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Polizei Hamburg

POL-HH: 260821-3. Bilanz der Kontrolltage: Elektrokleinstfahrzeuge im Fokus der Polizei Hamburg

POL-HH: 260821-3. Bilanz der Kontrolltage: Elektrokleinstfahrzeuge im Fokus der Polizei Hamburg
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Hamburg (ots)

Zeit: 18.08.2026 bis 20.08.2026; Ort: Hamburger Stadtgebiet

Unter der Leitung der Hamburger Verkehrsdirektionen führten insgesamt 289 Einsatzkräfte in den vergangenen drei Tagen Kontrollen mit dem Fokus auf Elektrokleinstfahrzeugen (eKF) durch.

Die Beamtinnen und Beamten der Verkehrsdirektionen (VD 2-4 und 6), der Schutz- und Wasserschutzpolizei sowie Polizeikräfte aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein überprüften insgesamt 974 Fahrzeuge, darunter 585 eKF, und 837 Personen und leiteten in diesem Zusammenhang folgende Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein:

Straftaten

   - 31 x Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz
   - 23 x Fahren ohne Fahrerlaubnis
   - 3 x Verdacht der Urkundenfälschung
   - 1 x Fahren unter dem Einfluss von Alkohol
   - 1 x Fahren unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln
   - 13 x sonstige Straftaten

Ordnungswidrigkeiten

   - 179 x Parkverstoß
   - 55 x Missachtung roter Ampeln durch (26 x Kraftfahrzeugführende 
     und 29 x Fahrradfahrende)
   - 42 x verbotene Handynutzung (17 x Kraftfahrzeugführende und 25 x
     Fahrradfahrende)
   - 16 x Fehler beim Abbiegen und Wenden
   - 15 x Fahren unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln
   - 9 x Missachtung der Anschnallpflicht
   - 6 x Geschwindigkeitsverstoß
   - 2 x Kind nicht ordnungsgemäß gesichert
   - 384 x sonstige Ordnungswidrigkeiten

Des Weiteren stellten die Beamtinnen und Beamten insgesamt 19 Mängelmeldungen - zum Beispiel wegen nicht mitgeführter Dokumente oder technischer Mängel - aus und ordneten 17 Blutprobenentnahmen an. Zudem untersagten sie 61 Fahrzeugführenden vorläufig die Weiterfahrt und stellten elf Fahrzeuge und elf Führerscheine sicher.

Im Rahmen der Präventionsarbeit führte die Verkehrsdirektion 6 (VD 6) eine Aktion unter dem Tenor "Elektrokleinstfahrzeuge" im Westfield Center im Stadtteil HafenCity durch. Besucherinnen und Besucher konnten sich an einem Informationsstand mit einem Parcours und auch an einem Fahrsimulator praxisnah informieren. Vertreter von Interessenverbänden und Unternehmen, die sich partnerschaftlich mit der Polizei der Verkehrssicherheit widmen, brachten zusätzliche fachliche Perspektiven ein.

Es kam zu folgenden Besonderheiten:

Am Dienstag überprüften Einsatzkräfte der VD 3 zwei Minderjährige auf einem E-Scooter. Hierbei stellten die Beamtinnen und Beamten fest, dass für das eKF keine Versicherung vorlag und die Bremsen des Fahrzeuges nur sehr eingeschränkt funktionierten. Darüber hinaus ermittelten die Polizeikräfte vor Ort, dass der E-Scooter Geschwindigkeiten bis zu 51 km/h erreichen konnte und nicht den Vorschriften entsprach. Die Kinder wurden ihren Erziehungsberechtigten übergeben, die Weiterfahrt untersagt und ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Verdachts des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet. Einige Stunden später fiel einer der Kinder den Polizistinnen und Polizisten erneut fahrenderweise mit den E-Scooter auf, sodass die Einsatzkräfte ein weiteres Strafverfahren einleiteten.

Ein 40-Jähriger befuhr am Mittwoch verbotswidrig die Fußgängerzone Seevepassage mit seinem eKF und wurde daraufhin von Polizeikräften überprüft. Der Mann legte den Beamtinnen und Beamten ein augenscheinlich gefälschtes, bulgarisches Ausweisdokument vor. Das mutmaßliche Falsifikat wurde beschlagnahmt. Die Identität des türkischen Mannes konnte vor Ort zweifelsfrei festgestellt werden, sodass er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort entlassen wurde. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet.

Auf der Bundesautobahn (BAB) 25 fiel den Einsatzkräften der VD 4 ein Paketdienstfahrer aufgrund einer auffälligen Fahrweise auf. Im Rahmen der anschließenden Verkehrskontrolle ergab ein freiwillig Atemalkoholtest einen Wert von 2,22 Promille, sodass sich der Verdacht des Fahrens unter dem Einfluss von Alkohol ergab. Die Beamtinnen und Beamten ordneten eine Blutprobenentnahme beim 65-jährigen deutschen Staatsangehörigen an, untersagten ihm die Weiterfahrt und leiteten ein Strafverfahren ein.

In der Walddörfer Straße überprüften Polizeikräfte eine 27-jährige Fahrerin eines Smarts. Hierbei stellten sie fest, dass die Frau das Fahrzeug führte, ohne im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zu sein. Ihr wurde die Weiterfahrt untersagt, das Auto auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und ein Strafverfahren gegen die 27-Jährige eingeleitet. Bei der Überprüfung ihres 44-jährigen Beifahrers stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Mann Betäubungsmittel (Kokain) und rund 3.000 Euro Bargeld mit sich führte. Bei einer anschließenden Durchsuchung der gemeinsamen Wohnanschrift fanden die Beamtinnen und Beamten weitere Betäubungsmittel (Kokain und Marihuana) sowie weiteres Bargeld und Verpackungsmaterialien auf und stellten diese sicher. Der 44-Jährige wurde nach erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen und ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Handelns mit Betäubungsmitteln eingeleitet.

Die Polizei Hamburg wird auch weiterhin Verkehrskontrollen durchführen, um die Sicherheit auf Hamburgs Straßen zu erhöhen und die Verkehrsteilnehmenden zu sensibilisieren.

Wen.

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