Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH)
Steigende CO2-Emissionen im Gebäudesektor erfordern Umsteuern
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Berlin, 16.03.2026 - Mit der Veröffentlichung der CO₂-Emissionsdaten für das vergangene Jahr hat sich erneut bestätigt, dass der Gebäudesektor seine CO₂-Einsparziele nicht nur verfehlt hat, sondern die Emissionen im vergangenen Jahr sogar um 3,4 Mio. Tonnen gestiegen sind. Für den Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH) ist dies ein klares Signal, dass mit dem bisherigen Kurs die Transformation des Gebäudesektors in weite Ferne rückt. Notwendig ist ein grundlegendes Umsteuern, das die Potenziale des Holzbaus und der Holzpellets für heimische Wertschöpfung und Klimaschutz gemeinsam stärker in den Mittelpunkt rückt und bestehende politische Hemmnisse abbaut.
Anbei erhalten Sie die Pressemitteilung des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V.
Veröffentlichung der CO ₂ -Emissionen des vergangenen Jahres
Steigende CO2-Emissionen im Gebäudesektor erfordern Umsteuern
Mit der Veröffentlichung der CO₂-Emissionsdaten für das vergangene Jahr hat sich erneut bestätigt, dass der Gebäudesektor seine CO₂-Einsparziele nicht nur verfehlt hat, sondern die Emissionen im vergangenen Jahr sogar um 3,4 Mio. Tonnen gestiegen sind. Für den Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH) ist dies ein klares Signal, dass mit dem bisherigen Kurs die Transformation des Gebäudesektors in weite Ferne rückt. Notwendig ist ein grundlegendes Umsteuern, das die Potenziale des Holzbaus und der Holzpellets für heimische Wertschöpfung und Klimaschutz gemeinsam stärker in den Mittelpunkt rückt und bestehende politische Hemmnisse abbaut.
„Wenn der Gebäudesektor seine Klimaziele wiederholt verfehlt, ist das längst kein Ausreißer mehr, sondern Ausdruck eines strukturellen Problems“, erklärt DeSH-Präsident Dr. Stephan Lang. „Die bisherigen Maßnahmen bleiben in ihrer Wirkung zu begrenzt und reichen nicht aus, um den Gebäudebereich auf einen nachhaltigen Pfad zu führen. Wer die Emissionen in diesem Sektor wirksam senken will, muss jetzt den Kurs ändern und auf Lösungen setzen, die schnell, praktikabel und in der Breite umsetzbar sind. Genau diese Lösungen liegen mit Holz aus heimischen Wäldern auf der Hand. Statt weiter an einem Ansatz festzuhalten, der die Klimaziele Jahr für Jahr verfehlt, braucht es endlich eine Politik, die bereits vorhandene Potenziale konsequent nutzt“, fordert Dr. Lang.
Holzbau vereint Klimaschutz und heimische Wertschöpfung
Gerade der Holzbau ist ein zentraler Hebel, um Klimaschutz im Gebäudesektor und die heimische Wirtschaft zu stärken: Holz ersetzt emissionsintensive Baustoffe, bindet Kohlenstoff langfristig in Gebäuden und sorgt als regionaler Rohstoff für wirtschaftliche Impulse in der ganzen Wertschöpfungskette Wald und Holz. Durch den hohen Vorfertigungsgrad kann zudem schneller und effizienter gebaut werden, was insbesondere beim dringend benötigten Wohnungsbau zusätzliche Vorteile bietet. „Damit dieses Potenzial für Klimaschutz und Wohnungsbau ausgeschöpft werden kann, müssen die CO₂-Speicherleistung von Holz stärker berücksichtigt, mehr Holz im öffentlichen Bau eingesetzt und die bestehenden Hemmnisse im Baurecht endlich abgebaut werden“, betont Lang.
Holzenergie als Baustein der Wärmewende
Auch für die Wärmewende im Gebäudebestand braucht es einen realistischen und technologieoffenen Klimakurs. Die Wärmeversorgung macht einen großen Anteil der Emissionen im Gebäudebereich aus, insbesondere im Bestand, der vielfach noch mit fossilen Energieträgern beheizt wird. Holzpellets aus heimischen Reststoffen der Säge- und Holzindustrie sind eine erneuerbare Alternative zu fossilem Öl und Gas und leisten bereits heute einen wichtigen Beitrag zur erneuerbaren und unabhängigen Wärmeversorgung. „Gerade in Zeiten gestörter Lieferketten und internationaler Konflikte sollten wir stärker auf heimische Energiequellen setzen. Die Ausgestaltung des Gebäudemodernisierungsgesetzes muss deshalb den Einsatz erneuerbarer Wärmequellen konsequent unterstützen und Holzpellets gezielt fördern, damit Unabhängigkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz gemeinsam vorangebracht werden“, appelliert Dr. Stephan Lang abschließend.
Pressekontakt:
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Tel.: +49 30 2061 399-00 Fax: +49 30 2061 399-89 E-Mail: presse@zukunft-holz.de Internet: www.zukunft-holz.de
Lobbyregisternummer: R000346
Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie
Seit über 125 Jahren vertritt der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) die Interessen der Säge- und Holzindustrie auf Bundes-, Landes- und europäischer Ebene. Mit ihren vielfältigen Produkten aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bilden die 350 Mitgliedsunternehmen des DeSH das Scharnier zwischen dem Wald und der Holzverarbeitung bis zum Holzbau. Sie sind ein wesentlicher Pfeiler für die Bioökonomie und Schlüssel für die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Der DeSH steht für die nachhaltige Verarbeitung und Verwendung des Roh- und Werkstoffs Holz als Beitrag zu Klimaschutz, Beschäftigung und Wertschöpfung für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Deutschland.