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07.02.2019 – 10:17

Industrie Kletterer Hamburg

Einen Schritt voraus: Arbeitssicherheit in Höhen und Tiefen

Einen Schritt voraus: Arbeitssicherheit in Höhen und Tiefen
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Industriekletterer sind auf den professionellen Einsatz von Seilzugangstechniken zur Durchführung von Arbeiten in großen Höhen und Tiefen spezialisiert. Dabei sind sie nicht nur auf Hochhäusern und Windrädern unterwegs. Gekleidet in spezieller Kletterausrüstung gelangen sie auch auf engstem Raum überall dort hin, wo der Zugang schwierig ist - beispielsweise für Tiefenarbeiten in verwinkelten Kanälen.

An ihrem Einsatzort angekommen, verrichten sie die unterschiedlichsten Arbeiten. Das Aufgabenspektrum reicht von der Installation von Werbeträgern über Montage- und Demontagearbeiten bis hin zu Baumfällungen und darüber hinaus. Ein spannendes und herausforderndes Gewerbe, das tätigkeitsbedingt mit einer gewissen Absturzgefahr verbunden ist. Um Unfällen am Arbeitsplatz zuverlässig vorzubeugen, sichern sich die Höhenarbeiter mehrfach ab. In diesem Zusammenhang nehmen die Gefährdungsbeurteilung, die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz und Absturzsicherungen einen besonders hohen Stellenwert ein.

Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz

Die Sicherheit der Industriekletterer hat stets oberste Priorität. Deshalb wird vor jedem Projekt eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt. Mit der Beurteilung wird das Ziel verfolgt, adäquate Maßnahmen zu treffen, welche Abstürze vollständig verhindern oder die Absturzgefahr bestmöglich reduzieren sollen. Die Einsatzplanung wird von einem aufsichtführenden Höhenarbeiter übernommen, der den FISAT-Kurs Level 3 erfolgreich absolviert hat und über zusätzliche Qualifikationen im Bereich der Arbeitssicherheit verfügt (https://www.fisat.de/fisat/zertifizierung/ausbildung/).

Im ersten Schritt werden die Gefahren analysiert und das bestehende Risiko beurteilt. Unter anderem werden die Tragfähigkeit des Arbeitsbereiches und die Wirksamkeit der vorhandenen Absturzsicherungen auf den Prüfstand gestellt. Als nächstes werden passende Schutzmaßnahmen festgelegt, umgesetzt und auf ihre Wirksamkeit geprüft. Anhand der gesammelten Ergebnisse wird auch ein Sicherheits- und Rettungskonzept erstellt, welches auf die jeweiligen Umgebungsbedingungen vor Ort abgestimmt ist. Auf diese Weise wird schon vor Beginn der eigentlichen Arbeiten gewährleistet, dass die identifizierten Absturzgefahren eliminiert oder auf ein möglichst kleines Restrisiko reduziert werden.

Regelmäßige Prüfung ist Pflicht

Bei vielen absturzgefährdeten Arbeiten ist das Vorhandensein von funktionstüchtigen Absturzsicherungen eine weitere wichtige Grundvoraussetzung. Bei einer Absturzsicherung handelt es sich um eine Schutzvorrichtung, welche beispielsweise auf einem Dach montiert wird und Höhenarbeitern zuverlässigen Halt beim Klettern bietet. Zu den gängigsten Lösungen zählen Anschlagpunkte und Seilsicherungssysteme, an denen Sicherungsseile befestigt werden können. Um eine reibungslose Funktionalität der Systeme zu gewährleisten, müssen die Vorrichtungen regelmäßig geprüft werden. Qualifizierte Unternehmen wie die Industrie Kletterer Hamburg installieren, warten und prüfen Absturzsicherungen (https://www.industrie-kletterer-hamburg.de/Leistungen/Gebaeudeservices/Absturzsicherungen/).

Die hohen Sicherheitsstandards spiegeln sich nicht nur in der ausführlichen Planung und den Schutzvorrichtungen wieder, sondern auch im Equipment der Industriekletterer. Bei seilunterstützten Zugangstechniken verwenden die Kletterer eine Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, kurz "PSAgA". Diese setzt sich, je nach Anforderungen des Einsatzortes, aus verschiedenen Elementen zusammen. Zu den Mindestbestandteilen zählt eine Körperhaltevorrichtung, beispielsweise ein Auffanggurt, sowie ein Befestigungssystem, welches mit einer Verankerung verbunden werden kann. Weitere Komponenten sind Helme, Karabiner, Seile, Seilkürzer, Höhensicherungsgeräte und mehr. Auch hier ist eine regelmäßige Kontrolle auf den einwandfreien Zustand des Equipments notwendig. Nicht zuletzt wird stets mit einer zweiten Sicherung und in Teams gearbeitet, sodass im Notfall immer eine zweite Person zur Stelle ist.

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