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31.05.2019 – 12:25

Polizeipräsidium Westpfalz

POL-PPWP: Am 3. Juni ist Weltfahrradtag - Die Polizei informiert und gibt Tipps

Kaiserslautern (ots)

2018 haben die Vereinten Nationen den 3. Juni zum Weltfahrradtag erklärt. Damit soll die Bedeutung des Fahrrads für die Gesundheit der Menschen, die Lebensqualität in den Städten und das weltweite Klima herausgestellt werden.

Fahrräder gewinnen auch im Straßenverkehr eine immer größere Bedeutung. Dabei ist es wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen. Insbesondere Zweiradfahrer sind einem höheren Verletzungsrisiko ausgesetzt, weil sie ohne "Knautschzone" unterwegs sind.

Zur Vermeidung von Unfällen können die Radfahrer aber schon durch einfache Verhaltensregeln beitragen.

Tragen Sie einen Helm! So banal diese Aussage klingt, so sehr zeigt die Realität im alltäglichen Straßenverkehr, dass diese Botschaft noch nicht bei allen Radlern angekommen ist. Helmträger verringern das Risiko für schwere Kopfverletzungen bei einem Sturz erheblich. Deshalb: Helle Köpfe tragen Helm.

   - Tragen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit einen geeigneten Helm, um
     Ihren Kopf vor schweren Verletzungen zu schützen. 
   - Neue Modelle haben durch moderne Materialeigenschaften einen 
     hohen Tragekomfort. 

Seien Sie ein Vorbild für Ihre Kinder.

   - Achten Sie auf intelligent angebrachte Reflektoren am Helm, um 
     zusätzlich die Sichtbarkeit zu erhöhen. 
   - Tragen Sie nur zertifizierte Helme. 

Sehen und gesehen werden Eine einwandfrei funktionierende Beleuchtungsanlage mit Nabendynamo und LED-Technik sowie reflektierende Elemente an Kleidung und Taschen erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr um ein Vielfaches. Eine fest montierte dynamobetriebene Lichtanlage ist für alle Fahrräder und E-Bikes vorgeschrieben. Blinklichter sind verboten. Für alle Fahrräder gilt, dass sie mit Reflektoren ausgestattet sein müssen: Zwei gelbe Rückstrahler pro Pedal, je zwei gelbe in den Speichen des Vorder- und Hinterrades, zwei rote am Heck und ein weißer Rückstrahler an der Vorderseite. Front- und Heckreflektor dürfen in Scheinwerfer oder Rückleuchte integriert sein. Statt der Speichenreflektoren sind auch so genannte "Reflexstreifen" auf den Reifenflanken zugelassen. Für die Beleuchtung wird die Verwendung moderner LED-Technik empfohlen. Sie ist deutlich heller als herkömmliche Beleuchtung und zudem wartungsärmer und langlebiger. Durch die Nutzung eines effektiven Nabendynamos, Standlichtfunktion vorne und hinten sowie Tagfahrlicht können Radfahrer Ihre Sichtbarkeit auch tagsüber merklich verbessern. Auch die Kleidung sollte hell und im Optimalfall mit reflektierenden Elementen versehen sein.

   - Achten Sie darauf, dass alle vorgeschriebenen 
     Beleuchtungseinrichtungen angebracht und funktionstüchtig sind. 
   - Wer gut gesehen wird verringert das Unfallrisiko erheblich. 
   - Tragen Sie helle Kleidung mit Reflektoren. 

Weitere Hinweise zur Verkehrssicherheit:

   - Fahren Sie vorausschauend und halten Sie sich stets bremsbereit. 
   - Vergewissern Sie sich, dass die Bremsanlage Ihres Rades 
     funktionstüchtig ist. 
   - Benutzen Sie ausschließlich Fahrbahnen, die für Fahrräder 
     geeignet und zugelassen sind. 
   - Umfahren Sie keine rote Ampel mit dem Fahrrad. Dies stellt nicht
     nur eine Ordnungswidrigkeit dar, sondern birgt zusätzlich ein 
     hohes Unfallrisiko für Sie und andere Verkehrsteilnehmer. 
   - Steigen Sie an Fußgängerüberwegen von Ihrem Fahrrad ab, um 
     diesen für alle erkennbar, bevorrechtigt und sicher überqueren 
     zu können. 
   - Verzichten Sie in Ihrem und im Sicherheitsinteresse anderer auf 
     Alkohol und Drogen auch beim Radfahren. 
   - Das Einnehmen von Medikamenten vor der Teilnahme am 
     Straßenverkehr sollten Sie  mit Ihrem Arzt absprechen. 
   - Telefonieren Sie nicht während der Fahrt. Ihr Leben ist zu 
     kostbar, um es durch ein Telefongespräch zu gefährden. 
   - Verzichten Sie auf die Benutzung von Kopfhörern. Durch das 
     Tragen eines Kopfhörers können Sie die Verkehrsgeräusche nicht 
     mehr störungsfrei wahrnehmen. 

