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Historiker Winkler: Finanzkrise nicht mit 1929 zu vergleichen

Hamburg (ots) - Heinrich August Winkler, einer der herausragenden Repräsentanten der deutschen Geschichtswissenschaft, wird am 19. Dezember siebzig Jahre alt. In der ZEIT warnte der Historiker, der sich wie kein Zweiter mit der Geschichte der Weimarer Republik beschäftigt hat, davor, allzu leichtfertig Parallelen zwischen der Weltwirtschaftskrise von 1929 und der heutigen Finanz- und Wirtschaftskrise zu ziehen: "Wir haben heute ein sehr viel höheres Maß an zwischenstaatlicher Verständigung, um so katastrophale Auswirkungen wie in der Weltwirtschaftskrise nach 1929 hoffentlich vermeiden zu können. Zudem ist das Fundament an sozialer Sicherheit ein solideres, als es damals war."

Als weiteren Unterschied stellte Winkler heraus, "dass die totalitären Alternativen zur Demokratie sich so diskreditiert haben, dass die Anziehungskraft extremistischer Parolen in großen Teilen der Gesellschaft eine sehr viel geringere ist als in den frühen dreißiger Jahren". Der Bundesregierung bescheinigt Winkler, "mit einem hohen Maß an Besonnenheit auf die Krise reagiert" zu haben.

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Das komplette ZEIT-Interview der ZEIT Nr. 52 vom 17. Dezember 2008
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