Polizeipräsidium Reutlingen

POL-RT: Amokalarm an Berufsschulzentrum - Mutmaßlicher Verursacher ermittelt Nachtrag zur Pressemeldung vom 17.07./17.08 Uhr

Reutlingen (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Polizeipräsidiums Reutlingen

Esslingen (ES):

Der Verursacher des Amok-Alarms am Berufsschulzentrum in der Steinbeißstraße am Montag, 17. Juli 2017, ist ermittelt worden. Gegen den 18 Jahre alten Stuttgarter ermitteln die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kriminalpolizeidirektion Esslingen nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Wie bereits berichtet, war ein zunächst Unbekannter von mehreren Zeugen beobachtet worden, wie er in die Schule gegangen war. In seinem Hosenbund soll er eine Waffe mit sich geführt haben. Die Zeugen berichteten den Vorfall der Schulleitung, die einen Amok-Alarm auslöste, der einen Großeinsatz von Polizei und Rettungsdienst nach sich zog. Die Fahndungsmaßnahmen an der Schule verliefen zunächst erfolglos. Zeugen war ein Motorradfahrer aufgefallen, der kurz nach dem Vorfall von der Schule weggefahren war. Eine daraufhin in der Esslinger Innenstadt überprüfte Person stand in keinem Zusammenhang mit der verdächtigen Wahrnehmung.

Zeit- und personalaufwändige Ermittlungen der Kriminalpolizei, die sich neben anderen Spuren auch auf den Hinweis zu dem Motorrad konzentrierten, führten nun zur Identifizierung des Tatverdächtigen. Mit einem richterlichen Beschluss durchsuchten die Fahnder am Mittwochmorgen die Wohnung des Verdächtigen. Hierbei fanden und beschlagnahmten sie neben der bei dem Vorfall getragenen Kleidung auch ein Mobiltelefon sowie diverse Computer-Hardware. Eine Waffe wurde nicht gefunden.

Der Heranwachsende räumte ein, an der Schule gewesen zu sein, bestreitet aber, eine Waffe mit sich geführt zu haben. Die Ermittlungen dauern noch an. (cw)

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