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08.02.2017 – 10:26

Familienbetriebe Land und Forst

Familienbetriebe Land und Forst: Ländlicher Raum braucht Öffnungsklauseln in allen Gesetzen und Vorschriften

Berlin (ots)

Nicht überall auf dem Land gibt es Abwanderung in die Städte. In einigen Regionen stemmen sich landwirtschaftliche Familienbetriebe erfolgreich gegen diesen Trend. In der am Mittwoch vorgestellten Studie "Innovation aus Tradition" hat das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung untersucht, was land- und forstwirtschaftliche Familienbetriebe für die Stabilität und Entwicklung des ländlichen Raums leisten können. "Die Studie zeigt, es kommt ganz besonders auf das persönliche Engagement jedes Einzelnen für lebendige Dorfstrukturen an", sagt der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Michael Prinz zu Salm-Salm. "Gemeinsinn statt Eigensinn ist der Schlüssel zum Erfolg."

"Wenn sich in einem Dorf gleich mehrere engagieren, lässt sich zwar der Trend hin zu den Großstädten nicht immer umdrehen, aber er lässt sich deutlich verlangsamen", so zu Salm. Besonders engagiert sind dabei die Inhaber der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe, denn sie sind ortsgebunden und haben deshalb ein besonderes Interesse, dass sich ihr Umfeld positiv entwickelt. Die Palette der Engagements reicht von Schulgründungen über kreative Tourismusprojekte bis zum Rufbus für Ältere. Außerdem unterstützen sie die Feuerwehr, engagieren sich im Naturschutz, in der Kommunalpolitik und in der Denkmalpflege.

Sie schaffen neue Arbeitsplätze auf dem Land durch innovative Geschäftsideen. "Damit übernehmen Familienbetriebe wichtige gesellschaftliche und soziale Aufgaben und können ein Stabilitätsanker im ländlichen Raum sein", so Dr. Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts. Er betont: "Je mehr Vereinsleben es gibt, desto stabiler sind gerade die kleineren Dörfer." Wichtig sei auch, dass es lokale Wertschöpfungsketten gibt, damit Arbeitsplätze in den Dörfern erhalten bleiben oder sogar neu entstehen. Dafür seien Unternehmer am Ort entscheidend. Klingholz: "Die land- und forstwirtschaftlichen Familienbetriebe spielen dabei eine wichtige Rolle, denn sie sind tief in ihren Dörfern verwurzelt und engagieren sich in der lokalen Zivilgesellschaft."

"Auf dem Land wird die wirtschaftliche Entwicklung jedoch durch starre bürokratische Hürden geradezu verhindert", kritisiert zu Salm. "Damit die Gemeinden flexibler handeln können, sollten alle Gesetze und Verwaltungsvorschriften eine spezielle Öffnungsklausel für ländliche Gebiete bekommen." Er plädierte für mehr Entscheidungsfreiraum und für deutlich mehr Entscheidungskompetenz für kleinere Gemeinden. Dadurch werden auch das Verantwortungsbewusstsein und der Zusammenhalt in den Dörfern gestärkt, die Basis für ein verantwortungsvolles und zukunftszugewandtes Miteinander der Bevölkerung.

Zu Salm: "Das wichtigste für alle Politiker muss es sein, dass sich insbesondere junge Familien auf dem Lande wohlfühlen oder sich sogar dort neu ansiedeln. Die Familie ist die Keimzelle von allem, ohne die das Leben auch auf dem Land keine Zukunft hätte."

Pressekontakt:

Anja-Katharina v. der Hagen
Leiterin
Presse und Kommunikation
Familienbetriebe Land und Forst e.V.
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
Tel.: 030 / 246304611
Fax: 030 / 246304629
hagen@fablf.de
www.fablf.de

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