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Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Grenzpolizeiliche Bilanz der Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Deutlicher Anstieg bei illegalen Einreiseversuchen und Schleusungsdelikten

Bundespolizeidirektion München: Grenzpolizeiliche Bilanz der Bundespolizeiinspektion Rosenheim / Deutlicher Anstieg bei illegalen Einreiseversuchen und Schleusungsdelikten
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Rosenheim (ots)

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim hat zu ihrer grenzpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung im zurückliegenden Jahr Bilanz gezogen: Rund 3.340 Personen sind 2022 im Grenzabschnitt zwischen Chiemsee und Zugspitze unerlaubt eingereist oder wurden beim Versuch festgestellt. Das entspricht im Vergleich zum Jahr 2021 mit annähernd 2.000 Personen einem Anstieg von 67 Prozent. Deutlich angestiegen ist auch die Anzahl der von der Rosenheimer Bundespolizei festgestellten Schleusungsfälle.

Zu den Hauptherkunftsländern der unerlaubt eingereisten Personen zählten vor allem Syrien, die Türkei und Afghanistan. Über ein Drittel der unerlaubten Einreisen stellten die Beamtinnen und Beamten der Rosenheimer Bundespolizei, zu der auch das Revier in Garmisch-Partenkirchen gehört, im grenzüberschreitenden Zugverkehr fest. Die anderen knapp zwei Drittel sind auf Feststellungen insbesondere an der Inntalautobahn (A93) sowie den Nebenverkehrsstrecken im deutsch-österreichischen Grenzgebiet zurückzuführen. Busse spielen dabei mit rund 1.100 unerlaubt Einreisenden eine fast ebenso große Rolle wie Pkw und Transporter mit insgesamt etwa 1.000 Fällen. Rund 65 Prozent der festgestellten Personen musste Deutschland nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen. Circa 17 Prozent wurden an eine Aufnahmestelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet. Den verbliebenen Personen wurde in Abhängigkeit der vorliegenden Voraussetzungen entweder die Weiterreise gestattet, sie wurden in die Obhut von Jugendämtern übergeben oder in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Mit rund 170 Beschuldigten nahmen die Bundespolizisten der Rosenheimer Inspektion 2022 im Übrigen knapp 60 Schleuser mehr als noch im Vorjahr fest. Polizeidirektor Ludger Otto, fasst das zurückliegende Jahr wie folgt zusammen: "Wir haben aus grenzpolizeilicher Sicht ein anstrengendes Jahr hinter uns gebracht. Die Entwicklung im Bereich der Schleusungskriminalität zeigt, dass unsere grenzpolizeilichen Kontrollen nach wie vor eine Vielzahl an Festnahmen nach sich ziehen, die immer wieder auch erfolgreiche Ansätze für die Ermittlung von Hintermännern liefern. Bereits der G7-Gipfel, der im vergangenen Jahr im Zuständigkeitsbereich der Inspektion stattgefunden hat, war eine besondere grenzpolizeiliche Herausforderung. Allerdings muss in diesem Zusammenhang auch herausgestellt werden, dass der deutliche Anstieg gerade bei den unerlaubten Einreiseversuchen erst in den Monaten nach der Gipfelveranstaltung zum Tragen gekommen ist. Die Arbeit ist also nicht weniger geworden, ganz im Gegenteil", so der Leiter der Bundespolizeiinspektion Rosenheim.

Ausgewählte Fälle des Jahres 2022:

   - Rosenheim (1. Dezember 2022): Elf Männer müssen beim Zughalt in 
     Rosenheim aussteigen - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5385393
   - Garmisch-Partenkirchen (21. November 2022): Zwölf Migranten mit 
     Regionalzug über die Grenze - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5376896
   - Kiefersfelden (20. November 2022): Fünfter Geschleuster kauert 
     zwischen Gepäck - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5375953
   - Aschau im Chiemgau (15. November 2022): Verfolgungsfahrt mit 
     Migranten im Kofferraum bei über 200 km/h - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5372147
   - Rosenheim (23. Oktober 2022): 19 Migranten aus Afghanistan, 
     Syrien und der Türkei im Nachtzug - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5352439
   - Kiefersfelden (22. Oktober 2022): Mutmaßlicher Schleuser nach 
     gescheiterter Absetzung in Untersuchungshaft - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5352447
   - Weyarn (21. Oktober 2022): Sicherheit egal - Hauptsache viele - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5350890
   - Mittenwald (17. Oktober 2022): Menschen wie Pakete auf 
     Ladefläche gepfercht - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5346859
   - Kiefersfelden (29. August 2022): Bundespolizei nimmt neun 
     Insassen eines Reisebusses in Gewahrsam - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5309029
   - Kiefersfelden (22. August 2022): Afghanischer Migrant in Fußraum
     gepfercht - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5303413
   - Oberaudorf (16. Mai 2022): Fünf Geschleuste - davon einer im 
     Kofferraum - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5223559
   - Mittenwald (8. Mai 2022): Erst auf Lkw-Ladefläche, dann in Auto 
     "gepfercht" - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5217543
   - Rosenheim (31. März 2022): 24-köpfige Migrantengruppe im 
     Eurocity - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5186497
   - Rosenheim / Köln (16. Februar 2022): Schlag gegen europaweit 
     agierende Schleuserbande - 
     https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5149654

Rückfragen bitte an:

Dr. Rainer Scharf
________________________________________________
Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle
Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 8026-2200 | Fax: 08031 8026-2199
E-Mail: rainer.scharf@polizei.bund.de
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de
Internet: www.bundespolizei.de | Twitter: bpol_by


Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie
über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de
sowie unter www.twitter.com/bpol_by.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell

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