DIE ZEIT

Michael Schumacher war die Formel 1 zu laut

    Hamburg (ots) -

    Bevor der Rennfahrer Michael Schumacher in die Formel 1 aufgestiegen ist, hielt er wenig von der Königsklasse des Rennsports: "Ich habe 1989 oder 90 einmal Karten gehabt für Hockenheim. Nach kürzester Zeit wusste ich schon nicht mehr, wer an welcher Position fuhr. Außerdem war mir das viel zu laut. Ich bin dann gegangen", sagt der siebenfache Weltmeister, der mit 37 Jahren inzwischen der älteste Formel 1-Pilot ist. Im September will er nach einer Ankündigung seines Rennstalls Ferrari bekannt geben, ob er seine Karriere beendet.

    In der ZEIT will Schumacher sich noch nicht auf eine Entscheidung festlegen. Er sagt, dass er in seinem Leben bislang noch nie mit etwas aufgehört habe. Schuhmacher: "Nicht in dem negativen Sinne, das ich etwas verloren hätte. Ich habe das Vergangene immer gegen etwas Neues eingetauscht, so wie als Kind Judo gegen Kartfahren."

    Sein Vater habe ihm geraten, aufzuhören, wenn ein Fahrer kommt, der ihn zwingt, über sein persönliches Limit zu gehen. Den Rat werde er auch befolgen, sagt Schumacher, "aber zum Glück ist das bislang noch nicht der Fall". Die Entscheidung aufzuhören, werde er nicht davon abhängig machen, ob er noch einmal Weltmeister werde. "Da geht es um andere Dinge."

    Im Laufe der Jahre ist sich Schumacher der Gefahr im Auto mehr bewusst geworden: "Wenn ich heute merke, da ist etwas nicht 100 Prozent in Ordnung am Auto, dann fahre ich eher an die Box. Früher wäre ich da wohl weitergefahren."

    Das komplette ZEIT-Interview der ZEIT Nr. 27 vom 31. Juli 2006 senden wir Ihnen gerne zu.

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