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12.03.2020 – 09:15

Rauchmelder retten Leben

Studie: Weniger Brandtote durch Rauchmelder
Bilanz zum Rauchmeldertag, Freitag der 13. März: Rauchmelder senken nachweislich die Gefahr, bei einem Brand zu sterben.

Berlin (ots)

In Anbetracht der aktuellen Lage rund um COVID-19 hat die Behördenleitung der Berliner Feuerwehr gemeinsam mit dem Forum Brandrauchprävention entschieden, die für den 13. März um 11 Uhr im Dienstgebäude Mitte der Berliner Feuerwehr geplante Pressekonferenz anlässlich des 20. Jahrestages der Initiative "Rauchmelder retten Leben" zu verschieben. Wir bitten um Verständnis und senden Ihnen stattdessen nachfolgende Pressemitteilung zum Rauchmeldertag. Interviews sind telefonisch möglich.

Rauchmelder retten in Deutschland durchschnittlich 4,1 Menschen pro Tag vor gesundheitlichen Schäden oder sogar dem Tod. Das ergab eine aktuelle Auswertung der Medienberichterstattung von Dezember 2019 bis Februar 2020, die die Initiative "Rauchmelder retten Leben" anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens zum Rauchmeldertag, Freitag den 13. März vorstellt. Im Jahr 2015 wurden laut einer vergleichbaren Auswertung durchschnittlich nur 1,2 Personen gerettet.

Rauchmelderpflicht wirkt - bereits über 500 Menschenleben gerettet

Die ebenfalls zum Rauchmeldertag erstmals veröffentlichte Studie "Wirksamkeit der Rauchwarnmelderpflicht" weist zudem nach: Rauchmelder retten Leben. Durchschnittlich werden statistisch belegt bei Bränden pro Jahr 68 Personen vor dem Tod gerettet. Das ist das zentrale Ergebnis der Erhebung von Dr. Sebastian Festag, Risikoforscher bei Hekatron Brandschutz. "Durch die flächendeckende Rauchmelderpflicht in den verschiedenen Bundesländern und die zunehmende Ausstattung von Haushalten mit Rauchwarnmeldern sinkt das Brandsterberisiko signifikant. In unserer Studie konnten wir nachweisen, dass der Rückgang der Sterbefälle bei Bränden im Zusammenhang mit der Rauchmelderpflicht steht. Damit verdanken statistisch abgesichert bisher über 500 Menschen ihr Leben einem Rauchwarnmelder. Tendenz steigend", erläutert Dr. Festag.

Aktive Aufklärungsarbeit zum Thema Brandschutz

Auch Norbert Schaaf, Vorsitzender von "Rauchmelder retten Leben", zieht zum 20-jährigen Bestehen Bilanz: "Als wir im Jahr 2000 mit unserer Initiative starteten, waren höchstens fünf Prozent der deutschen Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet. Heute sind Rauchmelder in allen 16 Bundesländern Pflicht." Hermann Schreck, Beiratsvorsitzender der Initiative und Ständiger Vertreter des DFV-Präsidenten, ergänzt: "Unser gemeinsames Ziel ist es, die Zahl der Brandopfer durch Aufklärungsarbeit zum Thema Brandschutz weiter zu senken." Das Forum Brandrauchprävention startete dafür 2019 umfassende Kommunikationsmaßnahmen zum richtigen Verhalten im Brandfall. Dazu zählt auch ein kreativer Schülerwettbewerb, der in diesem Jahr erneut stattfindet.

Übergangsfrist für Berlin und Brandenburg endet am 31. Dezember

Rauchmelder sind Lebensretter, auch bereits in Berlin und Brandenburg. Diese hatten als letzte Bundesländer die Rauchmelderpflicht für Neu- und Umbauten eingeführt. Bis Ende 2020 müssen auch Altbauten und damit alle Wohnungen und Wohnhäuser in Berlin und Brandenburg mit Rauchmeldern durch die Eigentümer ausgestattet sein, und zwar in sämtlichen Aufenthaltsräumen, die Küche ausgenommen, und Fluren, die als Rettungswege dienen. Die Ausstattungspflicht gilt für Miet- und Eigentumswohnungen ebenso wie für das selbstgenutzte Haus. Eigentümer müssen daher ihre Mieter mit Rauchmeldern schützen, sollten aber das eigene Zuhause dabei nicht vergessen.

Die aktuellen Kurzfassungen zur Medienauswertung und zur Studie finden Sie unter: www.rauchmelder-lebensretter.de/presse/statistiken

Die komplette Studie können Sie nach Anmeldung hier herunterladen: prosicherheit.net/studie-rauchwarnmelderpflicht

Telefonische Interviewwünsche beispielsweise mit Dr. Sebastian Festag oder der Initiative "Rauchmelder retten Leben" vermitteln wir gern.

Pressekontakt:

Pressekontakt:
Forum Brandrauchprävention e.V.
"Rauchmelder retten Leben"
Frau Claudia Groetschel
Tel.: 030/44 02 01 30
E-Mail: claudia.groetschel@eobiont.de

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