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Steuer-Endspurt bis 31. Juli: Klassische Steuersoftware lohnt sich für viele nicht
Pressemitteilung
Steuer-Endspurt bis 31. Juli: Klassische Steuersoftware lohnt sich für viele nicht
Berlin, 22.07.2026 – Ende dieses Monats endet für viele Steuerpflichtige die Frist zur Abgabe der Steuererklärung. Fast jeder Fünfte erledigt die Steuererklärung noch mit einer klassischen Steuersoftware. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Finanztip. Der unabhängige Geldratgeber hat sechs installierbare Steuerprogramme sowie zwölf Steuer-Apps und Browserlösungen getrennt getestet. Das Ergebnis: Angestellte, Rentnerinnen und Rentner sowie Vermieter kommen mit Apps und Browserlösungen meist einfacher ans Ziel.
„Für die meisten lohnt sich die klassische Steuersoftware nicht mehr, App- und Browserlösungen sind deutlich komfortabler“, sagt Jörg Leine, Steuerexperte bei Finanztip. Schon der Einstieg gestaltet sich einfacher: „Verbraucherinnen und Verbraucher können die App- oder Browserlösung kostenlos ausprobieren. Bezahlt wird erst, wenn die Steuererklärung ans Finanzamt übermittelt wird“, so Leine. Eine verständlichere Sprache und eine einfache Bedienung machten die Programme zudem auch für Einsteiger attraktiv.
Klassische Software bleibt für komplexe Fälle wichtig
Apps und Browserlösungen stoßen allerdings auch an ihre Grenzen. „Wir sehen in unseren Tests zwar, dass viele Apps und Browserlösungen immer mehr steuerliche Themen bei der Einkommensteuer abdecken. Doch für Selbstständige, Gewerbetreibende und bei Umsatzsteuer-Themen empfehlen wir noch immer klassische Steuersoftware“, sagt Leine. Wer eine installieren möchte, kann auf die Empfehlungen von Finanztip setzen: Wiso Steuer 2026 gibt es etwa für rund 46 Euro für fünf Steuererklärungen pro Steuerjahr, im Abo wird’s günstiger (Gesamtbewertung 9,1 von 10). Knapp 22 Euro kostet Tax 2026 (8,6 von 10), Steuersparerklärung (Steuerjahr 2025) gibt es für rund 39 Euro (8,4 von 10) und Taxman 2026 (8,1 von 10) kostet knapp 35 Euro. Wer eine App verwenden möchte, fährt mit Wiso Steuer für rund 46 Euro und der kostenlosen App Check24 Steuer am besten.
Die Kosten für ein Steuerprogramm sind komplett in der Steuererklärung absetzbar, weil diese immer weniger als 100 Euro betragen. Angestellte können dies etwa als Werbungskosten in der Anlage N angeben.
Abgabefrist endet Ende Juli – freiwillige Abgabe lohnt sich oft
Die Frist für die Steuererklärung für das Steuerjahr 2025 endet am 31. Juli 2026. Allerdings nur für diejenigen, die zur Abgabe verpflichtet sind. Nach jüngsten Daten des Statistischen Bundesamts haben zuletzt 15,2 Millionen Steuerpflichtige eine Einkommenssteuererklärung abgegeben – davon erhielten 13,2 Millionen eine Steuererstattung. Diese lag bei durchschnittlich 1.240 Euro. Die jüngsten Daten beziehen sich auf das Steuerjahr 2022. Rund 12 Millionen Deutsche haben keine Steuererklärung abgegeben und dadurch in den meisten Fällen wahrscheinlich Geld verschenkt.
So hat Finanztip getestet
Finanztip hat zwölf Online-Steuererklärungen und Steuer-Apps und sechs Steuersoftware-Lösungen anhand von jeweils zwei Musterprofilen genau untersucht. Bei den beiden ersten wurden leichtere Musterfälle eines Angestellten verwendet. Für die klassische Steuersoftware wurde zusätzlich ein komplexerer Fall eines Selbstständigen berücksichtigt. Die Experten haben etwa darauf geachtet, dass alle wichtigen Punkte abgefragt werden. Aber auch die Darstellung, die Sprache und die Bedienung floss in die Bewertung ein.
80 Prozent der Deutschen geben an, eine Steuererklärung abzugeben. Rund ein Fünftel davon nutzt dafür klassische Steuersoftware. Die Umfragedaten beruhen auf einer repräsentativen Online-Befragung von Innofact im Auftrag von Finanztip, an der im April 2026 1.003 Personen teilgenommen haben. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
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