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Gesine Schwan kritisiert im Gespräch mit ZDF-Moderatorin Maybrit Illner anti-deutsche Begleitmusik der Kaczynski-Regierung

    Mainz (ots) - Der Widerstand der polnischen Regierung gegen die EU-Verfassungs-Reformpläne von Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nach Ansicht von Gesine Schwan, der Beauftragten für die deutsch-polnischen Beziehungen, von anti-deutschen Untertönen überschattet, die unnötig und problematisch seien. In einem Interview mit Maybrit Illner für ZDFonline sagte Gesine Schwan wörtlich: "Ein Problem ist, dass die Begleitmusik dieser Forderung sehr viele Spitzen gegen die deutsche Regierung und auch gegen die deutsche Ratspräsidentschaft enthält und auch immer wieder die Forderung nach einem größeren Gewicht - die könnte man ja generell stellen für Polen in der EU - sehr stark damit begründet wird, dass Deutschland klein gehalten werden soll."

    Schwan, die am Donnerstag, 21. Juni 2007, 22.15 Uhr zu Gast in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" ist, kritisierte, dass diese Begleitmusik "die ganze Sache noch etwas brisanter macht und zur Debatte stellt, ob sozusagen eine anti-deutsche Haltung die Popularität der gegenwärtigen Regierung stärken wird".

    Schwan glaubt jedoch nicht, dass dies gelingen wird, da "Umfragen immer wieder gezeigt haben, dass die Polen keineswegs in ihrer Mehrheit anti-deutsch sind, sondern im Gegenteil die Deutschen als ihren wichtigsten politischen Partner ansehen".

    Das Interview ist abrufbar unter http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021235,00.html

    Mainz, 20. Juni 2007 ZDF Pressestelle

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