POL-PDKO: Verkehrsunfallstatistik der Polizeiinspektion Andernach für das Jahr 2025
Andernach (ots)
Die Polizei Andernach ist neben der Straftatenverfolgung und Abwehr von Gefahren auch für die Aufnahme von Verkehrsunfällen zuständig. Hierbei betreut sie einen Zuständigkeitsbereich, der die Stadt Andernach einschließlich ihrer Stadtteile, die Verbandsgemeinde Weißenthurm sowie die Verbandsgemeinde Pellenz umfasst. Alljährlich veröffentlicht die Polizei Andernach die Verkehrsunfallstatistik, um die Unfallentwicklungen darzustellen.
Im Jahr 2025 kam es im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Andernach zu 2677 Verkehrsunfällen. Im Vergleich zum Jahr 2024 wurden 85 Verkehrsunfälle mehr registriert (+3,3 %).
Leichte Zunahmen bei den verletzten Personen, keine tödlich Verletzten
Im Jahr 2025 kam es in 10,9 % der Verkehrsunfälle zu Personenschäden. Die Zahl der hierbei verletzten Menschen stieg um 42 Personen auf 387 (+12 %). Im Jahr 2025 gab es keinen Verkehrstoten zu beklagen.
Zahl der Unfallfluchten sinkt weiter
Der rückläufige Trend bei dem Straftatenbestand des "Unerlaubten Entfernens vom Unfallort" setzte sich auch 2025 fort. Insgesamt entfernten sich im Jahr 2025 zwar immer noch 588 Unfallbeteiligte unerlaubt vom Unfallort, allerdings konnten durch die Beamten der Polizeiinspektion Andernach mithilfe von Zeugen und anderen Beweis-mitteln 225 Fälle geklärt werden. Die Aufklärungsquote lag mit 38,3% auf dem Vorjahresniveau.
Unfallzahlen mit Kindern und jungen Fahrern sinken
Erfreulicherweise sind auch die Zahlen bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Kindern (0 bis 14 Jahre) und jungen Fahrern (18 bis 24 Jahre) gesunken. In Bezug auf die jungen Fahrer ist ein Rückgang um 12,1 % auf 473 Verkehrsunfälle feststell-bar. Kinder waren bei Verkehrsunfällen um 3,2 % weniger als im Vorjahr beteiligt (30 Fälle). Die Polizei Andernach wird jedenfalls die bereits bestehende verkehrserzieherische Erstausbildung in Kindergärten und Grundschulen sowie die bestehenden Präventionsprogramme für junge Fahrer fortführen.
Unfallzahlen bei Senioren steigen
Bei den Verkehrsunfallzahlen unter Beteiligung von Senioren ab einem Alter von 65 Jahren ist leider eine Zunahme festzustellen. Während im Jahr 2024 noch 613 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Senioren aufgenommen wurden, waren es im Jahr 2025 2,3 % mehr (627 Fälle). In 72,1 % der Unfälle mit Seniorenbeteiligung wurde ihre Fahrverhalten als unfallursächlich eingeschätzt. Bereits seit Februar 2026 bietet die Polizei Andernach deshalb zusätzliche Beschulungen zur Verkehrssicherheitsarbeit mit Senioren durch das "Präventionsteam Andernach" an, um diese Zielgruppe zu sensibilisieren.
Mehr Verkehrsunfälle mit E-Scootern
Während bei den Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Fahrrädern, Pedelecs oder motorisierten Zweirädern mit amtlichen Kennzeichen die Verkehrsunfallzahlen konstant bleiben oder sogar leicht fallende Tendenzen aufweisen, steigen die Zahlen bei der Beteiligung von Verkehrsunfällen mit E-Scootern (in der Fachsprache als Elektro-kleinstfahrzeuge bezeichnet) an. Während sich im Jahr 2024 noch 17 Verkehrsunfälle unter Beteilung von E-Scootern ereigneten, kam es im Jahr 2025 schon zu 30 Fällen.
Verkehrsunfälle unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen steigen
Im Jahr 2025 wurden durch die Polizeiinspektion Andernach 52 Verkehrsunfälle bearbeitet, bei denen die Beeinflussung eines Unfallbeteiligten mit berauschenden Mitteln, also Drogen oder Alkohol, vorlag (+10 Fälle im Vergleich zum Vorjahr). In 44 Fällen konnte eine Beeinflussung durch Alkoholgenuss, in sechs Fällen eine Beeinflussung durch THC und in zwölf Fällen eine Beeinflussung von anderen berauschen-den Mitteln festgestellt werden. Eine Simultanbeeinflussung der Verkehrsteilnehmer ist bei der Betrachtung der einzelnen Werte zu berücksichtigen.
Hauptunfallursachen verändern sich kaum
Nach wie vor sind Fehler beim Abbiegen, beim Wenden oder beim Rückwärtsfahren zu 23,9 % für Verkehrsunfälle ursächlich, mangelnder Sicherheitsabstand führte in 12,5 % der Fälle zu einem Verkehrsunfall und Vorfahrtsverstöße sind zu 6,8 % ursächlich.
"Wir nehmen die leichte Zunahme bei Verkehrsunfällen unter Alkohol- bzw. Drogenbeeinflussung zum Anlass, künftig in diesem Bereich gezielte Kontrollmaßnahmen durchzuführen, um Verstöße aufzudecken. Auch Bürgeranliegen, die Hinweise auf mögliche neue Unfallschwerpunkte geben, werden in der Planung dieser Kontrollmaßnahmen berücksichtigt. Die Fallzahlensteigerung bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Senioren oder E-Scootern werden wir nutzen, um die Vortragsangebote des Präventionsteams der Polizei Andernach auszubauen.", so Polizeioberrat Martin Hoch, Leiter der Polizeiinspektion Andernach.
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