland/Hamburg. Auch die verpflichtenden Früherkennungsuntersuchungen für Kinder von 2 bis 5 Jahren werden von Hamburger Familien seltener wahrgenommen als noch vor einigen Jahren.

Die U10-Untersuchung ist eine freiwillige Früherkennungsuntersuchung für Kinder im Grundschulalter (7 bis 8 Jahre). Im Gegensatz zu den gesetzlich vorgeschriebenen U-Untersuchungen (U1 bis U9 und J1) ist die U10 nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten und für die Familien nicht verpflichtend. Dennoch bieten verschiedene Krankenkassen wie die AOK Rheinland/Hamburg ihren Versicherten die kostenlose Teilnahme an der Untersuchung an, um die große Lücke bis zur gesetzlich geforderten J1-Untersuchung, die für 12-Jährige vorgesehen ist, zu überbrücken. Nach Auswertungen des aktuellen AOK-Gesundheitsreports machte im Jahr 2023 aber nur jede vierte Familie in der Hansestadt von der Früherkennung Gebrauch und bildet, verglichen mit den Familien im Rheinland, zusammen mit Remscheid das Schlusslicht bei der Inanspruchnahme. In Aachen (55,9 Prozent) und Oberhausen (59,1) nutzten sogar mehr als die Hälfte der Familien das Angebot. Zudem zeigen die Auswertungen einen rückläufigen Trend. Im Verlauf der Jahre 2019 bis 2023 sank die Inanspruchnahme der U10-Untersuchung von mehr als 35 Prozent um knapp 10 Prozentpunkte auf rund 26 Prozent.

Thomas Bott, Regionaldirektor der AOK in Hamburg, erklärt: „Jedes Kind wächst und entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Die Früherkennungsuntersuchungen zeigen auf, ob sich alles in einem normalen Rahmen bewegt oder ob Auffälligkeiten vorliegen, die man genauer beobachten oder behandeln sollte. Denn für viele Entwicklungsstörungen gilt: Je früher sie erkannt werden, desto schneller kann darauf reagiert und gegengesteuert werden.“

Auch für die verpflichtenden Kindervorsorgeuntersuchungen U7 bis U9 zeigen die Daten der AOK Rheinland/Hamburg einen Rückgang: Ließen 2019 noch über 95 Prozent der Hamburger Familien ihre 2-jährigen Kinder im Rahmen der U7-Untersuchung checken, waren es 2023 nur noch 92,3 Prozent. Die gleiche Tendenz zeigt sich bei den Untersuchungen der 3- bis 5-Jährigen (U7a, U8, U9).

Hinweis für die Redaktionen:

Übersicht der Früherkennungsuntersuchungen

Baby: U1 bis U6

Kleinkind: U7 bis U9

Schulkind: U10 bis U11

Teenager: J1 bis J2

Die U10-Untersuchung findet im Grundschulalter (Kinder im Alter von 7 und 8 Jahren) statt. Schwerpunkt der Untersuchung ist das Erkennen von und die Therapieeinleitung bei Entwicklungsstörungen wie Lese-Rechtschreib-Rechenstörungen, Störungen der motorischen Entwicklung und Verhaltensstörungen, zum Beispiel ADHS, die häufig nach dem Schuleintritt deutlich werden. Auch das Mediennutzungsverhalten wird betrachtet.

https://www.aok.de/pk/rh/gesundheitsreport-interaktiv/

Antje Kusalik
Pressesprecherin
AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse
Stabsbereich Presse
Pappelallee 22-26
22089 Hamburg 
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