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POL-NB: Polizei ermittelt: K.O.-Tropfen auf Party verabreicht?

Ribnitz-Damgarten (ots)

Am gestrigen Tag, 31. März 2026, wandte sich eine 39-Jährige an die Polizei in Ribnitz-Damgarten. Nach bisherigen Erkenntnissen besuchte die Frau am 21. März mit einer Freundin eine Party in Ribnitz. Dort trank die 39-Jährige einige wenige Cocktails. Als sie mit ihrer Begleiterin vom Raucherbereich auf die Tanzfläche ging, bemerkte sie plötzliches Unwohlsein. Ihr wurde übel, sie konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und selbst die Bedienung ihres Handys war nicht mehr möglich.

Die Begleitung der 39-Jährigen reagierte geistesgegenwärtig, führte ihre Freundin aus dem Veranstaltungsgebäude und brachte sie nach Hause. Dort hörte das Unwohlsein nicht auf und mündete in Erinnerungslücken.

Anhand der Schilderungen der Geschädigten ließ sich feststellen, dass sie ihr Getränk auf der Party zwischenzeitlich kurz unbeaufsichtigt ließ.

Aufgrund der Angaben der Geschädigten besteht der Verdacht, dass ihr während des Aufenthaltes auf der Party sogenannte K.O.-Tropfen in das Getränk gemischt wurden.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachtes der gefährlichen Körperverletzung.

K.O.-Tropfen sind immer wieder ein Problem, mit dem sowohl Betroffene, Clubkultur, als auch Ermittlungsbehörden konfrontiert werden. Aufgrund ihrer geruchs- und farblosen Eigenschaften schwer zu erkennen. In manchen Fällen bekommt das Getränk jedoch einen leicht bitteren Geschmack oder wirkt trüb.

Werden K.O.-Tropfen eingenommen, so verspürt man nach einiger Zeit plötzliche Müdigkeit oder gar Schwindel. Einige Betroffene klagen über Benommenheit oder das Gefühl einen "Blackout" zu erleiden. Zudem sind Koordinationsporbleme, Übelkeit, Verwirrung und Erinnerungslücken typische Anzeichen für K.O.-Tropfen.

Wichtig zu wissen: Die Wirkung von K.O.-Tropfen kann sehr schnell einsetzen - bereits nach wenigen Minuten.

Doch wie kann man sich vor dieser Gefahr schützen? - Lassen Sie ihr Getränk nie unbeaufsichtigt

   -	Nehmen Sie Getränke nur direkt vom Personal an.
   -	Teilen Sie keine Drinks mit Fremden.
   -	Wenn möglich: Öffnen Sie Flaschen selbst.
   -	Bleiben Sie in Kontakt, falls sie gemeinsam mit Freunden 
unterwegs sind und geben Sie auf einander acht.
   -	Achten Sie auf plötzliche Verhaltensänderungen Ihrer Begleiter.
   -	Verlassen Sie den Veranstaltungsort möglich gemeinsam.
   -	Holen Sie sich Hilfe, wenn ein Freund oder Sie selbst Symptome 
zeigen oder den Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt.
   -	Rufen Sie medizinisches Personal hinzu und äußern Sie Ihren 
Verdacht.
   -       Wenden Sie sich an die Polizei, wenn Sie vermuten, dass 
           Ihnen K.O.-Tropfen verabreicht wurden.

Rückfragen bitte an:

Für Medienvertreter:
Kimberly Schätzchen
Polizeipräsidium Neubrandenburg
Pressestelle
Telefon: 03971 251 3040
E-Mail: pressestelle-pi.anklam@polizei.mv-regierung.de

http://www.polizei.mvnet.de


Rückfragen außerhalb der Bürozeiten und am Wochenende:
Polizeipräsidium Neubrandenburg
Einsatzleitstelle/Polizeiführer vom Dienst
Telefon: 0395 5582 2223
E-Mail: elst-pp.neubrandenburg@polmv.de

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