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Wer zuerst kommt, hilft zuerst! - Sofortmaßnahmen bei Verkehrsunfällen

Wer zuerst kommt, hilft zuerst! - Sofortmaßnahmen bei Verkehrsunfällen

Berlin, 30. Januar 2018: Nach einem Verkehrsunfall sind Passanten und Beteiligte verpflichtet, Sofortmaßnahmen zu ergreifen, bis die Rettungskräfte eintreffen. Dazu gehört auch die medizinische Erstversorgung von Verunglückten. Aus diesem Grund empfiehlt die Deutsche Verkehrswacht (DVW) Verkehrsteilnehmern, alle fünf Jahre ihre Ersthelfer-Kenntnisse aufzufrischen.

Prof. Kurt Bodewig, Präsident der DVW und Bundesminister a. D.: "Etwa alle 100 Sekunden passiert ein Verkehrsunfall, bei dem ein oder mehrere Menschen verletzt werden und sofort Hilfe brauchen. Die ersten Minuten können über Leben und Tod entscheiden. Daher ist es wichtig, dass jeder einzelne Verkehrsteilnehmer weiß, was er tun muss und auch die richtigen Handgriffe beherrscht."

In Deutschland gilt die gesetzliche Pflicht, bei einem Unglücksfall Hilfe zu leisten. Wer es nicht tut, obwohl die Umstände zumutbar sind und er sich nicht selbst in erhebliche eigene Gefahr bringt, begeht eine Straftat (§ 323c StGB).

Wichtig ist auf alle Fälle, die ersten Schritte zur Rettung einzuleiten. Bei einem Verkehrsunfall sind das der Eigenschutz und die Absicherung der Unfallstelle, um Folgeunfälle zu vermeiden. Dann folgt die Alarmierung von Rettungskräften. Weiterhin müssen die Verletzten versorgt beziehungsweise lebensrettende Sofortmaßnahmen eingeleitet werden. Sind mehrere Menschen vor Ort, können die Aufgaben verteilt werden.

Die Realität sieht leider häufig so aus, dass die Ersthelfer mit der Situation am Unfallort überfordert sind. Zwar muss jeder für die Führerscheinprüfung einen Erste-Hilfe-Kurs belegen, doch liegt der Kurs oftmals viele Jahre zurück, ohne dass die Kenntnisse aufgefrischt werden. Der Inhalt eines Verbandskastens, der für jeden Pkw vorgeschrieben ist, ist den meisten Pkw-Fahrern fremd. Aus Angst, etwas falsch zu machen, wird die notwendige erste Hilfe versagt.

Eine Wundversorgung oder Reanimation sollte jeder richtig durchführen können. Wer den Eindruck hat, damit überfordert zu sein, sollte sich unbedingt sofort zu einem Erste Hilfe-Kurs anmelden. Die Deutsche Verkehrswacht plädiert darüber hinaus, dass eine regelmäßige Auffrischung des Erste-Hilfe-Kurses alle fünf Jahre Pflicht wird, damit jeder am Unfallort sicher agieren kann.

Bodewig: "Das schlimmste, was an der Unfallstelle passieren kann, ist, dass nichts passiert. Ich verurteile auch jeden scharf, der lieber sein Handy zückt und ein Foto schießt, anstatt den Notarzt zu rufen und Hilfe zu leisten."

Informationen zur DVW:

www.deutsche-verkehrswacht.de

www.facebook.com/DeutscheVerkehrswacht

www.youtube.com/RiskierNichts

www.twitter.com/DtVerkehrswacht

Ansprechpartnerin für die Presse:

Hannelore Herlan

Pressesprecherin

Budapester Str. 31

10787 Berlin

Telefon: 030 / 516 51 05 20

Mobil: 0151 / 16 62 72 75

E-Mail: hannelore.herlan@dvw-ev.de

Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen - heute mit mehr als 60.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jeden Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoring.

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