Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH)
DeSH fordert Kehrtwende bei heimischer Rohstoffnutzung
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Berlin, 30.06.2026 - Die wirtschaftlichen Herausforderungen für die deutsche Säge- und Holzindustrie spitzen sich weiter zu. Eine schwache Baukonjunktur, hohe Energie- und Rohstoffkosten sowie zunehmende Handelshemmnisse belasten die Unternehmen erheblich. Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Produktion von Bauholz auf den tiefsten Stand der vergangenen Jahre gefallen war, hat der DeSH die drohenden weiteren Produktionseinbußen sowie den Handlungsbedarf gegenüber der Politik adressiert. Zentral für die Branche sind dabei verlässliche politische Rahmenbedingungen, die den Industriestandort Deutschland stärken und die Versorgung mit heimischen Rohstoffen langfristig sichern.
Anbei erhalten Sie die Pressemitteilung des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbands e.V. .
Auswirkungen weltwirtschaftlicher Krisen
DeSH fordert Kehrtwende bei heimischer Rohstoffnutzung
Berlin, 30. Juni 2026 – Die wirtschaftlichen Herausforderungen für die deutsche Säge- und Holzindustrie spitzen sich weiter zu. Eine schwache Baukonjunktur, hohe Energie- und Rohstoffkosten sowie zunehmende Handelshemmnisse belasten die Unternehmen erheblich. Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Produktion von Bauholz auf den tiefsten Stand der vergangenen Jahre gefallen war, hat der DeSH die drohenden weiteren Produktionseinbußen sowie den Handlungsbedarf gegenüber der Politik adressiert. Zentral für die Branche sind dabei verlässliche politische Rahmenbedingungen, die den Industriestandort Deutschland stärken und die Versorgung mit heimischen Rohstoffen langfristig sichern.
Für die Säge- und Holzindustrie ist die Verfügbarkeit des Rohstoffs Holz die grundlegende Voraussetzung für Wertschöpfung, Beschäftigung und Investitionen. Dabei bietet die aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung einen doppelten Nutzen: Sie stärkt regionale Wertschöpfungsketten und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Denn durch die Nutzung von Holz in langlebigen Produkten wird der im Wald gebundene Kohlenstoff langfristig gespeichert und über den Wald hinaus verlängert.
Die Rahmenbedingungen für die Branche haben sich jedoch in den vergangenen Jahren zunehmend verschlechtert. Neben wirtschaftlichen Belastungen sorgen politische und regulatorische Vorgaben für wachsende Unsicherheit. Dazu zählen auf europäischer Ebene die EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO), die längst durch den Klimawandel überholte Zustände im Wald durch großflächige Nutzungseinschränkungen wiederherstellen soll. Gleiches gilt für die LULUCF-Verordnung, die den Mitgliedstaaten Ziele zur Erhöhung der CO₂-Senkenleistung von Wäldern und anderen Landnutzungsformen auferlegt, die unter den Bedingungen des Klimawandels, zunehmender Waldschäden und dem gesellschaftlichen Bedürfnis nach Holz unrealistisch zu erreichen sind.
Neben den europäischen Vorgaben werden auch in Deutschland durch politische Initiativen der Waldumbau und die Holzverwendung eher gebremst statt vorangebracht. Ein aktuelles Beispiel ist die steuerlich geförderte Stilllegung von Waldflächen in Thüringen im Rahmen des Förderprogramms „Klimawildnis“ des Bundesumweltministeriums.
Nutzungseinschränkungen senden falsche Signale
Für den DeSH sind diese politischen Initiativen der falsche Weg und senden ein fatales Signal an die gesamte Wertschöpfungskette. „Förderprogramme, wie Klimawildnis stehen im klaren Widerspruch zu den politischen Zielen des Aufbaus klimastabiler Wälder, einer heimischen Rohstoffversorgung, der Stärkung des klimafreundlichen Werkstoffs Holz im Rahmen der Bioökonomie sowie zur Sicherung regionaler Wertschöpfung. Die Folgen sind bereits vielerorts sichtbar: Produktionskapazitäten werden reduziert, Investitionen verschoben und die wirtschaftlichen Perspektiven zahlreicher Standorte beeinträchtigt. Besonders betroffen sind ländliche Regionen, in denen die Holzindustrie einen wichtigen Beitrag zu Beschäftigung, Einkommen und regionaler Wertschöpfung leistet.
„Für die deutsche Säge- und Holzindustrie bleibt eine aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung die Grundlage für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Entwicklung“, erläutert DeSH-Geschäftsführerin Julia Möbus.
Gemeinsame Strategie für den Standort Deutschland
Der DeSH appelliert daher an einen zeitnahen Austausch zwischen Politik, Waldbesitz sowie der Säge- und Holzindustrie. „Ziel muss es sein, die Versorgung mit dem Rohstoff Holz langfristig zu sichern, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen zu stärken und die Bedeutung der Wertschöpfungskette Wald und Holz für Klimaschutz, Transformation und Industriepolitik stärker in den Fokus zu rücken“, so Julia Möbus weiter.
Pressekontakt:
Deutsche Säge- und Holzindustrie Leiter Politik und Kommunikation Johannes König Chausseestraße 99 10115 Berlin
Tel.: +49 30 2061 399-00 Fax: +49 30 2061 399-89 E-Mail: presse@zukunft-holz.de Internet: www.zukunft-holz.de
Lobbyregisternummer: R000346
Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie
Seit über 125 Jahren vertritt der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) die Interessen der Säge- und Holzindustrie auf Bundes-, Landes- und europäischer Ebene. Mit ihren vielfältigen Produkten aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bilden die 350 Mitgliedsunternehmen des DeSH das Scharnier zwischen dem Wald und der Holzverarbeitung bis zum Holzbau. Sie sind ein wesentlicher Pfeiler für die Bioökonomie und Schlüssel für die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Der DeSH steht für die nachhaltige Verarbeitung und Verwendung des Roh- und Werkstoffs Holz als Beitrag zu Klimaschutz, Beschäftigung und Wertschöpfung für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Deutschland.

