POL-W: W Mutmaßlicher Betrüger auf frischer Tat festgenommen - Gemeinsame Presserklärung der Staatsanwaltschaft und der Polizei Wuppertal
Wuppertal (ots)
Am vergangenen Freitag (22.05.2026) nahmen Ermittler der Polizei Wuppertal einen 43-jährigen ukrainischen Staatsbürger sowie eine 39-jährige ukrai-nische Staatsbürgerin fest, die im Verdacht stehen, bei einem professionell betriebe-nen Anlagebetrug mitgewirkt zu haben. Der Festnahme vorausgegangen war die Anzeigenerstattung eines 66-jährigen Wuppertalers. Dieser gab an, seit April diesen Jahres Opfer eines Betru-ges geworden zu sein. Über eine Internetwerbung sei er auf eine Online-Plattform aufmerksam geworden, die suggerierte, mit einem geringen Startkapital große Ge-winne erzielen zu können. Nach einer Erstinvestition von 250 Euro wurden ihm angeblich erwirtschaftete Ge-winne vorgespiegelt. In der Folgezeit wurde er mehrfach über einen Messengerdienst aufgefordert, noch weitere Gelder zu investieren. Hierzu sollte er Beauftragten der angeblichen Online-Börse erhebliche Bargeldsum-men übergeben. In dem Glauben, eine gewinnträchtige Geldanlage zu tätigen, über-gab er im April und Mai an sechs verschiedenen Tagen insgesamt 350.000 Euro an als Geldboten erscheinende Personen. Schließlich wurde er misstrauisch und wand-te sich an die Polizei. Als er weiteres Bargeld in Höhe von knapp 100.000 Euro übergeben sollte, erfolgte der Zugriff der Ermittler. Die als angebliche Geldboten erscheinenden Beschuldigten wurden vorläufig festgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden beide Tatverdächtigen am 23.05.2026 einem Haftrichter vorgeführt, welcher antragsgemäß Haftbefehl erließ. Die Haftbefehle wurden gegen strenge Auflagen außer Vollzug ge-setzt. Die Polizei rät: Beim Kapitalanlagebetrug handelt es sich um das derzeit gehäuft auftretende Phänomen des "Cybertrading", bei welchem die Täter vorgeben, das Geld ihrer Opfer in ertragreiche Kapitalanlagen zu investieren. Dies geschieht in Wirklichkeit jedoch nie. Statt Gewinne zurückzuzahlen, zielen die Täter allein darauf ab, möglichst viel Geld von den Geschädigten zu erlangen. Diesbezüglich arbeiten die weltweit organisierten Tätergruppierungen mit einer hohen kriminellen Energie und erscheinen demnach zunächst glaubwürdig und sind in ihren Vorgehensweisen sehr erfinderisch und überzeugend. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, Geld über eine Internet- oder Cryptoplattform zu investieren, informieren Sie sich vorher ausgiebig, ob es sich um eine vertrauenswürdige Plattform handelt. Hier hilft zum Beispiel der Internetauftritt der BaFin (www.bafin.de) , aber auch allgemeine eigene Recherchen im Internet. Weitere Tipps der Polizei finden Sie auch hier: https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/trading-scam/
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