Diebstahlschutz Fahrräder und vor allem E-Bikes sind beliebt wie nie zu vor. Doch leider nicht nur bei ihren Fahrern, sondern auch bei vielen Langfingern. Die Fallzahlen von Fahrraddiebstählen sind seit Jahren unverändert hoch. Untersuchungen zeigen, dass etwa jedes sechste gestohlene Fahrrad gar nicht oder nur unzureichend gesichert war. Hochwertige Räder, Pedelecs und E-Bikes kosten nicht selten mehrere tausend Euro - der Aufwand eines dieser Zweiräder zu entwenden bleibt jedoch derselbe. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Drahtesel und vor allem auch das elektrische Zweirad ausreichend sichern und auch versichern.

Kleine Billigschlösser halten einen geübten Langfinger nicht auf. Denn mit einem Seitenschneider und anderen Hilfsmitteln ist ein Low-Budget-Schloss in der Regel schnell geknackt und der Dieb samt Bike über alle Berge.

Der beste Diebstahlschutz ist ein stabiles Fahrradschloss. Achten Sie beim Kauf auf nachfolgende Aspekte:

   - Kaufen Sie ein Bügel- oder Panzerkabelschloss 
   - Entscheiden Sie sich für "geprüfte Qualität". 

Hinweise zu den zertifizierten Sicherheitsnormen wie TÜV, CE, DIN und VsD finden Sie hier: https://s.rlp.de/AW6sy

   - Wählen Sie das Schloss so groß, dass Sie den Rahmen ohne Mühe an
     einem fest verankerten Gegenstand anschließen können 
     (Laternenpfahl, Fahrradständer etc.) 
   - Die Polizei empfiehlt den Einsatz einer Kombination von 
     mindestens zwei Schlössern - "doppelt hält besser". Besonders 
     sicher ist das Fahrrad mit einem Bügel- oder Faltschloss. 
     Erweitert man dieses mit einem flexiblen Schloss, um leicht 
     demontierbare Anbauteile zu sichern, macht man es dem Dieb 
     besonders schwer. 

Eine Möglichkeit, um gestohlene Räder dem Eigentümer wieder zuordnen zu können, sind Fahrrad-Codierungen. Darüber hinaus sind codierte Fahrräder im Falle eines Diebstahls schwerer weiter zu veräußern und dadurch für Diebe uninteressant. Die Fahrrad-Codierung sollte ausschließlich von Fachpersonal ausgeführt werden, um die zur Codierung notwendigen Methoden den Materialien anzupassen. Verschiedene Institutionen wie zum Beispiel der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC), Versicherungen oder der Fahrradhändler vor Ort bieten eine solche Codierung an.

Ebenso unterstützt ein autarker oder am Rad fest verbundener GPS-Tracker unter Nutzung einer entsprechenden App die Ortung des Fahrrades im Diebstahlsfall. Die Modelle variieren von gut getarnt bis hin zur Unübersehbarkeit. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten. Nutzen Sie den Fahrradpass!

Eine weitere Hilfe für die Klärung der Eigentumsverhältnisse ist ein Fahrradpass. Hier können Sie neben der Rahmennummer und Codierung auch Name und Anschrift des Fahrradbesitzers angeben. Ein vollständig ausgefüllter Fahrradpass mit einem Foto des Drahtesels sollte sicher aufbewahrt sein. Wer im Besitz eines Smartphones ist kann die kostenlose FAHRRADPASS-App der Polizei für iOS- und Android-Smartphones nutzen. Mit der App können alle für eine Identifizierung wichtigen Daten problemlos gespeichert werden: Die Rahmen- und Codier-Nummer, Angaben zu Fahrradtyp, Hersteller und Modell, eine genaue Beschreibung des Fahrrads sowie Fotos. Darüber hinaus lassen sich die Angaben mehrerer Räder über die App problemlos verwalten. Alle Daten können ausgedruckt oder per Mail im Textformat oder als PDF-Anhang verschickt werden. So lassen sie sich im Notfall schnell an die Polizei oder den Versicherer weiterleiten. Und: Der Radbesitzer hat die Daten auf dem Smartphone immer dabei.

Hier können Sie Ihr Fahrrad registrieren: Link zum App Store: http://itunes.apple.com/de/app/fahrradpass/id438072942?mt=8 Link zum Google Play Store: https://play.google.com/store/search?q=fahrradpass&c=apps

Weitere Tipps wie Sie Ihr Fahrrad sichern können finden Sie unter:
https://s.rlp.de/1TSfC
|mhm 

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Westpfalz

Telefon: 0631-369-1080
E-Mail: ppwestpfalz.presse@polizei.rlp.de
www.polizei.rlp.de/pp.westpfalz

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