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POL-HK: Heidekreis: Verkehrsunfallstatistik 2025 für den Landkreis Heidekreis

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Heidekreis (ots)

16.04.2026 / Verkehrsunfallstatistik 2025 für den Landkreis Heidekreis

Heidekreis: Der Leiter der Polizeiinspektion Heidekreis, Leitender Polizeidirektor Jens Heuchert, stellte gemeinsam mit dem Leiter Einsatz, Polizeirat Dennis Schrader, sowie dem Sachbearbeiter Verkehr, Polizeihauptkommissar Christoph Vorwerk, am heutigen Tag die Verkehrsunfallstatistik 2025 für den Landkreis Heidekreis vor.

Im Jahr 2025 ereigneten sich auf den Straßen im Heidekreis insgesamt 5.598 Verkehrsunfälle. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer leichten Zunahme um 126 Unfälle (+ 2,26 %). Deutlich angestiegen ist hingegen die Zahl der verletzten Personen. Insgesamt wurden 989 Menschen leicht und 108 schwer verletzt. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2024 noch 920 Leicht- und 91 Schwerverletzte registriert. Zudem verloren 14 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben (2024: 10).

Auch bei den E-Scooter-Fahrenden ist ein deutlicher Anstieg der Unfallzahlen festzustellen. Während im Jahr 2023 noch 21 Unfälle registriert wurden, waren es 2024 bereits 43 und im Jahr 2025 schließlich 53. Die Zahl der leicht verletzten Personen stieg in diesem Bereich sogar um rund 48 Prozent auf 40 (2024: 27). Zudem wurden drei Personen schwer verletzt, nachdem es im Vorjahr keine Schwerverletzten gegeben hatte.

"Die Entwicklung im Bereich der E-Scooter beobachten wir mit großer Aufmerksamkeit. Die steigenden Unfallzahlen sowie die zunehmende Zahl verletzter Personen zeigen deutlich, dass hier ein wachsendes Risiko im Straßenverkehr besteht. Insbesondere unerfahrene Nutzerinnen und Nutzer sowie das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss tragen zu dieser Entwicklung bei. Wir werden daher auch weiterhin verstärkt Kontrollen durchführen und mit gezielter Präventionsarbeit auf die besonderen Gefahren bei der Nutzung von E-Scootern hinweisen", so der Leiter Einsatz, Dennis Schrader.

Auf den Bundesautobahnen 7 und 27 sank die Zahl der Verkehrsunfälle leicht auf 1.172 (2024: 1.220). Gleichzeitig stiegen jedoch die Zahlen der Verletzten: 322 Menschen wurden leicht (2024: 297) und 28 schwer verletzt (2024: 23). Fünf Menschen verloren auf den Autobahnabschnitten im Heidekreis ihr Leben (2024: 3).

Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Einfluss von berauschenden Mitteln stieg insgesamt von 93 auf 97. Während die Unfälle unter Alkoholeinfluss (81 auf 74) sowie unter Medikamenteneinfluss (6 auf 2) rückläufig waren, stieg die Zahl der Unfälle unter Einfluss von Betäubungsmitteln deutlich von 6 auf 21.

"Die Polizeiinspektion Heidekreis hat ihre internen Fortbildungsmaßnahmen zur besseren Erkennung von Drogen-, Medikamenten- und körperlich bedingten Einschränkungen im Straßenverkehr für den Einsatz- und Streifendienst verstärkt und die Kontrolltätigkeiten weiter intensiviert. Neben der dadurch verbesserten Erkennung entsprechender Auffälligkeiten könnte auch die Teil-Legalisierung von Cannabis eine Rolle bei der Entwicklung spielen.", erklärt Polizeihauptkommissar Christoph Vorwerk den deutlichen Anstieg.

Auffällig ist auch die Entwicklung bei der Beteiligung von Kindern an Verkehrsunfällen. Die Zahl stieg von 83 im Jahr 2024 auf 110 im Jahr 2025 an (+ 32,5 %). Auch die Zahl der schwer verletzten Kinder erhöhte sich von 5 auf 9, die der leicht verletzten von 66 auf 76. Im Jahr 2025 kam kein Kind im Straßenverkehr ums Leben. Die Entwicklung zeigt jedoch, dass insbesondere junge Verkehrsteilnehmende weiterhin eines besonderen Schutzes und verstärkter Präventionsmaßnahmen bedürfen.

Der Leitende Polizeidirektor Jens Heuchert resümiert: "Die Verkehrsunfallentwicklung im Heidekreis für das Jahr 2025 ist aus polizeilicher Sicht nicht zufriedenstellend. Zwar ist die Gesamtzahl der Unfälle weitgehend stabil geblieben, jedoch verzeichnen wir mehr Leicht- und Schwerverletzte sowie leider auch mehr Getötete als im Vorjahr. Das zeigt deutlich, dass wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen dürfen. Auch die steigenden Unfallzahlen im Bereich der E-Scooter verdeutlichen, dass neue Formen der Mobilität zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen. Wir werden auch weiterhin einen besonderen Fokus auf die Hauptunfallursachen Geschwindigkeit und mangelnde Fahrtüchtigkeit legen und Kontrollmaßnahmen sowie die Verkehrspräventionsarbeit auf hohem Niveau beibehalten. Dabei richten wir unseren Blick insbesondere auf die Risikogruppen Kinder, junge Fahrerinnen und Fahrer sowie Seniorinnen und Senioren. Aber die meisten Verkehrsunfälle passieren nicht einfach nur, sondern haben fast immer eine verhaltensbezogene Ursache! Daher gilt: Jeder Verkehrsteilnehmende kann durch vorsichtiges und achtsames Verhalten zu einem Mehr an Verkehrssicherheit beitragen!"

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Heidekreis
Tarek Gibbah
Telefon: +49 5191 9380-104
E-Mail: pressestelle@pi-hk.polizei.niedersachsen.de

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