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Über 40.000 Kleinbäuer*innen in Indien und Tansania bauen Baumwolle gemäß Regenerative Cotton Standard (RCS) an

Über 40.000 Kleinbäuer*innen in Indien und Tansania bauen Baumwolle gemäß Regenerative Cotton Standard (RCS) an
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• Unabhängige Verifizierungen des Regenerative Cotton Standards® (RCS) in Indien und Tansania erneut erfolgreich abgeschlossen.

• In Tansania steigt die Anzahl der RCS-verifizierten Farmer*innen um 87,8 Prozent auf rund 37.000 deutlich an.

• Die Verifizierung ergab, dass die Farmer*innenin Indien und Tansania hinsichtlich der Umsetzung der RCS-Anforderungen deutliche Fortschritte gegenüber dem Vorjahr erzielten.

Hamburg, 15.04.2026. Die AbTF zieht ein positives Fazit der unabhängigen Verifizierungen des Regenerative Cotton Standards® (RCS): Knapp 5.000 Bäuer*innen in Indien und rund 37.000 in Tansania bauen Baumwolle gemäß den RCS-Anforderungen an und erhielten das entsprechende Zertifikat. Im Vergleich zum Vorjahr konnten signifikante Verbesserungen erzielt werden. Interessierte Textilunternehmen und Modemarken können die RCS verifizierte Baumwolle für ihre Beschaffung einsetzen und sie mit Hilfe des Tracking-Systems der Aid by Trade Foundation (AbTF) vom Baumwoll-Ursprung bis zum Endprodukt transparent verfolgen und dokumentieren.

Die RCS-Prinzipien zielen darauf ab, die Resilienz und Produktivität des kleinbäuerlichen Baumwollanbaus zu verbessern und zugleich einen Mehrwert für landwirtschaftlich genutzte Böden, ländliche Gemeinschaften, Biosphäre und die Lebensqualität von Nutztieren zu schaffen.

In Indien stellten die Verifizierer*innen eine sehr gute Umsetzung der RCS-Anforderungen hinsichtlich Transparenz und Fairness in der Kooperation sowie gute Arbeitsbedingungen fest. Ein positives Urteil fällten sie auch bezüglich der Einhaltung der Standardanforderungen, die unter anderem auf die Wiederherstellung der Bodengesundheit und Verbesserung der Biodiversität abzielen.

Darüber hinaus wurden folgende Verbesserungen explizit positiv betont:

• Kleinbäuer*innen profitieren von erweiterten Lernmöglichkeiten. Mit zusätzlich 38 neuen Demonstrationsflächen für den regenerativen Baumwollanbau steigt die Anzahl auf 50 Ackerflächen, auf denen Best Practices regenerativer Landwirtschaft miteinander geteilt werden können.

• Verbesserter Zugang und Einsatz von Schutzkleidung, was maßgeblich zum Gesundheits- und Arbeitsschutz der Landwirt*innen beiträgt.

• Verbessertes Bewusstsein bei den Landwirt*innen zu Wasserauffangsystemen, die eine deutlich effizientere Wassernutzung auf den Betrieben ermöglichen.

• Positive Veränderungen im Tierschutz bei offenen Weidepraktiken.

Während die Anzahl der RCS-Farmer*innen im indischen Bundesstaat Maharashtra mit 5.000 konstant blieb, kam es in Tansania zu einem erheblichen Zuwachs an RCS-Farmer*innen: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl um 87,8 Prozent auf rund 37.000 an. Hinsichtlich der Einhaltung von RCS-Vorgaben in Tansania stechen folgende Ergebnisse besonders hervor:

• Erhöhung der Resilienz kleinbäuerlicher Betriebe, unter anderem durch verbesserten Marktzugang für Fruchtfolgeprodukte.

• Zusammenarbeit mit den Behörden bei der Identifizierung relevanter Schutzgebiete und Trainings für Kleinbäuer*innen zum Erhalt von Schutzgebieten und gefährdeten Tierarten.

• Maßnahmen zur Steigerung der Bodengesundheit sowie zum Aufbau organischer Bodenbestandteile.

• Vermehrte Anwendung natürlicher Schädlingsbekämpfungsmethoden.

„Angesichts der umfangreichen Vorgaben des Regenerative Cotton Standards freuen wir uns sehr über die positiven Verifizierungsergebnisse“, sagt Alexandra Perschau, Head of Cotton Standards der Aid by Trade Foundation. „Die Resultate der unabhängigen Prüfer unterstreichen das erhebliche Engagement seitens der Implementierungspartner und den assoziierten Kleinbäuer*innen. Sie setzen die Vorgaben des RCS tatkräftig um.“

Die Verifizierung hat zum Ziel, die internen Managementsysteme der Implementierungspartner auf Robustheit und die effektive Umsetzung regenerativer Praktiken bei den teilnehmenden Bäuer*innen zu überprüfen. Die stets unabhängig durchgeführten Verifizierungen erfolgen auf Grundlage eines risikobasierten Ansatzes. Es werden unter anderem Interviews und Dokumentenprüfungen mit Implementierungspartnern und mit den Kleinbäuer*innen sowie Feldbegehungen vor Ort durchgeführt.

Pressekontakt:

Christina Ben Bella, E-Mail:  christina.benbella@abt-foundation.org
Holger Diedrich, E-Mail:  holger.diedrich@abt-foundation.org

Aid by Trade Foundation | Werner-Otto-Straße 13 b | 22197 Hamburg | Deutschland

Über den Regenerative Cotton Standard® (RCS):

Der von der Aid by Trade Foundation (AbTF) entwickelte Regenerative Cotton Standard® (RCS) ist ein freiwilliger Standard für Baumwolle, die von kleinbäuerlichen Betrieben mithilfe regenerativer Anbaumethoden kultiviert wird. Mit dem Regenerative Cotton Standard® soll die allgemeine Resilienz und Produktivität des kleinbäuerlichen Anbaus verbessert und zugleich ein Mehrwert für landwirtschaftlich genutzte Böden, ländliche Gemeinschaften, Biosphäre und die Lebensqualität von Nutztieren geschaffen werden. Um diese Ziele zu erreichen, bezieht sich der RCS auf das gesamte Produktionssystem und nicht nur auf die Baumwolle selbst. Erfahren Sie mehr unter: https://regenerative-cotton.org/

Über die Aid by Trade Foundation:

Die Aid by Trade Foundation (AbTF) wurde 2005 von dem Unternehmer Prof. Dr. Michael Otto gegründet und ist heute eine international renommierte und agierende Non-Profit-Organisation für nachhaltige Rohstoffe. Ihre Arbeit leistet einen entscheidenden und messbaren Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen und Tieren sowie zum Schutz der Umwelt. Mit ihren verifizierten Rohstoffen Cotton made in Africa® (CmiA), Cotton made in Africa Organic (CmiA Organic), Regenerative Cotton Standard® (RCS) und The Good Cashmere Standard® (GCS) setzt die Stiftung ihre Ziele in die Tat um. Angesichts der steigenden Herausforderungen durch die Folgen des Klimawandels und Marktveränderungen an Kleinbäuer*innen und Textilunternehmen sind die Standards von grundlegender Bedeutung für ihre Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Die Stiftung arbeitet in enger Kooperation mit Branchenexpert*innen, Tier- sowie Naturschutzspezialist*innen. Mehr Infos unter: www.aidbytrade.org