DIE ZEIT

Mezzosopranistin Kasarova kritisiert Musikbetrieb: "Aussehen ist wichtiger als musikalische Qualität"

    Hamburg (ots) - Die Opernsängerin Vesselina Kasarova kritisiert in der ZEIT den Schönheitskult im Musikbetrieb. "Der Trend geht in der Oper ganz klar dahin, dass das Aussehen letztlich wichtiger ist, ausschlaggebender als die musikalische Qualität. Das geht so weit, dass Sänger sich den Magen verkleinern lassen ... nur weil ihr Gewicht nicht dem landläufigen Schönheitsideal entspricht! Das ist pervers", sagt sie der ZEIT.

    Die gebürtige Bulgarin kritisiert auch die Mechanismen des internationalen Musikgeschäfts: "Der professionelle Apparat selbst ist marode" - die Gesangskultur sei im Niedergang begriffen. Es gebe Opernhausintendanten, die "keine Ahnung von ihrem Metier" hätten. Viele Stars des Musikbetriebs säßen "nur noch im Flugzeug". Etliche griffen zu Drogen, um dieses Leben überhaupt aushalten zu können. Die Mezzosopranistin: "Die meisten Regisseure und Dirigenten wissen gar nicht, was sie einem Sänger antun." Es könne "doch nicht sein, dass die Oper sich durch ihren rüden Umgang mit uns Sängern permanent selbst kannibalisiert und ruiniert"!

    Das komplette ZEIT-Interview der ZEIT Nr. 29 vom 12. Juli 2007 senden wir Ihnen gerne zu.

Pressekontakt:
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elke Bunse, DIE ZEIT Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 040/3280-217, Fax: 040/3280-558,
E-Mail: bunse@zeit.de)

Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: DIE ZEIT

Das könnte Sie auch interessieren: