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Mehr Verkehrstote auf dem Fahrrad – Deutsche Verkehrswacht fordert Mobilitätstrainings und Erhöhung der Helmtragequote

Mehr Verkehrstote auf dem Fahrrad – Deutsche Verkehrswacht fordert Mobilitätstrainings und Erhöhung der Helmtragequote
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Mehr Verkehrstote auf dem Fahrrad – Deutsche Verkehrswacht fordert Mobilitätstrainings und Erhöhung der Helmtragequote

Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) starben im letzten Jahr 462 Radfahrende. Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 3,8 Prozent. Seit 2015 ist die Zahl der Verkehrstoten im Fahrradbereich um über 20 Prozent gestiegen und zeichnet damit einen gegenläufigen Trend zur Gesamtzahl der Unfallopfer. Die Industrie vermeldet einen steigenden Absatz von sogenannten „E-Bikes“. Allerdings steigt auch deren Anteil bei tödlichen Fahrradunfällen seit Jahren kontinuierlich und betrug 2025 fast die Hälfte. Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) fordert angesichts dieser Entwicklung mehr Aufklärung und Mobilitätstrainings, um die Fahrsicherheit zu verbessern. Auch die Helmtragequote insbesondere bei Erwachsenen muss dringend erhöht werden, um schwere Unfallfolgen verhindern.

Kirsten Lühmann, Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht: „Dass mehr Menschen Rad fahren, ist gut. Aber dass mehr Menschen auf einem Fahrrad sterben, dürfen wir nicht hinnehmen. Natürlich braucht es sichere Radverkehrsnetze, aber das allein reicht eben nicht aus. Die sichere Verkehrsteilnahme besonders bei Pedelecs muss erhöht und das Angebot an Mobilitätstrainings weiter ausgebaut werden.“

Ältere Radfahrende weiter fokussieren

Viele ältere Menschen profitieren von der elektrischen Tretunterstützung der „E-Bikes“ und steigen wieder vermehrt auf den Sattel. Das zeigt sich leider auch bei den Unfallzahlen. Zum einen gibt es Probleme beim Handling, was auch der hohe Anteil an Alleinunfällen mit Personenschaden deutlich macht (31,1 Prozent). Zum anderen lässt die körperliche Widerstandskraft im Alter nach und Unfallfolgen werden schwerer. Laut Destatis waren zwei Drittel der getöteten E-Biker 65 Jahre oder älter.

Kirsten Lühmann: „Gerade der E-Bike-Boom hat erfreulich viele ältere Menschen wieder aufs Rad gebracht. Doch E-Bike ist nicht gleich Fahrrad. Wer sich ein Pedelec zulegt, muss eine vernünftige Einweisung bekommen und eine ausgedehnte Probefahrt machen, um die sichere Handhabung zu üben. Und wir müssen dringend über den Helm reden. Wenn eine Seniorin oder ein Senior stürzt, folgen daraus meistens schwerere Verletzungen insbesondere am Kopf. Die Helmtragequote nimmt allerdings mit zunehmendem Alter deutlich ab und sollte mit Aufklärungskampagnen erhöht werden.“

Informieren, beraten, trainieren bei der Verkehrswacht

In der Präventionsarbeit der Verkehrswacht spielt die Fahrradmobilität eine zentrale Rolle. Verschiedenen Moderationsprogramme stellen ein breites Beratungs- und Trainingsangebot für Radfahrende zur Verfügung und adressieren Kinder genauso wie Ältere. Zudem setzt sich die DVW verstärkt für einen Ausbau der Radfahrerziehung ein und fordert unter anderem ein verpflichtendes Radfahrtraining für die Sekundarstufe, das an die Fahrradausbildung anschließt.

Ansprechpartner für die Presse:

Heiner Sothmann
Pressesprecher
Fon: 030 / 516 51 05 21
Mobil: 0160 / 9 77 77 024
Mail:  presse@verkehrswacht.de
Post: Budapester Straße 31 | 10787 Berlin
Web:  https://deutsche-verkehrswacht.de/presse

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