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16.10.2003 – 13:32

CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Rachel: Bundesregierung handelt bei Klonverbot zweifelhaft

Berlin (ots)

Zu der heutigen Debatte um ein weltweites Verbot
des Klonens menschlicher Embryonen erklärt der Sprecher der CDU/CSU-
Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der
modernen Medizin", Thomas Rachel MdB:
Anfang dieses Jahres hat der deutsche Bundestag mit
überwältigender Mehrheit die Bundesregierung aufgefordert, sich auf
internationaler Ebene für ein umfassendes Klonverbot einzusetzen. Der
Beschluss vom 20. Februar 2003 sieht eindeutig vor, dass es nicht nur
um ein Verbot des reproduktiven Klonens geht, sondern
Verhandlungsziel auf jeden Fall die Ächtung auch das Klonen
menschlicher Embryonen zu Forschungs- und Therapiezwecken sein soll,
das so genannte therapeutische Klonen.
Dieser Maßgabe wird von der Bundesregierung bei den derzeitigen
Verhandlungen um eine UN-Klonkonvention missachtet. Obwohl Costa Rica
einen Entwurf vorgelegt hat, der dem Willen des Bundestags entspricht
und bereits von vielen Staaten befürwortet wird, will die
Bundesregierung diesen nicht unterstützen. Anstatt dessen stellte
Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Kerstin Müller von Bündnis
90/DIE GRÜNEN, ein deutsch-französisches Papier vor, welches
lediglich ein Verbot des reproduktiven Klonens vorsieht und es den an
der Konvention beteiligten Staaten überlässt, ob sie andere Formen
des Klonens verbieten, sich für ein Moratorium entscheiden oder das
Klonen einer nationalen Regelung zuführen. Die Beliebigkeit einer
nationalen Regelung bedeutet, dass das therapeutische Klonen
toleriert wird. Dies widerspricht eindeutig dem Willen des
Parlaments.
Jede künstliche Erzeugung menschlicher Embryonen durch Klonen ist
unabhängig von der dazu genutzten Technik und dem damit verfolgten
Zweck unvereinbar mit unserem grundgesetzlichen und christlichen
Menschenbild. Denn beide Vorgänge unterscheiden sich bis zu dem
Zeitpunkt nicht, zu dem der Embryo entweder zur Herstellung
embryonaler Stammzellen verworfen oder in eine Gebärmutter
eingepflanzt werden soll.
Der Bundestag hat sich deshalb für ein weltweites Verbot jeglicher
Form des Klonens von Menschen und menschlichen Embryonen
ausgesprochen. Die Bundesregierung hat sich an dieses Ziel zu halten.
In den weiteren Verhandlungen wird sich ihre Glaubwürdigkeit zeigen
und ob sie die Würde des Menschen ebenso achtet wie der Deutsche
Bundestag.
ots-Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
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