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Christoph Metzelder: Deutsche Mannschaft so stark wie Spanien oder die Tschechen

    Hamburg (ots) - Der deutsche Fußballnationalspieler Christoph Metzelder hält die deutsche Mannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft in etwa für so leistungsstark wie Spanien oder Tschechien. Deutschland gehöre "objektiv betrachtet nicht zu den stärksten Teams der Welt", sagt Metzelder in der ZEIT. "Wenn man das vom Papier her beurteilt", seien Brasilien, England, Frankreich, Holland und Italien stärker einzuschätzen. Als Favoriten auf den Titel betrachtet er Brasilien und England. Der Umstand, dass viele deutsche Spieler in ihren Vereinen zuletzt nicht auf höchstem Niveau gefordert wurden, könnte sich als Vorteil erweisen: "Die letzten beiden Turniere haben gezeigt, dass die Stars vor der WM nicht mehr die Stars während der WM waren. Sie waren nach einer kräftezehrenden Saison nicht mehr in der Lage, noch mal vier Wochen auf höchstem Niveau zu spielen, das ist körperlich knüppelhart. Das könnte uns helfen", so Metzelder. Einschränkend fügt er hinzu: "Wenn ich mir das Alter der Spieler ansehe, wird die Nationalmannschaft ihren Zenit sicherlich erst in ein paar Jahren erreichen."

    Was die WM im eigenen Land betrifft, so erwartet Metzelder enorme Anforderungen an die Spieler: "Noch wichtiger, als dass wir den Titel holen, ist die Art und Weise, wie wir auftreten". Er habe schon jetzt den Eindruck, "dass die ganze Fußballindustrie ängstlich fragt: Wie wird es laufen? Was kommt nach der WM? Können wir den Fußballboom aufrecht erhalten?". Die Spieler hätten "noch keine Ahnung von dem, was da auf uns zukommt". Keiner ahne, was in Berlin, der Stadt, in der das Team Quartier nimmt, los sein werde: "Ich glaube nicht, dass wir einfach aus dem Hotel spazieren können, fröhlich durch Berlin. Wahrscheinlich werden wir froh sein, die Türen abschließen zu können und unsere Ruhe zu haben", sagt Metzelder.

    Das komplette ZEIT-Interview der ZEIT Nr. 20 vom 11. Mai 2006 senden wir Ihnen gerne zu.

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