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09.12.2019 – 06:45

AOK Hessen

Suchtgefahr Selbstoptimierung - Alternativen zum ungesunden Gesundheitswahn

Die Grenze zwischen einem gesunden Lebensstil und einer ungesunden Selbstoptimierung ist oft fließend. Dank moderner Technik ist es mittlerweile möglich, den eigenen Körper zu tracken, zu messen und auszuwerten. Ob beim Sport, rund um die Ernährung oder sogar im Schlaf, viele Körperwerte können eigenständig optimiert werden, um möglichst gesund leben zu können. Entwickelt sich jedoch die Sorge um das eigene Wohlergehen zu einer Sucht, spricht man von einem ungesunden Gesundheitswahn. Die AOK Hessen informiert über Alternativen zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens.

Online-Presseinformation

Suchtgefahr Selbstoptimierung - Alternativen zum ungesunden Gesundheitswahn

Die Grenze zwischen einem gesunden Lebensstil und einer ungesunden Selbstoptimierung ist oft fließend. Dank moderner Technik ist es mittlerweile möglich, den eigenen Körper zu tracken, zu messen und auszuwerten. Ob beim Sport, rund um die Ernährung oder sogar im Schlaf, viele Körperwerte können eigenständig optimiert werden, um möglichst gesund leben zu können. Entwickelt sich jedoch die Sorge um das eigene Wohlergehen zu einer Sucht, spricht man von einem ungesunden Gesundheitswahn. Die AOK Hessen informiert über Alternativen zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens.

Jederzeit erreichbar zu sein und überall E-Mails abrufen zu können, gehört mittlerweile für viele Menschen zum Lebensstandard. Ähnlich verhält es sich mit Fitnessarmbändern, Smartwatches oder Apps. Gesundheitstracker sollen dabei helfen, ein besseres Bewusstsein für den eigenen Körper und das alltägliche Verhalten zu entwickeln. Der Trend zum Self-Tracking ist deshalb weit verbreitet. Die Auswertungen solcher Gesundheitstracker können genutzt werden, um Fitness und Gesundheit zu verbessern. Bei der dazu nötigen Bewertung der eigenen Daten ist es jedoch empfehlenswert, sich von einem Arzt beraten zu lassen. Dadurch können unnötige Sorgen vermieden und eine gesunde Balance erreicht werden, damit Self-Tracking nicht zum ungesunden Zwang oder gar zur Sucht wird.

So kann die Schlafqualität schon bis zu einem gewissen Maß durch Apps gemessen werden - doch die subjektiv empfundene Erholsamkeit der Nachtruhe ist bedeutender als eine Messung und Auswertung. Für die Schlaflänge gilt: Der empfohlene Durchschnittswert für einen Erwachsenen liegt zwar bei 7 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht. Doch jeder Mensch hat ein individuelles Schlafbedürfnis und muss daher in erster Linie selbst herausfinden, mit welcher Stundenzahl er sich am ausgeschlafensten fühlt.

Auch ordentliches Lüften vor dem Schlafengehen kann die Schlafqualität verbessern, denn es sorgt für ausreichend Sauerstoff in der Nacht. Außerdem ist es empfehlenswert, mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen den Fernseher und das Smartphone auszuschalten. Hintergrund: Das blaue Licht wirkt aktivierend und kann somit das Einschlafen erschweren.

Eine permanente Kontrolle des Körpergewichts kann in einen ungesunden Wahn führen. Kleine Schwankungen im Gewicht sind natürlich und gleichen sich oft ganz von schnell wieder aus. Nicht zuletzt bleibt der Köper mit einer natürlichen und ausgewogenen Ernährung fit und gesund. Ein dauerhafter Verzicht oder starke Einschränkungen wie durch einseitige Diäten sind in der Regel ungesund und können zudem zu Frust führen.

Sport trägt bei gesunder Ausführung zur Steigerung des Wohlbefindens bei und schafft nebenbei einen nötigen Ausgleich zum häufigen Sitzen im Büro.

Für das gute Gefühl, das die Bewegung mit sich bringt, muss jedoch nicht gleich ein Marathon gelaufen oder täglich 10.000 Schritte erzwungen werden. Ein 30-minütiges Ausdauertraining, dreimal pro Woche, reicht in der Regel aus, um das eigene Wohlbefinden zu steigern.

Bei Fragen kommen Sie gerne auf mich zu.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Richter

Nicole Richter
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