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Als Gewinner geht 'Team Digital' vom Platz
Kleine und Mittlere Unternehmen werden bei der Digitalisierung benachteiligt - Das muss sich ändern

Als Gewinner geht 'Team Digital' vom Platz / Kleine und Mittlere Unternehmen werden bei der Digitalisierung benachteiligt - Das muss sich ändern
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Düsseldorf (ots)

KMUs sind beim Glasfaseranschluss abgehängt. Abhilfe schaffen soll ein neues Förderprogramm. Dringend nötig", urteilt Dr. Martin Fornefeld. Denn Unternehmenserfolg gibt es nicht ohne Digitalisierung.

Herr Dr. Fornefeld, die aktuelle Studie "Going Digital" der internationalen Organisation für Wirtschaft und Zusammenarbeit OECD geht davon aus, dass es im Jahr 2022 weltweit drei vernetzte Geräte pro Person geben wird. Der 5G-Ausbau in Deutschland stockt, der Glasfaserausbau dümpelt vor sich hin. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen hängen beim schnellen Internet hinterher. Was bringen all die internetfähigen Geräte, wenn das Netz schwächelt?

Dr. Martin Fornefeld: Sie bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Wie auch unsere KMUs, die mit einem Gesamtanteil von 99 Prozent das Rückgrat der Wirtschaft bilden. Denn ans Glasfasernetz kommen zuerst Konzerne und Großunternehmen. Mit fünf Prozent ist nur ein Bruchteil der Gewerbestandorte mit Glasfaserkabel versorgt, der Rest muss mit langsamen Kupferanbindungen auskommen. Das ist gerade heute nicht hinnehmbar. Die Pandemie hat uns allen die Bedeutung von Bandbreite vor Augen geführt. Der schnelle Wechsel auf Homeoffice war zwar möglich, aber besonders bei sicheren und stabilen Webkonferenzen kam es häufig zu Einschränkungen. Zudem waren viele Unternehmen nicht darauf vorbereitet, ihre Mitarbeiter über einen sicheren VPN-Tunnel auf Unternehmensdaten zugreifen zu lassen. Unsere Analysen haben ergeben: Es fehlte in der Hochzeit der Krise neben Bandbreite auch an Know-how und Software.

Die OECD-Studie weist deutlich auf Umsatz- und Gewinnsteigerungen von Unternehmen hin, die mit Glasfaser ausgestattet sind. Woran hapert der Ausbau, wenn die wirtschaftlichen Folgen so frappierend einfach zu beschreiben sind?

Fornefeld: Mehr als die Hälfte der Gewerbestandorte stehen nicht nur ohne Glasfaser da, sondern fallen noch nicht einmal unter die Förderbedingungen des Bundes. Wir warten dringend auf das neue Förderprogramm des BMVI, um so genannte graue NGA-Flecken an die Glasfaser anzuschließen. Damit sollen Lagen gefördert werden, die bisher außen vor geblieben sind - also Standorte in Wohn- und Mischgebieten, in Verdichtungsräumen oder Einzellagen. Das wäre ein Durchbruch und würde der Digitalisierung der Unternehmen sehr zugute kommen.

Die Studie aus ihrem Hause "Die Bedeutung des Breitbandausbaus von Gewerbegebieten für Standortattraktivität und Unternehmenserfolg" hat belegt, dass die Glasfaser Kommunen zugute kommt, indem das schnelle Netz Gewerbe anzieht. Auch der Unternehmenserfolg hängt spürbar von der verfügbaren Bandbreite ab. Warum genau?

Fornefeld: Unternehmen mit hoher Bandbreite melden unserer Untersuchung zufolge nachweislich mehr Patente an. Sie investieren mehr in Prozessinnovationen sowie in Forschung und Entwicklung und kooperieren häufiger mit Forschungseinrichtungen. Sie orientieren sich also technologisch an der Spitze. Zudem zeigen sich einige frappierend einfache Entwicklungen: Mitarbeiter gehen seltener auf Geschäftsreisen, Verkehrsinfrastruktur und Standort nehmen in ihrer Bedeutung ab. Die Unternehmen mit Glasfaseranschluss partizipieren stärker von Digitallösungen der Arbeitswelt, etwa Homeoffice und E-Learning. Damit sind sie ihrem Wettbewerb auch in Sachen Mitarbeitergewinnung und -bindung voraus!

Herr Fornefeld, wenn Ihnen der Geschäftsführer einer Tischlerei mit 50 Mitarbeitern sagt, es brauche kein schnelles Internet, weil das Geld auf der Baustelle verdient werde. Was antworten Sie?

Fornefeld: Das Internet hat sich als wesentlicher Bestandteil der Kundenbindung etabliert. Ich war in Schreinereien, die haben Kunden ihr Produkt als 3D-Ansicht mittels Virtual Reality-Brille gezeigt. Das sind völlig neue Produkt-Erlebniswelten. Kunden wollen heute online sehen, wie sich ihr Produkt entwickelt, wie es aussieht. Da sind Bauzeichnungen oft zu abstrakt. In modernen Werkshallen lässt sich der Baufortschritt über Webcams mitverfolgen. Das Entstehen wird zum Erlebnis und das ganze Unternehmen wirkt modern, zuverlässig und zukunftsorientiert. Ein Unternehmer berichtete davon, dass sogar Rechnungen schneller bezahlt werden, seit die Kunden stärker in den Produktionsfortschritt eingebunden sind. Am Ende ist es doch so einfach!

Und wenn Sie dann genau der Geschäftsführer fragt, wie er sein Unternehmen auf die Digitalspur heben kann, was raten Sie?

Fornefeld: Ich rate ihm, seine Unternehmensprozesse zu hinterfragen und auf die Digitalisierung anzupassen. Nur, wer die gesamte Wertschöpfungskette digital abbildet, kann im Wettbewerb mithalten. Wer an der Spitze des Marktes mitspielen will, muss sein ganzes Unternehmen einem Digitalcheck unterziehen. Nicht zuletzt die Erfahrungen aus der Pandemie haben deutlich gemacht. Ein "geht irgendwie" darf es nicht mehr geben, Durchwurschteln war als Notlösung in der Krise opportun. Nun aber heißt es, strategisch vorgehen, Chancen rausspielen. Den Anpfiff macht die Glasfaser. Dann kommt es auf das Zusammenspiel an. Als Gewinner geht immer 'Team Digital' vom Platz!

Über MICUS Strategieberatung GmbH

MICUS Strategieberatung GmbH ist eines der deutschlandweit führenden Beratungsunternehmen in den Bereichen Breitbandausbau, Glasfasernetzplanungen, Geschäftsfeldentwicklungen sowie Digitalisierungsstrategien. Wir unterstützen und beraten unsere Kunden in ihren wichtigsten Entscheidungsprozessen. MICUS steht für maßgeschneiderte Lösungen und eine zielorientierte Umsetzung von Projekten. Seit unserer Gründung im Jahr 2000 lassen wir uns am Erfolg unserer Beratungsarbeit messen.

Unser Erfolg spiegelt sich an der Vielzahl zufriedener Kunden und den erfolgreichen Umsetzungen unserer Planungen wider. Nach unseren Plänen wurden bereits Breitbandprojekte in über 150 Landkreisen und Kommunen mit mehreren Millionen Einwohnern mit und ohne Förderung durchgeführt.

Pressekontakt:

Monika Rech-Heider
rheintext medien
Apenrader Straße 7
50825 Köln
Tel.: 0221/93119286
Email: monika.rech@rheintext.com

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