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27.09.2000 – 19:32

Stiftung Warentest

E-Commerce-Tagung
Mangelndes Vertrauen behindert Internethandel
Tagung der Stiftung Warentest zur Qualitätskennzeichnung beim E-Commerce

    Berlin (ots)

Im Internethandel fehlt ein allgemein anerkanntes Gütesiegel, das dem Kunden die Gewissheit gibt, dass er es mit einem zuverlässigen und auf Datensicherheit bedachten Geschäftspartner zu tun hat. Nach Angaben von Eurocard sind fast 10 Prozent aller Internet-Transaktionen fragwürdig bis betrügerisch. Deshalb ist die glaubwürdige Kennzeichnung seriöser Angebote dringend erforderlich. Das ist das Fazit einer Tagung der Stiftung Warentest, auf der Verteter von Zertifizierungsanbietern, Fachleute von unabhängigen Instituten und Behörden sowie Verbraucherverteter über mögliche Verbesserungen der Einkaufsbedingungen im Internet diskutierten.

    Für den Verbraucher ist der Kauf im Internet mit hohen Risiken verbunden, wie Alfred Töpper von der Stiftung Warentest aufgrund entsprechender Untersuchungen ausführte. Oft weiß der Kunde nicht mit wem er es zu tun hat, weil die Angaben über die Firma, ihren Sitz und ihre Rechtsform gar nicht oder nur an versteckter Stelle zu finden sind. Auch sensible Kundendaten werden häufig sorglos behandelt und letztlich ist nicht sicher, ob der Kunde das gekaufte und bezahlte Produkt tatsächlich erhält.

    Die Instrumente für einen vertrauensvollen und sicheren Internethandel sind weitgehend entwickelt, werden aber noch zu selten eingesetzt. Für den sicheren Datenverkehr gibt es, wie Dr. Hartmut Isselhorst vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ausführte, bereits einen ausgearbeiteten Standard, den sogenannten IT-Grundschutz, der die Basis für eine entsprechenden Zertifizierung bilden kann. Doch Datensicherheit ist nur ein Aspekt. Für ein Internetshop-Gütesiegel sind weitere Kriterien wie Gewährleistung der Verbraucherrechte und sichere Zahlungswege zu berücksichtigen. Um die Entwicklung solcher Kriterien bemühen sich mehrere nationale und internationale Initiativen. Uwe Lewandrowski vom Fraunhoferinstitut konnte in seinem Situationsbericht vier Initiativen vorstellen, die sich um Qualitätsstandards bemühen, darunter auch eine der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV). Noch zahlreicher sind die Gütesiegelanbieter. Lewandrowski zählte 10 Gütesiegel auf, die zum Preis von 500 bis 200.000 Mark verliehen werden und die Qualität des Internetanbieters garantieren sollen.  

    Mit Gütesiegeln sollen, wie Arne Pache von Eurocard erläuterte, mehrere Ziele erreicht werden. Zum einen sollen die "schwarzen Schafe" ausgegrenzt und betrügerische Machenschaften eingedämmt werden. Durch gewachsenes Vertrauen sollen heutige Nichtkäufer gewonnen werden.

    Sinnvoll wäre dafür eine auf internationalen Standards basierende weltweit bekannte und akzeptierte Qualitätskennzeichnung. Bisher verhindert die große Zahl der Gütesiegel und ihre unterschiedliche Qualität ihre positive Wirkung. Da der Kunde nicht weiß, auf welches Siegel er sich verlassen kann, ist er, wie Lewandrowski resumierte, letztlich doch wieder allein gelassen. Erforderlich ist eine objektive Prüfung der E-Commerce-Angebote. Dieser Aufgabe werde sich, wie Alfred Töpper erklärte, die Stiftung Warentest verstärkt annehmen.

ots Originaltext: Stiftung Warentest
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de


Kontakt:
Pressestelle, Tel. 030-26312345, E-Mail:
pressestelle@stiftung-warentest.de

    Berlin Im Internethandel fehlt ein allgemein anerkanntes Gütesiegel, das dem Kunden die Gewissheit gibt, dass er es mit einem zuverlässigen und auf Datensicherheit bedachten Geschäftspartner zu tun hat. Nach Angaben von Eurocard sind fast 10 Prozent aller Internet-Transaktionen fragwürdig bis betrügerisch. Deshalb ist die glaubwürdige Kennzeichnung seriöser Angebote dringend erforderlich. Das ist das Fazit einer Tagung der Stiftung Warentest, auf der Verteter von Zertifizierungsanbietern, Fachleute von unabhängigen Instituten und Behörden sowie Verbraucherverteter über mögliche Verbesserungen der Einkaufsbedingungen im Internet diskutierten.

    Für den Verbraucher ist der Kauf im Internet mit hohen Risiken verbunden, wie Alfred Töpper von der Stiftung Warentest aufgrund entsprechender Untersuchungen ausführte. Oft weiß der Kunde nicht mit wem er es zu tun hat, weil die Angaben über die Firma, ihren Sitz und ihre Rechtsform gar nicht oder nur an versteckter Stelle zu finden sind. Auch sensible Kundendaten werden häufig sorglos behandelt und letztlich ist nicht sicher, ob der Kunde das gekaufte und bezahlte Produkt tatsächlich erhält.

    Die Instrumente für einen vertrauensvollen und sicheren Internethandel sind weitgehend entwickelt, werden aber noch zu selten eingesetzt. Für den sicheren Datenverkehr gibt es, wie Dr. Hartmut Isselhorst vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ausführte, bereits einen ausgearbeiteten Standard, den sogenannten IT-Grundschutz, der die Basis für eine entsprechenden Zertifizierung bilden kann. Doch Datensicherheit ist nur ein Aspekt. Für ein Internetshop-Gütesiegel sind weitere Kriterien wie Gewährleistung der Verbraucherrechte und sichere Zahlungswege zu berücksichtigen. Um die Entwicklung solcher Kriterien bemühen sich mehrere nationale und internationale Initiativen. Uwe Lewandrowski vom Fraunhoferinstitut konnte in seinem Situationsbericht vier Initiativen vorstellen, die sich um Qualitätsstandards bemühen, darunter auch eine der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV). Noch zahlreicher sind die Gütesiegelanbieter. Lewandrowski zählte 10 Gütesiegel auf, die zum Preis von 500 bis 200.000 Mark verliehen werden und die Qualität des Internetanbieters garantieren sollen.  

    Mit Gütesiegeln sollen, wie Arne Pache von Eurocard erläuterte, mehrere Ziele erreicht werden. Zum einen sollen die "schwarzen Schafe" ausgegrenzt und betrügerische Machenschaften eingedämmt werden. Durch gewachsenes Vertrauen sollen heutige Nichtkäufer gewonnen werden.

    Sinnvoll wäre dafür eine auf internationalen Standards basierende weltweit bekannte und akzeptierte Qualitätskennzeichnung. Bisher verhindert die große Zahl der Gütesiegel und ihre unterschiedliche Qualität ihre positive Wirkung. Da der Kunde nicht weiß, auf welches Siegel er sich verlassen kann, ist er, wie Lewandrowski resumierte, letztlich doch wieder allein gelassen. Erforderlich ist eine objektive Prüfung der E-Commerce-Angebote. Dieser Aufgabe werde sich, wie Alfred Töpper erklärte, die Stiftung Warentest verstärkt annehmen.

ots Originaltext: Stiftung Warentest
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