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Im Fokus: Dekolonialisierung und Drittelparität

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Im Fokus: Dekolonialisierung und Drittelparität

Um die Dekolonialisierung in Namibia und das Mitbestimmungsrecht von Studierenden in Form der Drittelparität, die es an der Universität bis 1977 gab, geht es in zwei Vorträgen im Rahmen der Reihe „Rückblick – Einblick – Ausblick. Streifzüge durch 50 Jahre Universität Bremen“ anlässlich des diesjährigen runden Geburtstags der Universität. Sie finden am 1. und 8. Juli 2021 um 18 Uhr per Zoom statt. Es sind die letzten beiden Veranstaltungen in diesem Sommersemester in der Reihe. Sie wird im Wintersemester ab dem 28. Oktober 2021 fortgesetzt.

In dem Vortrag am 1. Juli 2021 referiert Professor Manfred Hinz zunächst über ein langjähriges Projekt in Namibia, das ab den 1970er Jahren zur Dekolonialisierung beitragen sollte. Er schildert, wie das Projekt in dem südafrikanischen Land seinen Anfang in den ersten Jahren der Universität nahm. Anlass waren die führende Rolle der Bremischen Wirtschaft beim Erwerb der Kolonie Deutsch-Südwestafrika (1884-1915) und das in der Öffentlichkeit der 1970er Jahre weitgehende Desinteresse an der politischen Auseinandersetzung über die Zukunft des vom Apartheid-Regime Südafrikas besetzten Gebietes. Ziel war es, ein Projekt in Gang zu bringen, das sich nicht nur in Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit mit dem Kolonialismus und den Anstrengungen befassen sollte. Vielmehr ging es auch um eine praktische Unterstützung des Kampfes um Selbstbestimmung in Namibia.“ Mit der Übergabe an die namibischen Partner endete das Projekt im Jahr 2010.

Professorin Alisha M. B. Heinemann geht danach in ihrem Vortrag auf das Thema Decolonize University ein – ein Schlagwort, das seinen Ursprung in den ehemals kolonialisierten Ländern Afrikas und Südamerikas hat und zunehmend auch in Deutschland und an deutschen Universitäten diskutiert wird. Dabei bleibt es oft sehr diffus. Es geht unter anderem darum, Wege zu identifizieren, auf denen Universitäten strukturell koloniale Hierarchien reproduzieren. Ziel ist es, sie neu zu entwerfen und Alternativen in die Praxis umzusetzen.

Professor Manfred Hinz ist im Ruhestand und hatte an der Universität Bremen eine Professur für Öffentliches Recht, Politische Soziologie und Rechtssoziologie im Ruhestand. Alisha M. B. Heinemann ist Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Bildungsverläufe und Diversität der Universität Bremen.

Der Doppelvortrag wird digital über Zoom angeboten. Ein Zugang ist entweder über die Zoom-App oder folgenden Link möglich:#

https://uni-bremen.zoom.us/j/96524986085?pwd=MFFJV0dKeEEwNzVLazJSUVRQRlJvdz09

Zoom-ID: 965 2498 6085

Passcode: 480726

Vortrag zur Mitbestimmung von Studierenden am 8. Juli 2021

„Mehr als studentische Mitbestimmung – Die Drittelparität an der Universität Bremen von der Gründung bis 1977“ – so heißt der Vortrag am 8. Juli 2021 der Historikerin Dr. Birte Gräfing. Sie geht sowohl auf die gleichberechtigte Beteiligung der Studierenden zur Gründungszeit der Universität ein als auch während des laufenden Betriebs in den ersten Jahren. Hier gab es bis 1977 die sogenannte Drittelparität, in der Hochschullehrende, Studierende und Mitarbeitende im Akademischen Senat und allen anderen Gremien der Universität gleichberechtigt waren. 1977 nahm das Bremische Hochschulgesetz es zurück. Gräfig wird in ihrem Vortrag unter anderem auf die Kritikpunkte und positiven Aspekte des Modells eingehen.

