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13.01.2021 – 12:31

Polizei Hamburg

POL-HH: 210113-2. Acht vorläufige Festnahmen nach Drogendelikten in Hamburg -Jenfeld

Hamburg (ots)

Tatzeit: 12.01.2021, 18:25 Uhr Tatort: Hamburg-Jenfeld, Lichtenberger Straße

Gestern Abend haben Zivilfahnder des Polizeikommissariats 38 (PK 38) sieben Männer und eine Frau vorläufig festgenommen. Alle stehen im Verdacht, Betäubungsmitteldelikte begangen zu haben. Die Frau kam vor den Haftrichter.

Den Beamten war eine Wohnanschrift in der Lichtenberger Straße aufgefallen, die offensichtlich immer wieder für kurze Zeit von wechselnden Personen aufgesucht wurde. Nachdem erneut ein Mann die Anschrift nach einem kurzen Aufenthalt wieder verlassen hatte, überprüften sie diesen. Der 43-jährige Deutsche führte einen Beutel mit rund fünf Gramm Marihuana bei sich. Das Betäubungsmittel wurde beschlagnahmt, der Mann mangels Haftgründen vor Ort wieder entlassen.

Da der Verdacht bestand, dass der 43-Jährige die Drogen in der zuvor angelaufenen Wohnung erworben hatte, ordnete die Staatsanwaltschaft Hamburg deren sofortige Durchsuchung an. Unter Hinzuziehung von Spezialkräften wurde die Wohnung betreten und hierin eine 21-jährige Deutsche, ein 38-jähriger Iraner und ein 43-jähriger Deutscher angetroffen.

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten etwa 500 Gramm Marihuana, hundert Gramm Kokain, mehrere Feinwaagen, 510 Euro mutmaßliches Dealgeld sowie umfangreiches professionelles Equipment zum Portionieren und Verpacken von Betäubungsmitteln. Außerdem stellten sie in der Wohnung mehrere Messer, einen Schlagstock und vier hochwertige Pedelecs und Fahrräder sicher, von denen zwei bereits Diebstählen im Hamburger Stadtgebiet zugeordnet werden konnten.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen agierte die 21-jährige Frau in der Wohnung offenbar als Verkäuferin des Rauschgifts. Die Wohnung scheint ausschließlich dem Zweck des Drogenhandels gedient zu haben und nicht dauerhaft bewohnt worden zu sein. Die beiden Männer hielten sich mutmaßlich zum Drogenerwerb dort auf. Sowohl die 21-Jährige, als auch die mutmaßlichen Drogenkäufer wurden vorläufig festgenommen.

Während des Einsatzes erschien an der Rückseite des Hauses ein 24-jähriger Deutscher, der durch lautes Rufen zu der mutmaßlichen Dealerin in der Wohnung Kontakt aufnahm. Nachdem er den Polizeieinsatz bemerkt hatte, flüchtete er zu Fuß. Als Fahnder ihn nur wenig später anhielten und kontrollierten, fanden sie bei ihm etwa zehn Gramm Marihuana und nahmen ihn ebenfalls vorläufig fest.

Während der polizeilichen Maßnahmen fuhr weiterhin ein 46-jähriger Türke mit dem Auto vor und wollte augenscheinlich ebenfalls die betreffende Wohnung aufsuchen. Die Polizisten kontrollierten ihn und stellten hierbei fest, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis und offenbar erheblich berauscht war. Auch diesen Mann nahmen die Beamten vorläufig fest und ließen ihm eine Blutprobe entnehmen.

Kurz vor Abschluss des Polizeieinsatzes erschein noch ein 33-jähriger Deutscher an der Wohnung, mutmaßlich um Betäubungsmittel zu erwerben. Die Überprüfung des Mannes führte zum Auffinden von circa zehn Gramm Marihuana, so dass die Beamten ihn vorläufig festnahmen.

Ebenfalls vorläufig festgenommen wurde ein 35-jähriger Syrer, der im Verlauf der Durchsuchung an der Wohnung erschienen war. Seine Tatbeteiligung wird geprüft.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die festgenommenen Männer alle mangels Haftgründen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die 21-Jährige wird von Ermittlern des Rauschgiftdezernats (LKA 68) einem Haftrichter zugeführt.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Ka.

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Nina Kaluza
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