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"Lucy und der Tod"
ZDF-Reporter Matthias Franck ist "Unterwegs in der mörderischsten Stadt der Welt"

Mainz (ots) - Es ist Krieg in Ciudad Juárez. Die mexikanische Millionenstadt im Bundesstaat Chihuahua liegt an der Grenze zu Texas und ist bekannt für ihren blutigen Alltag. Über 7000 Morde sind dort in den letzten drei Jahren gezählt worden. Im Film "Lucy und der Tod", der am Mittwoch, 23. März 2011, 0.35 Uhr, im ZDF zu sehen ist, begleitet ZDF-Reporter Matthias Franck die Journalistin Lucy Sosa bei ihrer Arbeit in der "mörderischsten Stadt der Welt". Der Reporter spricht mit Angehörigen der Opfer, Vertretern der Justiz, dem Bürgermeister der Stadt, besucht das Gefängnis und nimmt teil am mörderischen Recherchealltag von Journalisten, die täglich ihr Leben riskieren.

"Wir sehen hier jeden Tag das Schlimmste unserer Gesellschaft. Aber wir alle wollen eine andere Stadt. Dafür arbeite ich und lasse nicht zu, dass die Mafia oder die Regierung mir das verbieten." Mutige Worte der Polizeireporterin Lucy Sosa, die seit 20 Jahren bei der Zeitung "El Diario" arbeitet. Für die Journalistin beginnt jeder Tag morgens mit der Recherche, wie viele Morde in den letzten 24 Stunden geschehen sind. Dann versucht sie noch vor der Absperrung durch die Bundespolizei am Schauplatz der Verbrechen zu sein. Während Matthias Franck und sein Team Lucy begleiten, werden an einem Tag 18 Menschen erschossen. Für die Reporterin ist das grauenvolle Routine. Auf einem neu angelegten Fußballplatz werden am frühen Abend sieben junge Leute beim Spielen gezielt hingerichtet. Ein Massaker vor den Augen von Zeugen, die aber alle schweigen - niemand will der Nächste sein. Weder die sofort angerufene Ambulanz, noch die Polizei sind an den Tatort gekommen, zu gefährlich ist das Viertel. Unerschrocken und immer vor Ort: Lucy Sosa. Sie ist eine Chronistin des Todes, eine Buchhalterin der Morde, die sie Tag für Tag in einen Kalender einträgt, weil die Behörde die Zahlen schönt. Vertrauen in Polizei und Justiz gibt es nicht. Es gibt Opfer, aber so gut wie keine gefassten Täter.

Gewalt und Hoffnungslosigkeit vertreiben inzwischen die Menschen aus der Stadt. Über 200 000 haben in den letzten Jahren Juárez verlassen, 15 000 Geschäfte sind geschlossen worden, und täglich werden es mehr. Wer bleibt, sind vor allem die, die Geschäfte machen wollen mit Drogen, die auf dem US-Markt ein Tausendfaches wert sind. Ein Markt, der die beiden Kartelle in Juárez zu ihrem mörderischen Geschäft antreibt.

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