Dr. Birte Gräfing hat an der Universität Bremen Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaft studiert. Sie war Wissenschaftliche Mitarbeiterin und hat an der Universität Bremen zum Thema: „Bildungspolitik in Bremen von 1945 bis zur Gründung der Universität 1971“ promoviert.

Der Vortrag wird digital über Zoom angeboten. Der Zugang ist entweder über die Zoom-App oder folgenden Link möglich:

https://uni-bremen.zoom.us/j/93454020995?pwd=MzlWR21RdWNMM01hVmUydVZBNXBadz09

Zoom-ID: 934 5402 0995

Passcode: 248856

Reihe zur 50-jährigen Geschichte der Universität

Die Vortragsreihe „Rückblick – Einblick – Ausblick. Streifzüge durch 50 Jahre Universität Bremen“ wird vom Institut für Geschichtswissenschaft (Neuere und Neueste Geschichte) in Kooperation mit dem Universitätsarchiv Bremen organisiert. Im Zentrum stehen die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der einstigen Reformuniversität vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.

50 Jahre Universität Bremen – wir bedanken uns bei unseren Partnerinnen und Partnern:

• Alumni der Universität Bremen e.V.

• AOK – Die Gesundheitskasse

• Bremen NEXT

• Bremen Vier

• Die Sparkasse Bremen

• Gesellschaft der Freunde der Universität Bremen und der Jacobs University

• Stiftung Bremer Wertpapierbörse

• Weser-Kurier

• WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH

Weitere Informationen:

• Informationen und Anmeldedaten zur gesamten Vortragsreihe finden Sie hier:

www.unihb.eu/streifzuege

• Lesen Sie alles rund um 50 Jahre Universität Bremen: www.uni-bremen.de/50jahre

• Service für die Medien: Unter diesem Link finden Sie weitere Pressetexte und Fotos zur Universität Bremen und zu den Themen rund um 50 Jahre Universität Bremen: www.uni-bremen.de/50-jahre/presse

• Hashtags: #UniBremen50 / #OffenSeit1971 / #50JahreWarum

Fragen beantworten:

Prof. Dr. Cornelius Torp

Instituts für Geschichtswissenschaft

Fachbereich Sozialwissenschaften

Universität Bremen

Telefon: 0049 (0)421 - 218 67235

E-Mail: cornelius.tor@uni-bremen.de

Sigrid Dauks

Leitung, Universitätsarchiv Bremen

Telefon: +49 421 218-60 390

E-Mail: dauks@uni-bremen.de

Universität Bremen
Hochschulkommunikation und -marketing
Telefon: +49 421 218-60150
E-Mail:  presse@uni-bremen.de

Über die Universität Bremen:
Leistungsstark, vielfältig, reformbereit und kooperativ – das ist die Universität Bremen. Rund 23.000 Menschen lernen, lehren, forschen und arbeiten auf dem internationalen Campus. Ihr gemeinsames Ziel ist es, einen Beitrag für die Weiterentwicklung der Gesellschaft zu leisten. Mit gut 100 Studiengängen ist das Fächerangebot der Universität breit aufgestellt. Als eine der führenden europäischen Forschungsuniversitäten pflegt sie enge Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit. Gemeinsam mit neun jungen Universitäten und vier assoziierten Mitgliedern aus dem Hochschul-, Nichtregierungs- und privaten Bereich gestaltet die Universität Bremen in den nächsten Jahren eine der ersten Europäischen Universitäten. Das Netzwerk YUFE – Young Universities for the Future of Europe wird von der EU-Kommission gefördert. In der Region ist die Universität Bremen Teil der U Bremen Research Alliance. Die Kompetenz und Dynamik der Universität haben zahlreiche Unternehmen in den Technologiepark rund um den Campus gelockt. Dadurch ist ein bundesweit bedeutender Innovations-Standort entstanden – mit der Universität Bremen im Mittelpunkt.



 
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