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04.12.2020 – 13:19

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Ohne Mundschutz, ohne Fahrkarte und obendrein renitent

Bundespolizeidirektion München: Ohne Mundschutz, ohne Fahrkarte und obendrein renitent
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Rosenheim (ots)

Ein 27-Jähriger hat die Bundespolizei am Donnerstagmorgen (3. Dezember) in Rosenheim mehrere Stunden beschäftigt. Auf Wunsch eines Zugbegleiters hin sollte der Syrer den Regionalzug aus München am Rosenheimer Bahnhof verlassen. Der Fahrgast wollte weder einen Mundschutz tragen, noch verfügte er über eine Fahrkarte. Doch aus dem Zug auszusteigen, entsprach offenkundig nicht den Vorstellungen des renitenten Mannes.

Den verständigten Bundespolizisten gegenüber machte der syrische Staatsangehörige deutlich, dass er trotz fehlender Fahrkarte und trotz fehlender Mund-Nasen-Bedeckung die Absicht habe, weiterzufahren. Als gutes Zureden nicht mehr zielführend war, halfen die Beamten dem Mann mithilfe eines Festhaltegriffs zwangsweise aus dem Wagen. Da er sich lediglich mit einem abgelaufenen syrischen Pass ausweisen konnte, sollte er ihnen zur Klärung seines Aufenthaltsrechts zum Dienstraum im Bahnhofsgebäude folgen. Doch auch dies entsprach wohl nicht seinen Plänen, sodass er dorthin ebenfalls mit Zwang geführt werden musste. Hiergegen wehrte er sich gewaltsam und versuchte vergeblich, sich loszureißen und zu flüchten.

Nachdem sich der festgenommene Syrer beruhigt hatte, konnte er einer eingehenden Personenkontrolle unterzogen werden. Wie sich herausstellte, ist der Flüchtling im Landkreis Vorpommern-Rügen gemeldet. Wegen Fahrgeld- und Gewaltdelikten war er in der Vergangenheit bereits aufgefallen und befand sich zwischen August und November dieses Jahres sogar in Haft. Seine letzte Strafanzeige wegen einer fehlenden Fahrkarte hatte er noch am selben Morgen von der Bundespolizei in München bekommen. Zu den neuen Tatvorwürfen wollte er sich in der Rosenheimer Bundespolizeiinspektion nicht mehr äußern. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Er wird sich voraussichtlich schon bald wegen Leistungserschleichung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu verantworten haben.

Rückfragen bitte an:

Dr. Rainer Scharf
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. Sie
geht zwischen Chiemsee und Zugspitze besonders gegen die
Schleusungskriminalität vor. Im etwa 200 Kilometer langen Abschnitt
des deutsch-österreichischen Grenzgebiets wirkt sie zudem der
ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt die
Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern und
in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden oder Bahnanlagen. Der bahn- und grenzpolizeiliche
Verantwortungsbereich der rund 450 Inspektionsangehörigen erstreckt
sich auf die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen,
Garmisch-Partenkirchen sowie auf die Stadt und den Landkreis
Rosenheim. Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte
Kontaktadresse, unter www.twitter.com/bpol_by oder
www.bundespolizei.de.

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