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Lensing: Stammzellbeschluss zügig umsetzen

    Berlin (ots) - Nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages zur
Begrenzung des Imports humaner embryonaler Stammzellen erklärt Werner
Lensing MdB, Vorsitzender der CDU/CSU-Arbeitsgruppe in der
Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin":
    
    Ich begrüße die Entscheidung des Deutschen Bundestages zur
Begrenzung des bislang ungeregelten Imports humaner embryonaler
Stammzellen ausdrücklich. Bei der Frage, ob der Import menschlicher
embryonaler Stammzellen zulässig sein darf, haben wir uns zunächst
daran zu orientieren, dass Embryonen schon im frühesten Stadium das
Recht auf Leben und auf Schutz ihrer Würde zukommt. Daher muss
verbrauchende Embryonenforschung in Deutschland verboten bleiben. Ein
grundsätzliches Importverbot ist notwendig, damit im Ausland keine
Embryonen speziell für deutsche Importwünsche getötet werden.
    
    Dort, wo die Reichweite des Embryonenschutzes endet, muss man aber
auch der grundgesetzlich geschützten Forschungsfreiheit und der
Verpflichtung gegenüber kranken Menschen Rechnung tragen.
    
    Dies betrifft die derzeit bereits existierenden Stammzelllinien,
die nicht speziell für den Import nach Deutschland gewonnen wurden.
Im Hinblick auf diese ist zu berücksichtigen, dass embryonale
Stammzellen nicht mit Embryonen identisch sind und dass sie im
Gegensatz zu Embryonen weder Lebensrecht noch Schutz ihrer Würde für
sich in Anspruch nehmen können. Außerdem kann bedauerlicherweise
durch ein Verbot des Imports bisher gewonnener Stammzellen keine
Tötung eines Embryos mehr rückgängig gemacht werden.
    
    Deshalb gibt es weder aus ethischer noch aus grundgesetzlicher
Sicht Argumente, die so schwer wiegen, dass sie insbesondere gegen
die Forschungsfreiheit und damit gegen den Import derzeit bereits
gewonnener embryonaler Stammzellen bestehen könnten.
    
    Nur aus diesem Grunde sind überhaupt begründete Ausnahmen vom
grundsätzlichen Importverbot zuzulassen.
    
    Allerdings bedarf das gestern beschlossene Vorgehen noch der
Umsetzung. Deshalb muss der Deutsche Bundestag unverzüglich die
Bedingungen des Stammzellimports gesetzlich regeln.
    
    
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