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03.01.2019 – 12:18

Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle Marburg-Biedenkopf

POL-MR: Warnhinweis der Polizei - Aktuell sind wieder falsche Polizisten am Telefon aktiv!;

Marburg-Biedenkopf (ots)

Warnhinweis der Polizei - Aktuell sind wieder falsche Polizisten am Telefon aktiv!

Marburg: In Marburg registrierte die Polizei am Donnerstagvormittag, 3.Januar zwischen 9 und 9.30 Uhr bislang drei Anrufe mutmaßlicher Betrüger. Den ausgesuchten, älteren Personen wurde vorgespielt, es sei ein Mitarbeiter der Kriminalpolizei Marburg am Telefon. Der Anrufer befragte die potentiellen Opfer unter anderem eingehend zu ihren Bankverbindungsdaten. Zu einem Schaden kam es bislang nicht. Bei den Anrufen wurde von den Verdächtigen eine Festnetznummer mit Marburger Vorwahl genutzt, die dem Anschluss der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf sehr ähnlich ist. Erfahrungsgemäß setzen die professionellen Betrüger bei dieser Masche das sogenannte "Call ID Spoofing" ein. Dabei wird im Display des Angerufenen eine Nummer angezeigt, die vortäuscht, die Polizei habe angerufen. Dadurch wollen die mutmaßlichen Täter ihre wahre Identität verschleiern! Die Täter sind in der Lage, jede beliebige Telefonnummer im Display "aufleuchten" zu lassen. Drücken Sie daher niemals die Wahlwiederholung der angezeigten Telefonnummer! Wählen Sie die Notrufnummer 110 oder die Festnetznummer der zuständigen Polizei, die Sie im Telefonbuch oder über das Internet ermitteln können. Betroffene, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, setzen sich bitte mit der Kriminalpolizei in Marburg, Tel. 06421- 4060, in Verbindung.

Phänomen Anruf durch falsche Polizeibeamte Meist ältere Menschen werden von den Tätern angerufen. Diese täuschen durch geschickte Gesprächsführung vor, dass sie Beamte der örtlichen Polizei, der Staatsanwaltschaft oder des Bundeskriminalamtes sind und dass sich die Opfer in einer Gefährdungslage befinden. Wahrheitswidrig wird den Opfern meist vorgespielt, dass man gegen eine Tätergruppe ermittelt und im Rahmen dieser Ermittlungen sei bekannt geworden, dass die Betroffenen ebenfalls Opfer eines Einbruchs werden sollen und bei bereits erfolgten Festnahmen seien Notizen mit deren Namen und Anschriften sichergestellt worden. Unter dem Eindruck dieser konkreten Gefährdung erlangen die Täter umfangreiche Informationen über Bargeldbestände sowie die Art und Höhe von Geldanlagen bei Banken. Die ersten Gespräche mit den Opfern dauern oft Stunden und werden an folgenden Tagen fortgesetzt. Die Betroffenen werden zu absoluter Verschwiegenheit gegenüber Jedermann verpflichtet, insbesondere gegenüber der örtlichen Polizei, den Bankmitarbeitern sowie Familienangehörigen. Den Anrufern, gelingt es nicht selten, ihre Opfer dahingehend zu manipulieren, dass diese ihre kompletten Ersparnisse abheben und an vermeintliche Polizisten, Beamte des BKA oder Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft übergeben bzw. an Personen im Ausland überweisen. Bei den von Täterseite verwendeten Telefonnummern handelt es sich oft um die echten Nummern von Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Polizeidienststellen, es werden jedoch auch Notfallnummern generiert, d.h. die Ortsvorwahl -110, die es in Wirklichkeit so nicht gibt. Die Tatbegehungsweise schädigt das Vertrauen der Bürger zur Polizei und Staatsanwaltschaft erheblich. Neben den Opfern und den Tätern sind auch ggf. Banken, die das Geld an die Senioren/ Seniorinnen auszahlen, involviert. Wichtig ist hier vor allem, dass ältere Menschen, die eine größere Summe von ihrem Bankkonto abheben wollen, im Verdachts- oder Zweifelsfall direkt durch Bankmitarbeiter / Bankmitarbeiterinnen angesprochen werden. Durch aufmerksame Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen von Banken sind in der Vergangenheit bereits einige Senioren/ Seniorinnen davor bewahrt worden, Opfer dieser perfiden Betrugsmasche zu werden.

Jürgen Schlick

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Raiffeisenstraße 1
35043 Marburg
Telefon: 06421-406 120
Fax: 06421-406 127

E-Mail: poea-mr.ppmh@polizei.hessen.de
http://www.polizei.hessen.de/ppmh

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