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Heinrich Breloer erhält Verdienstorden des Landes NRW

    Köln, 17. März 2006 (ots) - Der renommierte Kölner Autor und Filmemacher Heinrich Breloer ist mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, würdigte Heinrich Breloer für seine Verdienste um das Land NRW. In der Laudatio heißt es u.a.:  Mit seinem Faible für zwiespältige Charaktere hilft er uns dabei, "unverdaute" Episoden aus der deutschen Geschichte noch einmal nach zu erleben und dabei auch Facetten wahrzunehmen, die bisher unbekannt waren oder die uns entgangen sind. Seine Erzählweise fesselt uns und macht uns klüger.

    WDR-Intendant Fritz Pleitgen beglückwünschte Heinrich Breloer: "Über die Auszeichnung mit dem Verdienstorden unseres Landes freue ich mich sehr. Sie sind ein Kind des Landes Nordrhein-Westfalen, der "Landessender" WDR darf sich als ihr "Haussender" bezeichnen. Wir haben Ihnen viel zu verdanken und die fruchtbare Zusammenarbeit erfüllt mich mit Freude".

    Heinrich Breloer hat - gemeinsam mit Horst Königstein - die  so genannte "offene Form", eine Spielart des Doku-Dramas, entwickelt. Dabei werden filmische Spielszenen mit dokumentarischem Film-Material und Zeitzeugen-Interviews verbunden. Seit den siebziger Jahren hat Breloer für die ARD zahlreiche Aufsehen erregende Filme geschaffen, zuletzt "SPEER UND ER" über Hitlers Architekten und Minister Albert Speer (Mai 2005, WDR - federführend, NDR, BR, ORF). Beim diesjährigen Internationalen TV-Festival Bar (Montenegro) wurde "Speer and Hitler - The Devil's Architect" unter dem englischen Titel vorgestellt und erhielt hierfür mehrere Preise, u.a. als bester Festivalbeitrag. Viele dieser Dokudramas haben Fernsehgeschichte geschrieben: "Kampfname: Willy Brandt", "Die Staatskanzlei", "Kollege Otto", "Wehner - die unerzählte Geschichte" oder "Todesspiel".

    Breloers Werke wurden mit allen bedeutenden Preisen ausgezeichnet: Für "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" erhielt er in 2002 den begehrtesten Fernsehpreis der Welt, den in den USA verliehenen Emmy. Außerdem wurde "Die Manns" beim Deutschen Fernsehpreis zum "Fernsehereignis des Jahres 2001" gekürt. Weiter erhielt Heinrich Breloer neun Grimme-Auszeichnungen, den Bayerischen Fernsehpreis sowie die Goldene Kamera und zahlreiche weitere, vom Tele-Star bis zum Bambi und dem Goldenen Löwen.  1999 wurde Heinrich Breloer mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt,  2005 erhielt er den Siebenpfeiffer-Preis.

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