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Ausgezeichnet: Dieser Unterricht macht fit für den Verbraucheralltag

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Ausgezeichnet: Dieser Unterricht macht fit für den Verbraucheralltag

Verbraucherzentrale NRW verleiht Unterrichtspreis „Verbraucherbildung macht Schule!“ an drei Nachwuchslehrkräfte

Wie funktioniert Verbraucherschutz? Und warum ist er wichtig – gerade in der zunehmend digitalen Konsumwelt? Für ihre überzeugenden Unterrichtskonzepte zur Verbraucherbildung hat die Verbraucherzentrale NRW drei Nachwuchslehrkräfte aus Dorsten, Grevenbroich und Köln mit dem Unterrichtspreis „Verbraucherbildung macht Schule!“ ausgezeichnet. Im Beisein von NRW-Verbraucherschutzministerin und Schirmherrin Silke Gorißen erhielten sie am Montag, 27. April 2026, in Düsseldorf die mit jeweils 1.500 Euro dotierten Preise, die der Förderverein „Wir Verbraucher in NRW“ stiftet.

Kinder und Jugendliche treffen täglich Konsumentscheidungen – und werden dabei stark beeinflusst durch soziale Medien, Influencer:innen und den Wunsch nach Gruppenzugehörigkeit. „Umso wichtiger ist es, junge Menschen zu befähigen, kritisch zu hinterfragen und eigenverantwortlich zu handeln. Deshalb freuen wir uns, dass angehende Lehrkräfte Verbraucherthemen aufgreifen und in ihrem Unterrichtsportfolio verankern“, sagte Fördervereinsvorsitzende Inge Blask, die die Preise überreichte. Über die Vergabe hatte zuvor eine unabhängige Jury entschieden, besetzt mit Vertreter:innen aus den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung, dem Schul- sowie dem Verbraucherministerium NRW, der Wissenschaft sowie des Fördervereins „Wir Verbraucher in NRW“.

Verbraucherschutzministerin Silke Gorißen: „Wissen und Kompetenzen sind zentral, um als Verbraucherin oder Verbraucher selbstbestimmt zu handeln. Verbraucherbildung trägt damit auch zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe bei. Ich freue mich, dass wir mit diesem Unterrichtspreis gemeinsam einen Impuls setzen, damit Schülerinnen und Schüler ihre Rechte und Handlungsmöglichkeiten in Verbraucherfragen besser kennen. Die ausgezeichneten Unterrichtskonzepte zeigen, wie dies praxisnah und zukunftsorientiert gelingen kann. Herzlichen Glückwunsch an die ausgezeichneten Nachwuchslehrkräfte aus Dorsten, Grevenbroich und Köln!“

Verbrauchersicherheit auf Online-Marktplätzen

Auf der Höhe der aktuellen Diskussion setzt sich das Unterrichtskonzept von Preisträgerin Sophie Keens-Moeck aus Köln für die gymnasiale Unterstufe mit Maßnahmen zur Verbesserung der Verbrauchersicherheit auf Online-Marktplätzen auseinander. Plattformen wie Temu, Shein und ähnliche Anbieter dominieren den globalen Markt durch niedrige Preise und virales Marketing. Doch was passiert, wenn ein in der Ferne bestelltes Produkt - noch dazu für ein Kind - bereits kurz nach der Lieferung kaputt ist? „Das aufwendig gestaltete Arbeitsmaterial bietet eine fallbasierte Simulation mit deutlichem Lebensweltbezug. Es ermöglicht den Schüler:innen, Perspektiven aus Unternehmen, Verbraucherschutzinstitutionen und Verbraucher:innen einzunehmen, mit dem Ziel, Ideen für rechtliche Rahmenbedingungen des Verbraucherschutzes zu entwickeln und zu beurteilen“, urteilte die Jury.

Medienkompetenz als Schutz vor Einflussnahme

Berufschullehrerin Marie Klein aus Grevenbroich verbindet in ihrem ausgezeichneten Unterrichtskonzept Demokratie- und Verbraucherbildung mit Medienkompetenz. „Es ermöglicht den Schüler:innen durch die Einnahme verschiedener Perspektiven digitale Geschäftsmodelle, wie das Handeln von Influencer:innen, und politische Meinungsbildung zu hinterfragen und zu beurteilen. Hierfür hat Frau Klein digitale und analoge Materialien entwickelt, die den Schüler:innen selbstorganisiertes Stationenlernen ermöglicht“, lobte die Jury das Konzept.

Zum Kaufen verführt?

Im Internet und in Apps sollen manipulative Designs, Dark Patterns genannt, Nutzer:innen zu bestimmten Handlungen bewegen – etwa zum Kauf eines Produkts, zum Abschluss eines Vertrags oder zur Preisgabe von Daten. Aber auch Supermärkte und Kaufhäuser beeinflussen durch psychologische Tricks unsere Kaufentscheidungen. In ihrem mit dem Unterrichtspreis ausgezeichneten Konzept für Gymnasien hat Neslihan Keven aus Dorsten das Themenfeld „Bedürfnisse, Werbestrategien und Kaufanreize“ mit ungesundem Konsumverhalten sowie möglichen Schutzoptionen verknüpft. Die Jury befand: „Mit dem umfangreichen Material, das durch methodische Vielfalt geprägt ist, ist es Frau Keven sehr gut gelungen, dieses klassische und zugleich grundlegende sowie aktuelle Thema der Verbraucherbildung nah an der Lebenswirklichkeit der Schüler:innen zu vermitteln.“

Verbraucherbildung an NRW-Schulen stärken

„Ihr Ideenreichtum bei der Entwicklung der Unterrichtskonzepte zeigt, wie vielfältig Verbraucherbildung in verschiedenen Fächern und Kontexten integriert werden kann und dabei immer der Lebensweltbezug hergestellt wird, um die Inhalte greifbar zu machen“, würdigte Verbraucherzentralen-Vorstand Wolfgang Schuldzinski die Leistung der Preisträgerinnen. Ziel des neu geschaffenen Unterrichtspreises ist es, insbesondere Nachwuchslehrkräfte zu motivieren, Verbraucherbildung in ihrem fachspezifischen Unterricht aufzugreifen und so die Vermittlung von Alltags- und Verbraucherkompetenzen an Schulen in NRW nachhaltig zu stärken. Der Förderverein „Wir Verbraucher in NRW“, der die Arbeit der Verbraucherzentrale NRW ehrenamtlich begleitet, hat bereits beschlossen, den Unterrichtspreis auch 2027 wieder auszuloben.

Um die Arbeit der Lehrkräfte in Schulen zu Verbraucherthemen zu unterstützen, stellt die Verbraucherzentrale NRW darüber hinaus vielfältige Bildungsangebote rund um Finanzen, Recht und Verträge, Medien und digitale Welt, Ernährung und Gesundheit sowie Klimaschutz, Energie und Ressourcen zur Verfügung.

Weiterführende Informationen:

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Verbraucherzentrale NRW
Pressestelle
Helmholtzstr. 19
40215 Düsseldorf
Tel.: 0211/91380-1101
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