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31.03.2006 – 15:00

ZDF

Migrationsforscher Luft im "ZDF-Mittagsmagazin":
"Schulen müssen entlastet werden"

Mainz (ots)

Nach den Ereignissen an der Berliner Rütli-Schule fordert der Migrationsforscher Dr. Stefan Luft von der Universität Bremen im "ZDF-Mittagsmagazin" am Freitag, 31. März 2006 eine Entlastung der Schulen durch eine gleichmäßigere Verteilung von Schülern mit Migrationshintergrund.

In einzelnen Stadtteilen mit extrem hohem Zuwandereranteil gebe es für Zuwanderer und deren Kinder keine Motivation die Sprache zu erlernen, denn innerhalb der Familien und unter den Gleichaltrigen werde die Sprache des Gastlandes nicht gesprochen und selbst der Medienkonsum erfolge in der Herkunftssprache. Je höher die ethnische Konzentration in den Stadtteilen sei, desto schlechter stehe es um den Erwerb der Zweitsprache und damit auch die Bildungschancen der Jugendlichen schlechter, führte Luft aus.

"Deshalb kommt man nicht umhin, bei den Schulen, an denen der Ausländeranteil einen gewissen Schwellenwert massiv überschreitet, (...) die Schüler überbezirklich zu verteilen." Bestimmte innerstädtische Bezirke Berlins könnten die Belastung nicht mehr alleine tragen, die dort verbliebene "Restbevölkerung" könne nicht die notwendige Integrationsleistung erbringen, fasste Luft die Situation an den Berliner Schulen zusammen. "Deshalb müssen auch die anderen Bezirke, die eine andere soziale und ethnische Zusammensetzung haben, an der Integration mitwirken." Denn Integration sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Außerdem müsse man sehr viel stärker Kriminalität, Straffälligkeit und dauerhaften Sozialhilfebezug an Aufenthaltsrechte koppeln. "Darüber hinaus muss beim Familiennachzug darauf Wert gelegt werden, dass die Nachziehenden Sprachkenntnisse bereits im Heimatland erwerben", so Luft im "ZDF-Mittagsmagazin." "Sonst hat man, obwohl die Kinder hier bereits in der dritten oder vierten Generation leben, faktisch immer wieder die erste Generation vor sich."

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