Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH)
Wirtschaftliche Lage für heimische Säge- und Holzindustrie
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Berlin, 20.07.2026 - Die wirtschaftliche Situation der deutschen Säge- und Holzindustrie bleibt angespannt. Eine weiterhin schwache Baukonjunktur, die globale Wirtschafts- und Absatzkrise, hohe Rohstoff- und Produktionskosten sowie zunehmender Kostendruck belasten die heimischen Unternehmen erheblich. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH) warnt vor einer weiteren Verschlechterung der Lage. Viele Betriebe sehen sich in den nächsten Wochen gezwungen, ihre Produktionskapazitäten zurückzufahren und geplante Revisionszeiten auszuweiten.
Anbei erhalten Sie die Pressemitteilung des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbands e.V. .
Aktuelle Lage der Säge- und Holzindustrie
Säge- und Holzindustrie weiterhin wirtschaftlich unter Druck
Berlin, 20. Juli 2026 – Die wirtschaftliche Situation der deutschen Säge- und Holzindustrie bleibt angespannt. Eine weiterhin schwache Baukonjunktur, die globale Wirtschafts- und Absatzkrise, hohe Rohstoff- und Produktionskosten sowie zunehmender Kostendruck belasten die heimischen Unternehmen erheblich. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH) warnt vor einer weiteren Verschlechterung der Lage. Viele Betriebe sehen sich in den nächsten Wochen gezwungen, ihre Produktionskapazitäten zurückzufahren und geplante Revisionszeiten auszuweiten.
Trotz wohlklingender Versprechen aus der Politik, ist die erhoffte Belebung der heimischen Bauwirtschaft bislang ausgeblieben. Auch auf den wichtigen Exportmärkten bleibt die Nachfrage nach Bauholz durch weltpolitische Krisen und weltweite Konjunkturflaute verhalten. Gleichzeitig belasten anhaltend hohe Kosten für Rohstoffe, Energie und Produktion die Unternehmen der Säge- und Holzindustrie. Im europäischen Wettbewerb geraten insbesondere deutsche Standorte dadurch zunehmend ins Hintertreffen.
Wettbewerbsdruck im In- und Ausland verschärft die Lage
Neben den schwierigen Marktbedingungen sehen sich die heimischen Unternehmen einem wachsenden Wettbewerbsdruck im In- und Ausland ausgesetzt. Während die Rohstoff- und Energiekosten in Deutschland die höchsten in ganz Europa sind, drängen Holzprodukte auf die nationalen und internationalen Märkte, die in anderen europäischen Nachbarstaaten und anderen Ländern mit deutlich geringeren Kosten für Rohstoffe und Energie hergestellt werden. Diese Entwicklung verschärft die ohnehin angespannte wirtschaftliche Situation der Unternehmen zusätzlich.
Die Folgen sind bereits deutlich spürbar: Zahlreiche Unternehmen reagieren mit einer Verlängerung ihrer Werksrevisionen oder einer Reduzierung der Produktion. Ohne eine spürbare Erholung der Absatzmärkte und Entlastung bei Produktionskosten drohen erhebliche Einschnitte bei der Produktion der Betriebe, die zu Kurzarbeit und weiterem Stellenabbau führen.
Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen stärken
Diese Entwicklung gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Säge- und Holzindustrie und damit auch einen wichtigen Teil der industriellen Wertschöpfung in Deutschland. Denn die Säge- und Holzindustrie schafft die Grundlage dafür , dass das Holz aus dem Wald zu Bauholz verarbeitet und von hunderttausenden Unternehmen verbaut werden kann. Die Herstellung von Holzpellets aus heimischen Reststoffen, erneuerbare Wärme und Strom sichert zudem eine heimische und unabhängige Energieversorgung. Neben ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung nimmt die Säge- und Holzindustrie damit auch eine zentrale strukturpolitische Rolle für die gesamte Wertschöpfungskette Wald und Holz ein.
Aus Sicht des Verbandes braucht es deshalb verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die den Industriestandort Deutschland stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Säge- und Holzindustrie nachhaltig sichern.
Dazu gehören eine wettbewerbsfähige Energie- und Rohstoffversorgung, weniger Bürokratie sowie Investitionsanreize für die Bauwirtschaft und den klimafreundlichen Holzbau. Der DeSH appelliert daher an die Politik, dem schleichenden Kapazitätsabbau entgegenzuwirken. Nur so können Investitionen, Arbeitsplätze und die Versorgung mit dem heimischen Rohstoff Holz langfristig gesichert werden.
Pressekontakt:
Deutsche Säge- und Holzindustrie Leiter Politik und Kommunikation Johannes König Chausseestraße 99 10115 Berlin
Tel.: +49 30 2061 399-00 Fax: +49 30 2061 399-89 E-Mail: presse@zukunft-holz.de Internet: www.zukunft-holz.de
Lobbyregisternummer: R000346
Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie
Seit über 125 Jahren vertritt der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) die Interessen der Säge- und Holzindustrie auf Bundes-, Landes- und europäischer Ebene. Mit ihren vielfältigen Produkten aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bilden die 350 Mitgliedsunternehmen des DeSH das Scharnier zwischen dem Wald und der Holzverarbeitung bis zum Holzbau. Sie sind ein wesentlicher Pfeiler für die Bioökonomie und Schlüssel für die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Der DeSH steht für die nachhaltige Verarbeitung und Verwendung des Roh- und Werkstoffs Holz als Beitrag zu Klimaschutz, Beschäftigung und Wertschöpfung für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Deutschland.