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Frankfurter Rundschau: Pressestimme zur Ukraine

Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau kommentiert den Ukraine-Konflikt:

Wer mit einem Finger auf Wladimir Putin zeigt, der zeigt mit dreien auf sich. Denn nach dem Ende der Sowjetunion sollte sollte ein Europa entstehen, das den Staaten einschließlich Russlands und deren Bürgern Sicherheit garantiert. Der Westen hat sich nicht ganz daran gehalten. Statt dessen erweiterten die Verantwortlichen etwa den Nordatlantikpakt bis zum Baltikum. Ein solches Fehlverhalten des Westens entschuldigt keineswegs Moskaus völkerrechtswidriges. Wer aber die Fehler des Westens berücksichtigt, rüstet ideologisch ab und verlässt zwangsläufig das Gut-Böse-Schema. Außerdem werden andere Auswege aus der Krise erkennbar. Steinmeier und seine Kollegen müssen mit der Faust in der Tasche verhandeln. Und sie werden weiter Kröten schlucken müssen. Das ist das Ziel einer paneuropäischen Kooperation aber wert.

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