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FW-SE: Kräfte aus dem Kreis Segeberg bei Deichverteidigung gefordert

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Maasholm / Bad Segeberg (ots)

Am vergangenen Freitag, den 20.10.2023 kam es durch Sturmtief "Aline" und anhaltenden Regen in der westlichen Ostsee zu einer schweren Sturmflut mit stark erhöhten Wasserständen (mehr als 2 Meter über dem mittleren Wasserstand).

Infolge der Sturmflut kam es unter anderem in Maasholm (Kreis Schleswig-Flensburg) zu mehreren Beschädigungen des vorhanden Deiches.

In Maasholm seien zwar keine Deichabschnitte zerstört worden, dennoch gäbe es dort sehr große Lücken, so Landrat Wolfgang Buschmann gegenüber den Lübecker Nachrichten. An einem zehn Kilometer langen Deichabschnitt gebe es acht größere Lücken.

Aufgrund einer neu erwarteten Sturmflut erfolgte die Anforderung durch den Kreis Schleswig-Flensburg an das "Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein" weitere Kräfte in den Bereich zu verlegen. Am Morgen des 24.10.2023 wurde die 8. Brandschutzbereitschaft des Landes Schleswig-Holstein aus dem Kreis Segeberg in den Alarmzustand versetzt.

Durch diesen Alarm verlegten 66 Kameradinnen und Kameraden der Wehren aus Kisdorf, Kaltenkirchen, Ellerau, Leezen, Sülfeld, Alveslohe, Trappenkamp, Henstedt-Ulzburg zum Sammelpunkt an die Feuerwache Kaltenkirchen.

An der Feuerwache erfolgte durch den Kreiswehrführer Jörg Nero eine Einweisung in die aktuelle Lage. Zu diesem Zeitpunkt wurde mit einer Einsatzdauer von ca. 12 Stunden gerechnet.

Nach der Einweisung fuhr die Bereitschaft in Kolonne in das ca. 130 km entfernte Maasholm, welches um 13:10 Uhr erreicht wurde.

Vor Ort wurde schnell klar, dass aufgrund der hohen körperlichen Anstrengung sowie der Wetterlage von 11°C, Regen und 20 km/h Wind an eine zeitnahe Ablösung zu denken ist.

Aufgrund der neuen Erkenntnisse verlegten um 17:30 Uhr, 64 Einsatzkräfte aus den Wehren Trappenkamp, Schmalfeld, Ellerau, Henstedt-Ulzburg, Kisdorf, Kaltenkirchen, Alveslohe, Bad Bramstedt, Leezen, Sülfeld von der Feuerwache Bad Bramstedt nach Maasholm.

Einsatzbefehl für die Kräfte vor Ort: Zusammen mit den vor Ort befindlichen Einsatzkräften von Bundeswehr, Technisches Hilfswerk, Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein und der örtlichen Gefahrenabwehr den Deichbruch, sowie Flutfolgeschäden auf ca. 50 Metern zu beseitigen.

Hierfür wurden Paletten von Sandsäcken, welche jeweils ein Gewicht bis 14kg hatten, durch Radlader zum zerstörten Deichabschnitt gefahren. Von hier aus hieß es in einer Kette aus Helfern die Sandsäcke an die richtige Position zu setzen.

Da auch am Abend ein Einsatzende nicht abzusehen war, wurde eine dritte Schicht zusammen mit Kräften aus der 1. Feuerwehrbereitschaft aus den Wehren Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg, Nahe, Ellerau, Rohlstorf, Negernbötel, Klein Rönnau und Bad Bramstedt mit Einsatzende gegen 9 Uhr mobilisiert.

Dank der guten Zusammenarbeit der Kräfte vor Ort, konnte das von der Einsatzleitung geplante Ziel sogar übertroffen werden betont Kreiswehrführer Jörg Nero. "Eine klasse Leistung!", so Nero weiter.

Insgesamt waren die 180 Einsatzkräfte aus dem Kreis Segeberg mit sechs LF KatS (Vom Land gestellte Löschfahrzeuge für den Katastrophenschutz), drei Zugführungsfahrzeugen sowie einem Einsatzleitwagen, div. Mehrzweckfahrzeugen zum Personaltausch vom Zeitpunkt der Alarmierung bis zur Wiederankunft an der Feuerwache rund 27 Stunden im Einsatz. Die Technische-Einsatzleitung, Kreiswehrführung und die Untere Katastrophenschutzbehörde arbeiteten im Backoffice zu. Am Dienstag waren rund 1500 Helferinnen und Helfer an der Schlei im Einsatz.

Rückfragen bitte an:

Kreisfeuerwehrverband Segeberg
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Patrick Juschka
E-Mail: p.juschka@kfv-segeberg.de

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