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21.11.2019 – 12:08

Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

POL-KS: Falsche Polizeibeamte ergaunern 20.000 Euro: Kripo sucht Zeugen der Geldabholung in der Langenbeckstraße

Kassel (ots)

Kassel-Süd:

Betrüger haben am gestrigen Mittwoch mit der miesen Masche der "falschen Polizeibeamten" in der Kasseler Südstadt 20.000 Euro ergaunert. Da das erbeutete Geld durch die Tochter des Opfers auf einer Mülltonne in der Langenbeckstraße abgelegt und kurze Zeit später offenbar durch die unbekannten Täter abgeholt wurde, erhoffen sich die mit dem Fall betrauten Ermittler der EG SÄM der Kasseler Kriminalpolizei, Hinweise durch Zeugen zu erhalten.

Täter täuschen Seniorin am Telefon

Wie die aufnehmenden Beamten des Polizeireviers Mitte von der Anzeigenaufnahme berichten, hatte die Betrugsmasche wie üblich über das Telefon begonnen. Ein Betrüger gab sich zunächst gegen 11:30 Uhr gegenüber der hochbetagten Seniorin aus Kassel als Beamter der Kriminalpolizei aus. Er erklärte der Frau, dass ihr Name auf der Liste einer bekannten Einbrecherbande stehe und sie ihr Geld der Polizei geben soll, um es vor einem Einbruch in Sicherheit zu bringen. Durch die geschickte Gesprächsführung ließ der listige Betrüger die eingeschüchterte Frau glauben, dass tatsächlich bei ihr eingebrochen werden soll. Sie berichtete danach ihrer im gleichen Haus wohnenden 52-jährigen Tochter von dem Anruf und dem bevorstehenden Einbruch. Die ebenfalls verängstigte Tochter fuhr dann mit der Seniorin zur Abholung des Geldes in eine Bankfiliale.

Geldablage auf einer Mülltonne

Nach Hause zurückgekehrt rief der vermeintliche Polizist erneut an und gab den beiden Frauen weitere Anweisungen für die Abholung des Geldes durch die "Polizei". Die 52-Jährige, die von dem Betrüger extrem unter Druck gesetzt wurde, legte das in einer Plastiktüte verpackte Geld gegen 15 Uhr auf einer Mülltonne des Hauses Langenbeckstraße 59 ab. Da der Täter am Telefon glaubhaft erklärt hatte, dass es vor dem Haus zu einem Schusswechsel kommen könnte, ging die 52-Jährige nach der Geldablage schnell in ihre nahegelegene Wohnung zurück. Als die beiden Frauen kurze Zeit später den Notruf der richtigen Polizei wählten, bemerkten sie schließlich, dass sie einem Betrug aufgesessen waren. Das Geld in der Tüte hatte ein unbekannter Täter zu diesem Zeitpunkt bereits abgeholt.

Die Ermittler der EG SÄM suchen nach Zeugen, die die Geldabholung in der Langenbeckstraße 59 beobachtet haben oder Hinweise auf die Täter geben können. Zeugen melden sich bitte bei der Polizei Kassel unter Tel.: 0561- 9100.

Tipps der Polizei

Um sich vor der miesen Masche zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:

   - Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung. 
   - Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel 
     Polizisten, den Dienstausweis. 
   - Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der 
     die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer 
     der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die 
     Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher 
     währenddessen vor der abgesperrten Tür warten. 
   - Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. 
   - Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen 
     Verhältnissen preis. 
   - Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie 
     einfach auf. 
   - Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. 

Ulrike Schaake Pressestelle Tel. 0561 - 910 1021

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Nordhessen
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Pressestelle

Telefon: 0561/910 10 20 bis 23
Fax: 0561/910 10 25
E-Mail: poea.ppnh@polizei.hessen.de

Außerhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: 0561-910-0
E-Mail: ppnh@polizei.hessen.de

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