Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Dies Universitatis: Grenzübergreifende Zusammenarbeit in Zeiten globaler Krisen
Dies Universitatis: Grenzübergreifende Zusammenarbeit in Zeiten globaler Krisen
- Beim Dies Universitatis 2026 wurde das zehnjährige Jubiläum des europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) von „Eucor – The European Campus“ gefeiert.
- Prof. Dr. Kerstin Krieglstein betonte die Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit sowie die internationale Ausrichtung der Exzellenzstrategie der Universität Freiburg.
- Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel, erhielt die Ehrensenator*innenwürde, Prof. Dr. Robert Zeiser die Universitätsmedaille.
Am 19. Mai 2026 feierte die Universität Freiburg den Dies Universitatis. Der akademische Festtag fand damit genau zwei Wochen vor der Vor-Ort-Begehung im Rahmen der Exzellenzbewerbung statt, bei der sich eine Gruppe internationaler Gutachter*innen ein Bild von der Universität Freiburg machen wird. „Wir befinden uns also auf der Zielgeraden in einem Wettbewerb, für den wir über Jahre und mit mehr als 200 Mitgliedern unserer Universität an unserer Vision für Spitzenforschung und strategische Erneuerungsfähigkeit gearbeitet haben – mit dem Ziel, dass unsere Universität für die Lösung gesellschaftlicher und globaler Herausforderungen eine starke europäische und international beachtete Stimme haben wird“, sagte Rektorin Prof. Dr. Kerstin Krieglstein in ihrer Ansprache.
Der Schwerpunkt des Dies Universitatis 2026 lag auf dem Thema „Internationalität als Zukunftsstrategie – Hochschulen im globalen Wandel.“ Anlass hierfür bot das zehnjährige Jubiläum des europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) von „Eucor – The European Campus“. Mit der Gründung des EVTZ im Jahr 2016 wurde Eucor als erster europäischer Universitätsverbund zu einer dauerhaft handlungsfähigen Rechtsstruktur mit gemeinsamer Governance, Strategie und Geschäftsstelle. „Der Eucor-Verbund gehört damit zu den Pionieren europäischer Hochschulkooperation und hat mit seinem Modellcharakter die spätere Initiative für europäische Universitätsallianzen mit inspiriert“, sagte Krieglstein. Der Verbund sei heute weit mehr als ein Projektnetzwerk – er sei ein institutionalisierter europäischer Wissenschaftsraum, in dem grenzüberschreitend an Lösungen für Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft geforscht werde.
Gerade in Zeiten globaler Krisen zeige sich, dass internationale und europäische Wissenschaftskooperation keine Selbstverständlichkeit, sondern eine strategische Investition in die Zukunftsfähigkeit Europas sei, so Krieglstein. „Die Eucor-Universitäten kooperieren seit Jahrzehnten eng miteinander. Diese langjährigen Beziehungen schaffen Vertrauen, Stabilität und Kontinuität – gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheit.“
Ehrensenator*innenwürde für Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Andrea Schenker-Wicki
Krieglstein verlieh im Rahmen des Dies Universitatis die Ehrensenator*innenwürde der Universität Freiburg an die Eucor-Präsidentin und Rektorin der Universität Basel, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Andrea Schenker-Wicki. Sie würdigte Schenker-Wickis seit 2021 andauerndes Engagement als Eucor-Präsidentin und betonte ihre Bedeutung als enge Weggefährtin der Universität Freiburg, unter anderem als Mitglied in ihrem International Advisory Board. „Als Universität Freiburg schätzen wir uns glücklich, dass Frau Schenker-Wicki uns in strategischen Fragen rund um die Internationalisierung beratend beiseite steht“, so Krieglstein. „Mit der Verleihung dieser Ehrung bringen wir zum Ausdruck, was unsere Zusammenarbeit seit Langem prägt: gegenseitige Wertschätzung, Vertrauen und der gemeinsame Wille, die Zukunft unserer Universitäten im europäischen Kontext aktiv zu gestalten.“
Universitätsmedaille für Prof. Dr. Robert Zeiser
Für seine Verdienste um die Universität Freiburg überreichte Krieglstein dem Forscher Prof. Dr. Robert Zeiser die Universitätsmedaille der Universität Freiburg. Sie hob seine Auszeichnungen mit dem Landesforschungspreis Baden-Württemberg 2026 sowie mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis 2025, dem höchstdotierten Forschungsförderungspreis in Deutschland, hervor. Prof. Dr. Robert Zeisers Arbeiten zur gezielten Modulation von Immunreaktionen, etwa durch den Einsatz neuer Wirkstoffe oder durch innovative zelluläre Therapien, haben dazu beigetragen, Krebstherapien sicherer zu machen, Nebenwirkungen zu reduzieren und Heilungschancen nachhaltig zu verbessern.
„Für die Universität Freiburg bedeutet Herr Zeisers Forschung weit mehr als wissenschaftliche Exzellenz. Es bedeutet Sichtbarkeit, Vertrauen und Verantwortung. Herrn Zeisers Publikationen, Kooperationen und Auszeichnungen tragen dazu bei, Freiburg als einen Ort zu positionieren, an dem medizinischer Fortschritt nicht nur gedacht, sondern gemacht wird und internationale Beachtung findet“, so Krieglstein. Prof. Dr. Robert Zeiser studierte Medizin in Freiburg, Tel Aviv und Tampa. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Stanford University habilitierte er 2010, erhielt 2013 eine Heisenberg-Professur und leitet seit 2019 die Abteilung für Tumorimmunologie und Immunregulation am Universitätsklinikum Freiburg. Er ist Mitglied der medizinischen Fakultät und des Exzellenzclusters CIBSS – Centre for Integrative Biological Signalling Studies der Universität Freiburg.
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