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03.04.2019 – 14:44

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Bundespolizei sorgt für "Gefängnis-Zulauf"

Bundespolizeidirektion München: Bundespolizei sorgt für "Gefängnis-Zulauf"
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Rosenheim / A93 (ots)

Die Kontrollen der Rosenheimer Bundespolizei sorgen immer wieder für einen regen "Gefängnis-Zulauf". So haben die Beamten etwa am Dienstag (2. April) einen Gambier ins Gefängnis nach Bernau eingeliefert. Bei der Kontrolle des 23-Jährigen im EuroCity aus Italien stellten die Beamten fest, dass gegen ihn wegen falscher Angaben ein Strafbefehl vorlag. Da er die vorgesehene Geldstrafe in Höhe von 600 Euro nicht zahlen konnte, musste er eine 60-tägige Haftstrafe antreten.

Ebenso erging es einer Brasilianerin, die von Bundespolizisten in einem Fernreisebus auf der A93 kontrolliert wurde. Auch sie musste für 60 Tage ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft München suchte mit einem Haftbefehl nach der Frau. Die 33-Jährige verfügte nicht über die geforderten 2.400 Euro wegen Trunkenheit im Verkehr und wurde ersatzweise in die Traunsteiner Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Mangels finanzieller Möglichkeiten musste auch ein Deutscher in Haft. Die Personalien des Pkw-Beifahrers wurden in der Kontrollstelle auf der Inntalautobahn überprüft. Wie sich herausstellte lag gegen den 40-Jährigen ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Traustein vor. Da er die von der Justiz vorgesehenen 1.600 Euro wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis nicht aufbringen konnte, musste er für 40 Tage in die Bernauer Haftanstalt.

Am Bahnhof in Rosenheim wurde ein Rumäne anlässlich einer Fahrpreisnacherhebung wegen einer fehlenden Zugfahrkarte kontrolliert. Die Bundespolizisten fanden heraus, dass der 46-Jährige vom Amtsgericht Starnberg wegen zweifachen Hausfriedensbruchs zu einer Geldstrafe von insgesamt 1.200 Euro verurteilt worden war. Mangels finanzieller Möglichkeiten hat der Mann eine 120-tägige Freiheitsstrafe zu verbüßen. Er wurde ins Bernauer Gefängnis gebracht.

Die Staatsanwaltschaft Mainz suchte mit einem Haftbefahl nach einem somalischen Staatsangehörigen. Der 23-Jährige, der von der Bundespolizei im Zug zwischen Kufstein und Rosenheim kontrolliert wurde, hatte wegen Leistungserschleichung noch Justizschulden in Höhe von 750 Euro offen. Über den festgesetzten Betrag verfügte der Afrikaner nicht. Daher muss er ersatzweise 50 Tage lang in die Justizvollzugsanstalt Bernau.

In diesem Gefängnis wird sich auch ein Deutscher vier Monate lang aufzuhalten haben. Der 55-Jährige war mit dem Pkw auf der A93 in Richtung Rosenheim unterwegs. Auf Höhe Kiefersfelden wurde er gestoppt. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass er von der Staatsanwaltschaft Bielefeld gesucht wurde. Laut Haftbefehl war der Mann wegen Missbrauchs von Titeln und Berufsbezeichnungen verurteilt worden.

Rückfragen bitte an:

Rainer Scharf
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. In
einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt des
deutsch-österreichischen Grenzgebiets begegnen die etwa 420
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der illegalen Migration und gehen
vor allem gegen die Schleusungskriminalität vor. Der bahn- und
grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Auf über 370
Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen die
Bundespolizisten zwischen Chiemsee und Zugspitze für die Sicherheit
der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten
Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

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