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Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Südhessen: Über 60 Einsatzkräfte kontrollieren 24 Reisebusse bei länderübergreifendem Einsatz/Gravierende Mängel - Fahrgäste müssen mit Ersatzfahrzeugen weiterreisen

Südhessen (ots)

Im Laufe des Donnerstag (09.04.) haben insgesamt über 60 Einsatzkräfte im Zuge einer länderübergreifenden Kontrolle im Rahmen der Sicherheitskooperation der Länder Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz 24 Reisebusse genauer unter die Lupe genommen. Unterstützt wurden die Polizistinnen und Polizisten von Mitarbeitern des Bundesamtes für Logistik und Mobilität, des Zolls und der Regierungspräsidien Darmstadt und Unterfranken.

Nur sechs der Busse blieben ohne Beanstandung. In 18 Fällen stellten die Beamten teils gravierende Mängel fest. Viermal untersagten die Polizisten die Weiterfahrt an Ort und Stelle und erhoben insgesamt rund 22.000 Euro an Sicherheitsleistungen für erkannte Verstöße.

Einem Reisebus aus Osteuropa musste die Weiterfahrt untersagt werden, weil bei der technischen Durchsicht festgestellt wurde, dass die Haltebänder der Druckspeicher der Druckluftbremsanlange korrodiert waren. Eines der beiden Haltebänder hing bereits lose an der Befestigungsschraube. Die Vorstellung des Reisebusses bei einer technischen Prüfstelle ergab noch weitere erhebliche Mängel. Das Unternehmen musste für die 15 Fahrgäste ein Ersatzfahrzeug organisieren. Die Fahrer konnten die Fahrt zudem deswegen nicht fortsetzen, weil sie die Arbeitstätigkeiten der vergangenen Tage nicht nachweisen konnten. Sie mussten daher eine Zwangspause einlegen.

Ein Reisebus aus der Balkanregion fuhr mit einer mehrfach gerissenen Bremsscheibe in die Kontrollstelle. Die Fahrt war somit auch hier beendet. Die wenigen Fahrgäste reisten anschließend in einem Ersatzfahrzeug weiter.

Ein Reisebus aus Südosteuropa im internationalen Linienbetrieb wurde von den Ordnungshütern aus dem Verkehr gezogen, weil eine hinzugezogene technische Prüfstelle erhebliche Mängel feststellte. Die Abgasreinigungsanlage war nicht in Betrieb, der Bus verlor Kraft- und Schmierstoffe und wies zudem kapitale Rostschäden am Rahmen auf. Für die Fahrgäste ging es somit erst mit einem Ersatzbus weiter.

Einem osteuropäischen Busunternehmen konnte die Weiterfahrt nicht gestattet werden, weil an dem eingesetzten Reisebus ein sogenannter "Emulator" festgestellt wurde, welcher die Abgasanlage (AdBlue-System) manipulierte. Durch den Einsatz des Gerätes war die Abgasreinigung des Reisebusses außer Betrieb gesetzt. Weiterhin wies der Bus einen abgefahrenen Reifen auf. Auch dieses Unternehmen musste ein Ersatzfahrzeug für die zehn Fahrgäste entsenden.

Bei der Überprüfung des Reisegepäcks eines osteuropäischen Fahrgasts wurde festgestellt, dass der Mann illegal 12 Kilogramm Schweinefleisch mitführte. Das Veterinäramt stellte die Ware sicher und prüft nun zunächst, ob der Erreger der afrikanischen Schweinepest ausgeschlossen werden kann.

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