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Zu wenig Sicherheit auf zwei Rädern! - Deutsche Verkehrswacht unterstützt bundesweiten Polizei-Aktionstag „sicher.mobil.leben“ am 28. April

Zu wenig Sicherheit auf zwei Rädern! - Deutsche Verkehrswacht unterstützt bundesweiten Polizei-Aktionstag „sicher.mobil.leben“ am 28. April
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Zu wenig Sicherheit auf zwei Rädern! - Deutsche Verkehrswacht unterstützt bundesweiten Polizei-Aktionstag „sicher.mobil.leben“ am 28. April

1.026 Menschen starben im Jahr 2024 auf einem Fahrrad, Motorrad, Motorroller oder E-Scooter. Fast 25.000 wurden schwerverletzt. Die Hälfte der Getöteten war mit dem Motorrad unterwegs, Radfahrende machten einen Anteil von etwas mehr als 43 Prozent aus. Tödliche E-Scooter-Unfälle sind vergleichsweise selten, jedoch steigen die Zahlen Jahr für Jahr kontinuierlich an. Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) mahnt angesichts dieser Lage, die Sicherheit auf Zweirädern nicht zu vernachlässigen und unterstützt den bundesweiten Aktionstag „sicher.mobil.leben – Zweiräder im Blick“. Dabei finden am Dienstag, den 28. April 2026, überall in Deutschland Aktionen und Schwerpunktkontrollen der Polizei statt, die oft auch von Verkehrswachten begleitet werden.

Kirsten Lühmann, Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht: „Wir haben zu wenig Sicherheit auf zwei Rädern. Darum brauchen wir gute Infrastruktur und müssen Fahrsicherheit durch gezielte Mobilitätstrainings erhöhen. Aber Biker, Radler und E-Scooter-Nutzende sollten sich auch fragen, was sie selbst noch in die Waagschale werfen können. Ich rede von überhöhtem Tempo, Drogen und Alkohol, Fahren auf dem Gehweg oder Ablenkung.“

Fehlverhalten nicht unterschätzen

Auch wenn Konflikte meist mit PKWs entstehen, sind etwa 30 Prozent der schweren Unfälle von Motorrad, Fahrrad und E-Scooter Alleinunfälle und lassen sich oft auf ein individuelles Fehlverhalten zurückführen. Da Zweiradfahrende ungeschützt unterwegs sind, müssen sie zudem immer mit deutlich schlimmeren Unfallfolgen rechnen.

So führen Unangepasste Geschwindigkeit, falsche Einschätzung der Straßenverhältnisse oder individuelle Fahrfehler bei Motorrädern zu vielen Unfällen. Besonders außerorts auf kurvenreichen Landstraßen steigt die Unfallwahrscheinlichkeit enorm. Für eine bessere Gefahrenwahrnehmung und Fahrzeugbeherrschung bietet die DVW Fahrsicherheitstrainings speziell für Motorräder an. Darüber hinaus ist gute Schutzkleidung empfohlen und Leitplanken sollten mit Unterfahrschutz ausgestattet sein oder nachgerüstet werden, um Unfallfolgen zu reduzieren.

Auf dem Fahrrad könnten viele tödliche Verletzungen bei Alleinunfälle vermieden werden, wenn konsequent ein Fahrradhelm getragen wird. Für mehr Fahrsicherheit vor allem bei den beliebten E-Bikes bieten viele Verkehrswachten Pedelec-Trainings an und sensibilisieren auch für die Gefahren von Ablenkung oder Alkohol. Außerdem engagieren sie sich in der Radfahrerziehung von Kindern und Jugendlichen.

Sonderfall E-Scooter?

Obwohl Elektrokleinstfahrzeuge im Unfallgeschehen (noch) keine große Rolle spielen, werden besonders E-Scooter seit der Einführung vor ein paar Jahren von der Verkehrssicherheitsarbeit in Städten gezielt adressiert. Die Unfallzahlen steigen stetig und beim Fehlverhalten zeigen sich typische Muster. So werden Fahren auf dem Gehweg, mehrere Personen auf einem Fahrzeug, Handynutzung oder Alkoholfahrten häufig festgestellt. Gleichzeitig gibt es viele Regeln, die nicht bekannt sind, beispielsweise welche Verkehrsflächen genutzt werden dürfen oder dass die Elektro-Roller Kraftfahrzeuge sind und darum strengere Alkoholgrenzen gelten. Etliche Verkehrswachten setzen seit der Einführung ein Präventionsprogramm für E-Scooter um. Sie klären neben praktischen Trainings auch über Handhabung und Nutzung auf und werben für den Schutzhelm.

Kirsten Lühmann: „Auch auf zwei Rädern haben es Verkehrsteilnehmende oft genug selbst in der Hand, einen schweren Unfall zu vermeiden. Daraus können wir etwas machen. Um dafür zu sensibilisieren, sind Formate wie der Aktionstag sicher.mobil.leben hilfreich.“

Ansprechpartner für die Presse:

Heiner Sothmann
Pressesprecher
Fon: 030 / 516 51 05 21
Mobil: 0160 / 9 77 77 024
Mail:  presse@verkehrswacht.de
Post: Budapester Straße 31 | 10787 Berlin
Web:  https://deutsche-verkehrswacht.de/presse

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