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"Im Zeichen der Liebe": Der Taj Mahal
"Terra X" über Indiens großes Wahrzeichen

    Mainz (ots) - Der Taj Mahal ist vielleicht das bekannteste Wahrzeichen Indiens und gewiss eines der größten Monumente der Liebe: Shah Jahan, Indiens Herrscher auf dem Thron der Großmoguln, ließ es nach dem Tod seiner über alles geliebten Frau Mumtaz Mahal ab 1631 als Mausoleum erbauen. Stephan Koester hat sich für "Terra X" ins indische Agra begeben und berichtet am Sonntag, 19. Juli 2009, 19.30 Uhr unter dem Titel Der Taj Mahal - Im Zeichen der Liebe" über den indischen Großmogul, über seine große Liebe und seine blutige Herrschaft.

    Shah Jahan - der Name bedeutet "Herrscher der Welt" - hat sich bereits als junger Prinz mit Mumtaz Mahal verlobt. Sie wird seine Gefährtin und bleibt seine vertraute Ratgeberin auch als er nach dem Tod seines Vaters 1627 den Thron der Moguln besteigt. Eine Machtergreifung mit roher Gewalt: Seine Brüder lässt er brutal ermorden. Unumstritten herrscht er von nun an über das Riesenreich der Moguln. Seine militärische Macht und sein unermesslicher Reichtum schreiben Geschichte - ebenso, wie seine Liebe zu Mumtaz Mahal.

    1631 begleitet Mumtaz Mahal, die "Erwählte des Palastes", obwohl hochschwanger, ihren Mann auf einen Feldzug gegen Aufständische. Doch bei der Geburt ihres 14. Kindes gibt es Komplikationen, die Mumtaz Mahal nicht überlebt. Auf dem Sterbebett, so überliefert eine Legende, äußert sie ihren letzten Wunsch: Ihr soll ein Grabmal errichtet werden, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Die Erfüllung dieses Wunsches wird von nun an Shah Jahans Lebensaufgabe. Bald beginnen die Bauarbeiten für das Mausoleum am Ufer des Yamuna-Flusses in Agra. Ein gigantisches Unterfangen: 20 000 Arbeiter und 1000 Elefanten sind elf Jahre im Einsatz. Nur die besten Künstler und Handwerker sind am Taj Mahal tätig, und nur die kostbarsten Materialien werden für den Bau verwendet: Das Mausoleum erhält eine Fassade aus dem wertvollsten Marmor der Welt, in den Ornamente aus Halbedelsteinen eingelassen werden.

    Doch die Kosten für den Bau verschlingen Unsummen. Die Folgen sind Unruhen und Aufstände im Land, der Staatskasse droht der Bankrott. 1657 wird Shah Jahan vom Thron geputscht - von seinem eigenen Sohn. Der "Herrscher der Welt" muss den Rest seines Lebens in Gefangenschaft verbringen, eingesperrt im Roten Fort von Agra. Ironie des Schicksals: Das Fort liegt gegenüber dem Taj Mahal, nur durch den Yamuna-Fluss getrennt. Im Alter von 74 Jahren stirbt Shah Jahan. Er wird im Taj Mahal an der Seite von Mumtaz Mahal beigesetzt.

    Am Sonntag, 26. Juli 2009, 19.30 Uhr, folgt ein weiterer "Terra X"-Film über Indien: "Ashoka - Der indische Krieger Buddhas".

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