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Mehr verletzte Kinder und Jugendliche im Straßenverkehr – Verkehrswacht fordert Stärkung der Mobilitätserziehung

Mehr verletzte Kinder und Jugendliche im Straßenverkehr – Verkehrswacht fordert Stärkung der Mobilitätserziehung
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  • Insgesamt weniger Verkehrstote und Verletzte bei mehr erfassten Unfällen in den Monaten Januar bis Juni 2026
  • Mehr verletzte oder getötete Kinder und Jugendliche auf Fahrrad und E-Scooter

Mehr verletzte Kinder und Jugendliche im Straßenverkehr

– Verkehrswacht fordert Stärkung der Mobilitätserziehung

In den ersten sechs Monaten des Jahres kamen 1.233 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Laut vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) entspricht das einem Rückgang um 9 Prozent beziehungsweise 122 Verkehrstote weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Verletzten sank um 4,2 Prozent auf 172.000. Dagegen wurden mit 1,26 Millionen mehr Unfälle polizeilich registriert. Bei allen Arten der Verkehrsteilnahme ist ein Rückgang der Zahl der Todesopfer zu verzeichnen, mit Ausnahme von E-Scootern. Dort stieg sie im ersten Halbjahr um 13 Personen auf 28. Ein Grund dafür sind auch die insgesamt gestiegenen Nutzerzahlen bei Elektrokleinstfahrzeugen.

Besorgniserregend sind in diesem Zusammenhang auch die Unfälle mit Personenschaden bei jüngeren Verkehrsteilnehmenden. Entgegen dieser allgemeinen Entwicklung wurden mehr Kinder und Jugendliche verletzt oder getötet. Bei Kindern unter 15 Jahren stieg die Zahl auf knapp 15.000, bei Jugendlichen auf knapp 10.000. Während Kinder häufig mit dem Fahrrad verunglücken, kommen Jugendliche immer öfter mit dem E-Scooter zu Schaden. Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) sieht trotz weniger Verkehrstoten keinen Grund zur Entwarnung und fordert einen bedarfsgerechten Ausbau der Verkehrs- und Mobilitätserziehung.

Kirsten Lühmann, Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht: „Die erschreckenden Zahlen bei Unfällen von Kindern und Jugendlichen fordern uns auf, die Verkehrserziehung weiter zu verstärken. Wir brauchen mehr verpflichtende Angebote in der Mobilitätsbildung vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe I. Das Fahrrad muss hier eine zentrale Rolle spielen. Dafür ist auch eine breite Unterstützung und Förderung aus der Politik notwendig.“

Die Verkehrswacht engagiert sich seit Jahrzehnten in der Verkehrs- und Mobilitätserziehung. Ehrenamtliche trainieren Kinder und beraten Eltern und pädagogische Fachkräfte bereits in Kitas. Darüber hinaus setzt sich die DVW für eine Stärkung der schulischen Mobilitätsbildung ein und möchte unter anderem ein verpflichtendes Radfahrtraining in der Sekundarstufe I etablieren.

Neben dem Fahrrad gewinnt der E-Scooter bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen enorm an Bedeutung. Doch es fehlt oft an relevanten Kenntnissen im Umgang mit den Rollern. Die DVW reagiert auf die steigenden Unfallzahlen und hat ihr Trainingsprogramm überarbeitet, um ein passenderes Präventionsangebot zu schaffen. Moderne Methoden und der Aufbau von Netzwerken zur flächendeckenden Umsetzung sollen über die Plattform „ScootSkills.de“ vorangetrieben werden.

Lühmann: „E-Scooter sind aus dem Mobilitätsalltag vieler junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Aber die Unfallzahlen steigen kontinuierlich. Wir müssen Jugendlichen ein attraktives Angebot machen, um sie wirksam zu erreichen. Mit unseren modernen Trainings schließen wir nicht nur Wissenslücken und erhöhen die Fahrsicherheit, sondern wir stärken auch das Risikobewusstsein und fördern rücksichtsvolles Verhalten.“

Ansprechpartner für die Presse:

Heiner Sothmann
Pressesprecher
Fon: 030 / 516 51 05 21
Mobil: 0160 / 9 77 77 024
Mail:  presse@verkehrswacht.de
Post: Budapester Straße 31 | 10787 Berlin
Web:  https://deutsche-verkehrswacht.de/presse

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