POL-MS: Nach Auseinandersetzung mit Messer in Münster-Coerde - 40-Jähriger in Untersuchungshaft
Münster (ots)
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster und der Polizei Münster
Nachtrag zur Pressemitteilung "Versuchtes Tötungsdelikt in Münster-Coerde - Polizei nimmt Tatverdächtigen fest" (Meldung vom 07.09., 16.28 Uhr, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11187/6347345).
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster hat das Amtsgericht Münster am Dienstag (08.09.2026) Haftbefehl gegen den am 07.09.2026 vorläufig festgenommenen 40-jährigen Beschuldigten erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Dem Beschuldigten wird versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie gefährliche Köperverletzung vorgeworfen.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen sollen Streitigkeiten zwischen dem Beschuldigten und dem 62-jährigen Verletzten am Hamannplatz Hintergrund des Geschehens sein. Vermutlich soll der Beschuldigte der Auffassung gewesen sein, dass der Geschädigte ihm wegen eines angeblichen technischen Fehlers eines Glücksspielautomaten Geld schulde. Wegen dieser Differenzen soll es am 07.09.2026 vor der dortigen Sportsbar zunächst zu einer verbalen Streitigkeit zwischen dem Beschuldigten und dem 62-Jährigen gekommen sein, die sich dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung entwickelte. Hierbei soll der Beschuldigte mehrfach auf den Körper des 62-jährigen Mannes eingestochen haben. Zwei anwesende Zeugen sollen dann eingegriffen und versucht haben, die Auseinandersetzung zu beenden. Dabei soll der Beschuldigte einen der Zeugen, einen 74-jährigen Mann, mit einem Messerstich verletzt haben.
Der Beschuldigte wurde in unmittelbarer Nähe des Geschehens vorläufig festgenommen.
Die Verletzten wurden jeweils in örtliche Krankenhäuser verbracht. Der 62-jährige erlitt mehrere Stichverletzungen, von denen eine akut lebensgefährlich war. Er wurde noch am 07.09.2026 operiert; sein Zustand ist derzeit stabil und er ist ansprechbar.
Der 74-jährige Mann erlitt eine nicht lebensgefährliche Stichverletzung.
Der Beschuldigte hat nach seiner Festnahme erklärt, sich lediglich gewehrt zu haben.
Die Ermittlungen dauern an.
Zeugen werden aufgerufen, sich mit Hinweisen oder Beobachtungen unter der Rufnummer 0251 275-0 zu melden.
Presseauskünfte erteilt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt unter der Rufnummer 0172 2913810.
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